Im Gegensatz zu den Aktienmärkten kommt der Euro einfach nicht aus
der Schusslinie. Mit aktuellen Notierungen unterhalb der wichtigen
1,30er-Marke haben sich die technischen Tendenzen nun erneut
eingetrübt. Damit steht die Gemeinschaftswährung der 17 EU-Staaten
nun kurz davor sogar auf neue Jahrestiefs abzurutschen. Mangels
fundamentaler Daten
ist derzeit aber nicht von gravierenden Bewegungen auszugehen.
Erstaunlich ist dabei, dass der Euro gerade zum Jahresende gegenüber
allen wichtigen Währungen nachgegeben hat. Gegenüber dem USD besteht
auf dem Niveau von 1,29 noch eine allerletzte Chance für den
kurzfristigen Aufwärtsdreh und eine Erholungsbewegung bis zur
100-Tage-Linie bei 1,37.

Unterhalb von 1,29 dürfte es in den kommenden Monaten jedoch noch
einmal kritisch werden, weshalb sogar ein Test der
2010er-Sommer-Tiefs bei 1,18 nicht ausgeschlossen werden kann. Von
den Horrorgeschichten über das Ende des Euro wollen wir uns an
dieser Stelle aber ausdrücklich distanzieren. Auch wenn die
gravierenden Probleme innerhalb der Eurozone nicht von der Hand zu
weisen sind, erscheint uns der Untergang des Euro reichlich früh
ausgerufen worden zu sein. Aus charttechnischer Sicht könnte die
dreijährige Seitwärtsbewegung sogar als Flagge interpretiert werden,
wodurch der massive Anstieg von 0,83 auf 1,60 zwischen 2001 und 2008
konsolidiert wird. Bricht der Euro also im kommenden Jahr über 1,45
aus, wären sogar neue Allzeithöchststände erreichbar.
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Stefan Hofmann, Chefredakteur STOCK-WORLD WEEKLY |
Stefan Hofmann beschäftigt sich bereits seit 1998 mit der Börse und handelt seit dieser Zeit auch aktiv an den verschiedenen Märkten. Während seiner beruflichen Tätigkeit bei einem großen Online-Broker sowie im Vertrieb / Marketing bei einem Börsenverlag eignete er sich profundes Wissen über die Aktien-, Rohstoff- und Devisenmärkte an. Als technischer Analyst bewegt er sich an der Börse in einem breiten Feld von Aktien und ihren Indizes bis hin zu Gold, Silber, Öl und dem Euro. Gehandelt werden bevorzugt Zertifikate und Hebelzertifikate sowie CFDs. Um das Risiko für das Depot niedrig zu halten, werden strikt feste Money- und Risikoparameter verwendet. Zielsetzung ist neben dem Kapitalerhalt ein langfristiger Kapitalaufbau. Als Chefredakteur des Börsenbriefs Aktien-Trader.net sowie des STOCK-WORLD WEEKLY stellt Stefan Hofmann konkrete Positions- und Swingtrading-Möglichkeiten vor und erläutert in der Rubrik Trading Know How einfach verständliches Fachwissen rund um das Thema Börse und Trading. Mehr unter www.Aktien-Trader.net. Alle Artikel dieses Autors anzeigen |
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