Das Jahr 2011 war für deutsche Anleger schlichtweg zum Vergessen. Für die US-Börsianer gar nicht so sehr. Denn immerhin hat der Dow Jones, das wichtigste Börsenbarometer an der New Yorker Wall Street, das vergangene Jahr mit einem Plus beenden können. Mit einem Plus von rund 5,5%. Der Old-Economy-Index konnte sich damit deutlich von seinen wichtigsten Pendants in Asien und Europa abkoppeln. Schauen wir nur auf den DAX® oder den Nikkei 225® Index zweistellige Verluste in 2011. Klappt das mit den Gewinnen im Dow Jones auch in 2012?
Die Frage lässt sich derzeit nur schwer beantworten. Aktienmarktstratege Heinz-Gerd Sonnenschein von der Postbank wurde jüngst vom Handelsblatt mit den Worten zitiert: Der richtige Zug nach oben wird erst in den letzten Wochen 2012 starten. Zuvor rechnen wir wegen der anhaltenden Unsicherheiten um die Schuldenkrisen und die Konjunktur mit einer weiter nervösen Seitwärtsbewegung."
Ebenso kam auch Christoph Geyer von der Commerzbank im gleichen Beitrag zu Wort und teilte mit, dass er 2012 wegen der anstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA besondere Ansatzmöglichkeiten sehe: "Der typische Präsidentschaftszyklus bewegt sich so, dass die Notierungen zunächst fallen, um dann Anfang April auf ein Zwischentop zu sprinten. Dann fallen bis in den Sommer oder spätestens Herbst die Kurse wieder auf ein Jahrestief, um im Anschluss erneut anzusteigen und auf einem Jahreshöchststand zu schließen. Auf einen Punkt gebracht: Es dürfte in 2012 an der Wall Street nicht langweilig werden zumal schon die kurzfristige Chartsituation im Dow Jones Spannung verspricht:
Der Index notiert aktuell klar über der 200-Tage-Linie (11.947), die inzwischen auch wieder leicht ansteigt. Kurz nach Weihnachten kletterte der Index mit 12.328 vorübergehend auf den höchsten Stand seit Ende Juli. Die nächste Widerstandszone würde dann durch die beiden markanten Tops vom 21. Juli (12.751) und vom 7. Juli (12.754) gebildet werden. Darüber wäre ein Angriff auf das Hoch des vergangenen Jahres vom 2. Mai (12.876) wahrscheinlich. Könnte der Dow Jones auch diese Marke hinter sich lassen, könnte das markante Hoch vom Mai 2008 (13.137) das nächste Ziel sein. Spekulative Anleger, die sich zudem des Währungsrisikos bewusst sind, könnten mit dem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN DB6AP2) auf einen weiteren Anstieg des Dow Jones setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,61, die Knock-Out-Schwelle bei 7.820 Indexpunkten.
Eher short-orientierter spekulativer Anleger könnten hingegen auf das Szenario setzen, dass der Dow Jones aufgrund der beschriebenen anhaltenden Unsicherheiten eher wieder in Richtung GD100 und GD20 abrutschen und es nochmals zu einem Test der 200-Tage-Linie (11.947) kommen könnte. Eine weitere solide Haltezone wäre dann zwar die kurzfristige, seit Anfang Oktober gültige Aufwärtstrendgerade (11.765) und das letzte Zwischentief vom 19. Dezember (11.735) doch darunter würde sich die Lage wieder merklich eintrüben. Für diesen Fall könnte ein Wave-XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DE3LGL) vorteilhaft sein. Der besagte Put hätte einen Hebel von 3,36 und eine Knock-Out-Schwelle bei 15.710 Indexpunkten. Auch bei diesem Derivat sollte das Währungsrisiko aber beachtet werden.
Stand: 03.01.2012
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Nicolai Tietze, X-markets Team Deutsche Bank |
Nicolai Tietze ist verantwortlich für die Hebelprodukte des X-markets Team der Deutschen Bank. Vor seinem Einstieg in das X-markets Team war er bei der Deutschen Bank Aktienhändler und dort zuständig für die deutschen Konsumwerte. In seiner Funktion als Derivate-Experte entwickelt er auch Strategie- und Themenzertifikate.
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