Dank eines einigermaßen versöhnlichen Jahresabschlusses liegen
hinter dem Goldpreis nunmehr elf Gewinnjahre. Auf eine saftige
Jahresendrally mussten die Goldbullen jedoch verzichten: Da Gold
Ende Dezember zeitweise auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten
fiel, war auch mit Goldminen-Aktien kein Blumentopf zu gewinnen. Glaubt
man dem nun unter Anlegern, Analysten und in der Mainstream-Presse
vorherrschenden Tenor, wird sich hieran auch in den kommen Monaten
nichts ändern. Einige haben das neue Jahr für die Edelmetalle
bereits gänzlich abgeschrieben.
Und wir? Uns freut die aktuelle Stimmungslage, denn sie bereitet
den Boden für die nächste Phase der langfristigen Goldhausse. Wir
denken antizyklisch, was nicht immer leicht fällt.
Ein Blick zurück in die Historie – das rückt die Verhältnisse ins
rechte Licht!
Während des Gold-Bullenmarktes von 1971 bis 1980 mussten
Investoren ganze neun Korrekturen von 11 bis 43% „aushalten“.
Der 2001 geborene Goldbulle ist nicht viel anders: Bis dato haben
wir sechs mehr oder weniger große Korrekturen gesehen, darunter jene
der Finanzkrise, die binnen weniger Monate rund 34% Minus mit sich
brachte. Der aktuelle Rücksetzer summiert sich bis dato auf rund
20% - nichts Besonderes!
Wir sind uns sicher: Der Markt wird auch weiterhin die viel
beschriebene „Wall of worry“ hinauf klettern. Wichtig zu
wissen: Die reichste Ernte wird erst am Ende eines Bullenmarktes
eingefahren, das Sie an Exzessen wie zu Zeiten des Neuen Marktes
oder der Internet-Blase erkennen werden. Erst dann ist die Zeit
der „Ernte“ gekommen!
Zurück zur Gegenwart – die aktuellen Fakten zum Goldpreis:
- Wichtige Unterstützungen sind gebrochen
- Gold notiert unter der bei 1.624 USD verlaufenden 200-Tage-Linie
- Bärisches Sentiment, Ausverkaufsstimmung?
Und dennoch glauben wir aktuell an das Ende der Goldkorrektur!
Unsere Argumente:
Punkt Eins: Das bisherige Intraday-Tief vom September
wurde im Dezember kurzzeitig nur minimal unterschritten - und
zwar bei dünnen Umsätzen, typisch für das Jahresende.
Punkt Zwei: Mit diesem Tief sind alle Bedingungen für eine
kleine aber finale Korrekturwelle (seit Mitte Dezember) erfüllt,
zumal es seit wenigen Tagen impulsiv bergauf geht. Und: Der MACD
hat die Weichen für ein Kaufsignal gestellt. Damit könnte eine
große ABC-Korrektur vollzogen sein!
Punkt Drei: Der Preisverfall hat es endgültig auf Seite Eins
der Mainstream-Presse geschafft. Spiegel-Online titelte am
30.Dezember „Preissturz: Gold verliert rapide an Wert“:
Anleger würden das Edelmetall "tonnenweise" verkaufen, hieß es. Es
folgte die obligatorische Frage: "Ist die Blase geplatzt?". Dabei
notiert Gold in Euro nur 10% unter seinem Allzeithoch und brachte
trotz „Kurssturz“ im abgelaufenen Jahr 14% Rendite. Außerdem fragen
wir uns: Von welcher Blase ist bei Spiegel die Rede?
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Frank Szillat, Capital-Manager |
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