Wer sich mit dem Begriff Risiko beschäftigt, stellt schnell fest, dass dieser in den unterschiedlichsten Zusammenhängen fällt und eine ganze Spannweite an Bedeutungen umfasst. Im Deutschen erschien das Wort Risiko erstmals in Form von Rysigo oder Risigo in kaufmännischen Quellen des 16. Jahrhunderts. Damals verstanden ihn die Kaufmänner als gewisse Gefahr bzw. ein Wagnis. Im heutigen Sprachgebrauch beziehen sich monetäre
Risiken auf die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts aber auch Gewinns beim Einsatz von Kapital.
Doch gerade in den gegenwärtig unübersichtlichen Niedrigzinsphasen fällt es vielen privaten Anlegern schwer, monetäre Risiken abzuschätzen. Es geht derzeit also für viele darum, Anlagealternativen zu finden, die mit überschaubaren Risiken eine möglichst attraktive Rendite bieten.
Private Anleger, die wenig Risiko eingehen wollen, sind mit Kapitalschutz-Zertifikaten sicher gut bedient. Am Ende der Laufzeit erhalten sie mit Sicherheit den Nennbetrag des eingesetzten Kapitals zurück. Zu beachten ist natürlich, dass es sich bei Zertifikaten um Inhaberschuldverschreibungen handelt und das Emittentenrisiko bleibt. Daher ist es ratsam, genau auf die Bonität des Anbieters zu achten. Tagesaktuelle Informationen hierzu bietet der Deutsche Derivate Verband unter www.derivateverband.de.
Auf der Suche nach einer höheren Verzinsung, setzen viele Anleger aber auch auf Aktienanleihen. Genau wie andere festverzinsliche Wertpapiere bieten sie einen vorab festgelegten Zinssatz, der unabhängig von der Tilgung ausgezahlt wird. Der Vorteil: dieser Zinssatz liegt in der Regel weit über dem Niveau von klassischen Anleihen. Die Rückzahlung des Nennbetrags bei Fälligkeit hängt jedoch vom Kurs der zugrunde liegenden Aktie ab. So kann es am Laufzeitende statt zur Auszahlung des Nennbetrags zu einer Lieferung der Aktie als Basiswert kommen. Das kann zunächst einen deutlichen Verlust bedeuten, jedoch besteht auch die Chance darauf, dass die Wertentwicklung der Aktie wieder positiv verläuft.
Für denjenigen, für den die klassische Form der Aktienanleihe ein zu hohes Risiko beinhaltet, gibt es mittlerweile Varianten mit geringerem Risiko. Solche Produkte kombinieren zum Beispiel den Zinssatz mit einem Risikopuffer.
In jedem Fall müssen sich Investoren über eine Tatsache im Klaren sein: Jede Finanzanlage birgt im Kern Risiken. Diese und die Funktionsweise des Finanzprodukts sollte jeder Anleger kennen. Hilfreich sind da sicherlich die Produktinformationsblätter. Oder Anleger informieren sich bei ihrer Hausbank, bis sie sich sicher sind, alles verstanden zu haben. Es gilt nämlich der Grundsatz: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Produktinformationsblätter oder fragen Sie Ihren Anlageberater.
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Lars Brandau, Deutscher Derivate Verband |
Der DDV ist die Branchenvertretung der führenden Emittenten derivativer Wertpapiere in Deutschland. Die Mitglieder repräsentieren 90% des Gesamtmarktes. Der DDV fördert den Derivatemarkt und somit die Akzeptanz von Zertifikaten, Aktienanleihen und Optionsscheinen. Zu den Zielen des DDV zählen außerdem der Schutz der Anleger und die Verbesserung der Verständlichkeit und Transparenz der Produkte. Weitere Informationen unter: www.derivateverband.de
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