der Aktienmarkt hat mit einem regelrechten Kursfeuerwerk auf die
überraschende Verlängerung der US-Niedrigzinsperiode reagiert. In
der Spitze kletterte der DAX in der vergangenen Handelswoche auf
6.574 Punkte und baute die Januar-Gewinne auf nunmehr rund 11% aus.
Kurz vor dem Monatsende dürfte damit bereits feststehen, dass 2012
mit dem besten Jahresauftakt seit 1997 eröffnet wurde. Die kräftigen
und schnelle Gewinne machen dabei Lust auf mehr, doch in den
kommenden Wochen dürfte sich der Markt vor allem wieder Richtung
Süden orientieren. Denn der DAX wird den Drehzahlmesser nicht über
eine längere Distanz am Anschlag halten können. Das technische Bild
signalisiert bereits, dass das Rallye-Potenzial kurzfristig
ausgereizt ist und eine Abkühlung mehr als notwendig
ist.
Dax Tageschart

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Weitere Anschlusskäufe dürften nun zunehmend schwieriger werden,
auch wenn der DAX aus technischer Sicht vor dem avisierten
Rücksetzer noch Kursziele auf dem Niveau von 6.600 Punkten
abarbeiten könnte. Etwas Luft für weitere Aufschläge ist also noch
gegeben, doch rechtfertigt dieses geringfügige Potenzial unter
Chance-Risiko-Gesichtspunkten kein Engagement auf der Long-Seite.
Mögliche Korrektur- und Pullbackziele
Aus charttechnischer Sicht ist es nun sehr wahrscheinlich, dass der
DAX in den kommenden Sitzungen noch einmal in die Knie geht und
mindestens in Form einer Pullback-Bewegung das Niveau von 6.300
Punkten auf den Prüfstand stellt. Verlängert sich an dieser Stelle
der Rücksetzer, dann könnte sogar ein Absturz auf 6.190/6.200 nicht
ausgeschlossen werden. Darunter würde sich das Chartbild wieder
deutlich eintrüben, die jüngste Rallye unterhalb von 6.000 Punkten
sogar als umfangreiche Bullenfalle einzustufen wäre.
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Stefan Hofmann, Chefredakteur STOCK-WORLD WEEKLY |
Stefan Hofmann beschäftigt sich bereits seit 1998 mit der Börse und handelt seit dieser Zeit auch aktiv an den verschiedenen Märkten. Während seiner beruflichen Tätigkeit bei einem großen Online-Broker sowie im Vertrieb / Marketing bei einem Börsenverlag eignete er sich profundes Wissen über die Aktien-, Rohstoff- und Devisenmärkte an. Als technischer Analyst bewegt er sich an der Börse in einem breiten Feld von Aktien und ihren Indizes bis hin zu Gold, Silber, Öl und dem Euro. Gehandelt werden bevorzugt Zertifikate und Hebelzertifikate sowie CFDs. Um das Risiko für das Depot niedrig zu halten, werden strikt feste Money- und Risikoparameter verwendet. Zielsetzung ist neben dem Kapitalerhalt ein langfristiger Kapitalaufbau. Als Chefredakteur des Börsenbriefs Aktien-Trader.net sowie des STOCK-WORLD WEEKLY stellt Stefan Hofmann konkrete Positions- und Swingtrading-Möglichkeiten vor und erläutert in der Rubrik Trading Know How einfach verständliches Fachwissen rund um das Thema Börse und Trading. Mehr unter www.Aktien-Trader.net. Alle Artikel dieses Autors anzeigen |
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