Die Technologieanleger haben ihre bullishen Engagements noch
einmal reduziert – offenbar von der eine oder anderen
Hiobsbotschaft belastet. Problematisch ist das aber nicht, denn
die Verkäufe der mittelfristig aktiven Investoren haben dem TecDAX
kaum geschadet.
Nachdem im Dezember 2011 so viele Solaranlagen wie noch nie
innerhalb eines Monats auf deutschen Dächern installiert worden
sind, ist die Politik wieder einmal alarmiert und erwägt weitere
Subventionskürzungen für Sonnenstrom. Wirtschaftsminister Philipp
Rösler forderte von Umweltminister Norbert Röttgen rasche, konkrete
Vorschläge und auch dieser schloss neue Einschnitte nicht aus, denn
ein ungebremster Ausbau der Solarenergie berge bekanntlich teure
Folgen für Verbraucher. Die Solarbranche hatte zwar im letzten Jahr
eine selbst verordnete Schrumpfkur versprochen, doch der
Jahresend-Boom könnte nun an der Glaubwürdigkeit der Branche zerren.
Zumindest den schon in 2011 arg gebeutelten Solaraktien konnten die
jüngsten schlechten Aussichten nicht mehr sonderlich viel anhaben –
derlei Förderkürzungen haben die Akteure offenbar schon größtenteils
in den Preisen berücksichtigt.
Eine faustdicke negative Überraschung lieferte während des
Berichtszeitraums jedoch das Index-Schwergewicht Software AG. Das
schwache Geschäft in Amerika hat dem Unternehmen im Schlussquartal
2011 das Geschäft verhagelt – schon Mitte Juli hatte die Software AG
mit einem Umsatzrückgang im zweiten Quartal für eine Enttäuschung
gesorgt. Händler befürchten nun einen Vertrauensverlust. Der
Aktienkurs stürzte zeitweise sogar um mehr als ein Viertel ab und
zog natürlich auch den TecDAX in Mitleidenschaft.
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