Gold: jetzt short-gehen beim Rohstoff-Gewinner 2011?



09:28 11.01.12

Auch wenn es in den letzten Wochen 2011 mit Gold gen Süden ging – es war einer der großen Gewinner am (Rohstoff-)Markt.  Einen Negativ-Trend wie fast bei allen anderen Asset-Klassen gab es hier nicht. Gegenüber dem US-Dollar stieg die Notierung einer Feinunze Gold in 2011 um ca. 14 Prozent und in Euro verteuerte sich das Edelmetall sogar um 16 Prozent.  Gold war also in 2011 der viel zitierte sichere Hafen für Anleger. Doch an der Börse wird bekanntlich immer die Zukunft gehandelt. Was wird also Gold in 2012 schaffen bzw. was kann man als Anleger von einem Investment in das Edelmetall erwarten?

Eines gesagt: In wie weit wir an die 2011-er Höchstkurse von knapp 2000 Dollar je Feinunze kommen werden, bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass sich die Krisen- und Problemfelder aus dem vergangenen Jahr nicht in Luft aufgelöst haben. Bis auf eines vielleicht. Das Thema Inflation dürfte bei den aktuellen (US-)Konjunkturdaten nicht mehr so sehr auf der Sorgen-Agenda stehen. Spannend wird es hingegen in den kommenden Wochen wieder zugehen in Sachen Euro-Schuldenkrise. Denn auch wenn mit Alcoa diese Woche die neue „Earning Season“ für das vierte Quartal 2011 den Fokus der Börsianer wieder auf die Zahlenwelle gelegt hat – das Thema Schulden(krise) und deren Auswirkung auf die Weltwirtschaft bleibt wohl ein wichtiges und beherrschendes auf den Parketts rund um den Globus.

Ob wir Anleger also in 2012 wieder steigende Rohstoff- bzw. Goldpreise sehen werden, hängt maßgeblich wohl von den Aktionen der Politik ab. Kommt es zu einer transparenten und marktfreundlichen Lösung für die Staatsschuldenkrise in Europa, könnte Gold erst einmal auf hohem Niveau stagnieren. Werden die Lösungen wiederum so ausfallen wie die bisher kommunizierten, könnte Gold dagegen weiterhin in 2012 als sicherer Hafen gelten. Zumal neben den „bekannten“ Krisen-Themen in 2012 sicherlich noch einige Faktoren hinzukommen könnten, die bisher noch nicht so sehr in den Fokus der Märkte geraten sind. Bestes Beispiel das Thema Iran. In den vergangenen Tagen konnte man in der internationalen Presse erstmals über die wachsenden Sorgen vor einer Zuspitzung des Konflikts mit dem Iran lesen. Eine Blockade der Straße von Hormus, wie vom Iran zeitweilig angedroht, könnte die Versorgung der Industrienationen mit Rohöl gefährden. Das wiederum dürfte den Öl- und könnte wiederum auch den Goldpreis ankurbeln.

Seitens der Charttechnik ergibt sich derzeit folgendes Bild für Gold: Ende Dezember kam es zu einem erneuten Kursrückgang bei Gold. Dabei rutschte der Preis für die Feinunze mit 1522,40 US-Dollar kurz vor dem Jahreswechsel zeitweise auf den tiefsten Stand seit Anfang Juli ab. Das Tief der September-Korrektur (1532,01 Dollar) konnte aber noch im weiteren Handelsverlauf zurückerobert werden, woraufhin es zuletzt zu einer technischen Erholung kam. Im Hoch kletterte die Notierung zuletzt bis auf 1631,10 Dollar, also bis knapp an den GD200.

Spekulative Anleger könnten nun mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DB7TUR; Hebel 2,92; Knock-Out-Schwelle bei 1112,25 US-Dollar) auf das folgende Chart-Szenario setzen: Dem Goldpreis gelingt die Rückkehr über den GD200 und die massive Widerstandszone um 1630/1630 US-Dollar, um anschließend auch mit genügend Drive über das Erholungshoch vom 21. Dezember (1641,75 Dollar) zu klettern. Darüber würde sich dann nämlich die Charttechnik wieder deutlich aufhellen.



Spekulative aber eher short-orientierte Anleger könnten mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE79P9; Hebel 2,65; Knock-Out-Schwelle bei 2199,50 US-Dollar) dagegen auf einen weiter fallenden Goldpreis setzen. Voraussetzung hierfür wäre folgendes Szenario: Der Goldpreis fällt unter die wichtige Marke von 1600 US-Dollar und würde mit Kursen unterhalb der 20-Tage-Linie (1597,43 Dollar) eine Wiederaufnahme der jüngsten Abwärtsbewegung anvisieren. Dann wären die nächsten Ziele durchaus die Tiefs vom 15. Dezember (1560,10 Dollar), vom 26. September (1532,01 Dollar) sowie vom 29. Dezember (1522,40 Dollar). Darunter würde sogar ein Rückgang in Richtung der beiden Tiefs vom 1. Juli (1477,85 Dollar) und vom 5. Mai (1462,05 Dollar) mögich sein.

Wie immer sei gesagt: Ob short oder long - Anleger sollten bei allen Engagements stets das Währungsrisiko beachten!

Stand: 11.01.2012

Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und die enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.

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Über den Autor
 
Autor: Nicolai Tietze Nicolai Tietze,
X-markets Team Deutsche Bank

Nicolai Tietze ist verantwortlich für die Hebelprodukte des X-markets Team der Deutschen Bank. Vor seinem Einstieg in das X-markets Team war er bei der Deutschen Bank Aktienhändler und dort zuständig für die deutschen Konsumwerte. In seiner Funktion als Derivate-Experte entwickelt er auch Strategie- und Themenzertifikate.

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