Jedenfalls, wenn man dem Kalender der längst untergegangenen
Hochkultur der Maya (ca. 3.000 v. Chr. 900 n. Chr.) glaubt. So
soll am 21.12. 2012, dem Tag der Wintersonnenwende, an dem zufällig
eine seltene Planetenkonstellation vorherrscht, die nur alle
abertausende Jahre vorkommt, Schluss mit lustig sein. Auch wenn man
angesichts der teilweise dramatischen Kursverluste im Jahr 2011 den
Eindruck gewinnen konnte, dass die Börsen den Tag des Jüngsten
Gerichts für sich bereits vorwegnehmen,
so können wir uns mittlerweile sicher sein, dass an den
Schauermärchen rund um die Mythen der Maya nichts dran ist. Im
Gegenteil sogar, denn aktuellen wissenschaftlichen Studien zufolge
beginnt für die Maya an diesem Tag lediglich eine neue Zeitrechnung
und das ist sogar durch die Bank positiv zu interpretieren.
Aber warum erzähle ich Ihnen das jetzt? Ganz einfach, denn auch auf
dem Parkett machen im Augenblick zahlreiche Horrorgeschichten die
Runde. So steht bspw. der Euro der als Nachruf, brennender
Papierflieger, tickende Zeitbombe oder einfach nur zersprungen in
diesem Jahr gleich vier Mal auf dem Cover des Spiegel zu sehen war
unmittelbar vor dem Ende.
Sicher ist jedoch nur: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht
wird. Sicherlich, gerade in der ersten Hälfte des kommenden Jahres
könnte es am Aktienmarkt noch einmal richtig ungemütlich werden.
Denn solange keine befriedigende Lösung für die EU-Schuldenkrise
gefunden wurde, dürften sich nur sehr wenige Investoren auf das
Abenteuer Börse einlassen. Ob die EZB am Ende jedoch tatsächlich zur
großen Bazooka greift, vermag auch ich nicht zu sagen. Es dürfte
jedoch nicht falsch sein, vor allem die Finanzwerte als Seismograph
für die Beurteilung der Entwicklung in der Eurozone genauer zu
beobachten. Denn wenn die Märkte tatsächlich eine umfangreiche
Gegenbewegung starten, dann sollten sich die Auswirkungen wie
schon im Frühjahr 2009 bei Aktien von Deutsche Bank, Commerzbank
& Co. schnell bemerkbar machen.
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Stefan Hofmann, Chefredakteur STOCK-WORLD WEEKLY |
Stefan Hofmann beschäftigt sich bereits seit 1998 mit der Börse und handelt seit dieser Zeit auch aktiv an den verschiedenen Märkten. Während seiner beruflichen Tätigkeit bei einem großen Online-Broker sowie im Vertrieb / Marketing bei einem Börsenverlag eignete er sich profundes Wissen über die Aktien-, Rohstoff- und Devisenmärkte an. Als technischer Analyst bewegt er sich an der Börse in einem breiten Feld von Aktien und ihren Indizes bis hin zu Gold, Silber, Öl und dem Euro. Gehandelt werden bevorzugt Zertifikate und Hebelzertifikate sowie CFDs. Um das Risiko für das Depot niedrig zu halten, werden strikt feste Money- und Risikoparameter verwendet. Zielsetzung ist neben dem Kapitalerhalt ein langfristiger Kapitalaufbau. Als Chefredakteur des Börsenbriefs Aktien-Trader.net sowie des STOCK-WORLD WEEKLY stellt Stefan Hofmann konkrete Positions- und Swingtrading-Möglichkeiten vor und erläutert in der Rubrik Trading Know How einfach verständliches Fachwissen rund um das Thema Börse und Trading. Mehr unter www.Aktien-Trader.net. Alle Artikel dieses Autors anzeigen |
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