Börsenwoche DAX: Kommen jetzt wieder die Bären ans Ruder?



07:53 15.01.12

nachdem der DAX Ende November einen kurzfristigen Boden herausgebildet hatte, haben sich die Notierungen im ersten Teil der laufenden Erholung von 5.644 Punkten auf 6.000 Punkte verbessert. Durch das entstandene Tief ließ sich daraufhin eine Aufwärtstrendgerade
konstruieren, die zusammen mit der Oktober-Abwärtstrendgeraden ein Dreiecksmuster gebildet hatte. Mit der bullishen Auflösung dieser Formation wurden zum Jahresbeginn neue Kaufsignale generiert, die den DAX prompt bis zur Juli-Abwärtstrendgeraden auf 6.160/6.170 Zählern schickte. Dort scheiterten die Kurse im ersten Anlauf sodass es für mehrere Sitzungen nur schleppend weiterging.

Nach dem mustergültigen Pullback auf das 6.000er-Ausbruchsniveau zum Wochenanfang wurde dann ein weiterer Schritt der Erholungsbewegung eingeleitet, die dafür sorgte, dass sich die Notierungen erfolgreich über die drückende Juli-Abwärtstrendgerade schieben konnten.

Dax Tageschart
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Die 6.300er-Barriere

Darüber wird es nun richtig spannend, zumal es nun nur noch eine Frage der Zeit ist, bis auch der finale Anstieg auf das Niveau von 6.300 Punkten vollzogen wird. Dieses Level ist von zentraler Bedeutung, denn zwischen 5.600 und 6.300 Zählern haben sich seit Ende der Finanzkrise eine Mehrzahl von Marktteilnehmern positioniert. Notierungen zwischen 6.300 und 6.600 bzw. 7.000 Punkten waren hingegen weniger gefragt. Gleichzeitig definiert die Schwelle von 6.300 die obere Begrenzung der dominierenden Seitwärtsrange, in der sich der DAX noch immer befindet.
Hinzu kommt, dass bereits bei 6.403 Punkten der GD200 verläuft, der ebenfalls massiv bremsend wirken dürfte und im ersten Anlauf kaum zu überbieten ist – schon gar nicht, wenn die Märkte bereits zuvor eine deutliche Strecke zurückgelegt haben.



Unter Chancen-Risiko-Gesichtspunkten wird damit der Einstieg auf der Baisse-Seite wieder lukrativ. Denn selbst wenn der DAX kurzfristig bis zur 200-Tage-Linie im Bereich von 6.400 Punkten steigt, dürfte anschließend eine Schwächeperiode eintreten, die das Leitbarometer zumindest zurück auf das Niveau von 6.300 Punkten führt. Aufgrund des schwachen Handelsumsatzes, der seit Weihnachten zu beobachten ist, könnte jedoch mit einer hohen Wahrscheinlichkeit erneut eine größere Verkaufswelle starten. Diese würde allerdings erst unterhalb von 5.850 Punkten richtig bedrohlich werden, zumal darüber die Juli- und Oktober-Abwärtstrendgeraden als Sprungbrett fungieren. Zwar ist im Augenblick nicht mit einem erneuten Crash wie im August des vergangenen Jahres zu rechnen, dennoch sollte es ausgehend von 6.300 Punkten – spätestens jedoch ab 6.400 Zählern – noch einmal bis 6.000 oder sogar 5.850 Punkte runter gehen. Damit gibt sich auf der Baisse-Seite nun eine Gewinnchance von 450 Punkten, während auf der Oberseite maximal weitere 180 Zähler das höchste der Gefühle sind.

Auf gute Trades

Ihr  Stefan Hofmann



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Über den Autor
 
Autor: Stefan Hofmann Stefan Hofmann,
Chefredakteur STOCK-WORLD WEEKLY

Stefan Hofmann beschäftigt sich bereits seit 1998 mit der Börse und handelt seit dieser Zeit auch aktiv an den verschiedenen Märkten. Während seiner beruflichen Tätigkeit bei einem großen Online-Broker sowie im Vertrieb / Marketing bei einem Börsenverlag eignete er sich profundes Wissen über die Aktien-, Rohstoff- und Devisenmärkte an. Als technischer Analyst bewegt er sich an der Börse in einem breiten Feld von Aktien und ihren Indizes bis hin zu Gold, Silber, Öl und dem Euro. Gehandelt werden bevorzugt Zertifikate und Hebelzertifikate sowie CFDs. Um das Risiko für das Depot niedrig zu halten, werden strikt feste Money- und Risikoparameter verwendet. Zielsetzung ist neben dem Kapitalerhalt ein langfristiger Kapitalaufbau.

Als Chefredakteur des Börsenbriefs Aktien-Trader.net sowie des STOCK-WORLD WEEKLY stellt Stefan Hofmann konkrete Positions- und Swingtrading-Möglichkeiten vor und erläutert in der Rubrik Trading Know How einfach verständliches Fachwissen rund um das Thema Börse und Trading. Mehr unter www.Aktien-Trader.net.

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