Börsenwoche DAX: Zwischen Hoffen und Bangen



08:52 18.12.11

Liebe Leser,

aktuell müssen wir uns folgende Fragen stellen: Wie entwickeln sich DAX, Dow Jones & Co. wenn die Notenbanken nicht die Druckerpressen anwerfen? Und was passiert mit der Wirtschaft wenn sich der Bankensektor weiter so risikoscheu verhält und das Geld lieber zum Null-Zins bei den Notenbankern parkt, als es den Unternehmen zur Verfügung zu stellen?

Richtig, die Auswirkungen dürften sich vor allem in einem weiter fallenden Aktienmarkt auswirken. Stock-Picking, also konzentrierte Investments auf ausgewählte Aktien dürften in diesem Fall die einzige wahre Möglichkeit für Gewinne auf der Long-Seite darstellen.
Auf der Gegenseite hofft der Markt jedoch weiter auf eine genau gegenteilige Entwicklung, sprich eine Fortführung der lockeren Geldpolitik und auf eine von den Währungshütern befeuerte Inflation, die den DAX wieder in Richtung 8.000 Punkte treiben dürfte.

Dax Tageschart
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www.tradesignalonline.de

Noch ist allerdings nicht klar welcher Weg eingeschlagen wird, weshalb sich die Märkte übergeordnet weiter seitwärts bewegen. Unter Gesichtspunkten der technischen
Analyse heißt es dabei im Gesamtmarkt im Augenblick weiter nur auf Sicht zu agieren. Und im kurzfristigen Zeitrahmen sieht es im deutschen Leitbarometer gar nicht mal so schlecht aus.

Wann startet die Gegenbewegung?


803 Punkte bzw. 15% hatte der DAX mit kräftiger Unterstützung der größten internationalen Notenbanken über den Monatswechsel aufgesattelt. Doch nach dem enttäuschenden EU-Krisengipfel sowie den zurückhaltenden Aussagen der Währungshüter haben sich die Kurse in den vergangenen Sitzungen wieder deutlich von dem Hoch bei 6.170 Punkten entfernt.

Belastet wurde die Stimmung dabei zusätzlich von einer schwachen Wall Street, an der sich zum Jahresende ebenfalls erste Ermüdungserscheinungen abzeichnen. Kein Wunder also, dass mit einem Minus von knapp 7% die aktuelle Monatsperformance bereits zum zweitschlechtesten Dezember-Ergebnis der gesamten DAX-Historie zählt. Doch wie Sie wissen, ist eine Gegenbewegung immer dann am wahrscheinlichsten, wenn der Markt in zu kurzer Zeit sich zu stark in eine Richtung entwickelt und eigentlich gerade niemand damit rechnet.

Mit einer Unterstützung in Form der September-Aufwärtstrendgeraden im Bereich von 5.500 Punkten im Rücken, eröffnen sich also gute Chancen, dass die Kurse über den Jahreswechsel wieder etwas nach oben ziehen. Idealerweise schließt der Leitindex vor


dem Aufwärtsdreh jedoch noch das offene Gap, das sich derzeit zwischen 5.529 und 5.573 Punkten erstreckt.

Spätestens wenn die Kurse aber erneut über das 50%ige-Korrektur-Niveau des zuvor erlebten Anstiegs bei aktuell 5.769 Zählern steigen, sind kurzfristige Engagements auf der Long-Seite mit einem Kursziel zwischen 5.950 und 6.030 Punkten empfehlenswert.

Langfristige Verkaufssignale und ein damit verbundener weiterer Kurssturz drohen dem gegenüber nun erst bei einem Tagesschlusskurs unterhalb von 5.500 Punkten.

Auch ich möchte mich den Worten meines Kollegen anschließend und Ihnen ein friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünschen.

Eines kann ich Ihnen schon versprechen: 2012 wir wieder ein extrem spannendes Börsenjahr werden!

Bleiben Sie gesund

Ihr  Stefan Hofmann


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Über den Autor
 
Autor: Stefan Hofmann Stefan Hofmann,
Chefredakteur STOCK-WORLD WEEKLY

Stefan Hofmann beschäftigt sich bereits seit 1998 mit der Börse und handelt seit dieser Zeit auch aktiv an den verschiedenen Märkten. Während seiner beruflichen Tätigkeit bei einem großen Online-Broker sowie im Vertrieb / Marketing bei einem Börsenverlag eignete er sich profundes Wissen über die Aktien-, Rohstoff- und Devisenmärkte an. Als technischer Analyst bewegt er sich an der Börse in einem breiten Feld von Aktien und ihren Indizes bis hin zu Gold, Silber, Öl und dem Euro. Gehandelt werden bevorzugt Zertifikate und Hebelzertifikate sowie CFDs. Um das Risiko für das Depot niedrig zu halten, werden strikt feste Money- und Risikoparameter verwendet. Zielsetzung ist neben dem Kapitalerhalt ein langfristiger Kapitalaufbau.

Als Chefredakteur des Börsenbriefs Aktien-Trader.net sowie des STOCK-WORLD WEEKLY stellt Stefan Hofmann konkrete Positions- und Swingtrading-Möglichkeiten vor und erläutert in der Rubrik Trading Know How einfach verständliches Fachwissen rund um das Thema Börse und Trading. Mehr unter www.Aktien-Trader.net.

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