Der TecDAX schlägt sich angesichts schlechter Nachrichten aus der
Branche und der weiter schwelenden Schuldenkrise mehr als wacker.
Der Bull/Bear-Index kann sich aber gerade einmal bis über die
markante 50-Prozent-Schwelle retten.
Die Schuldenkrise lässt grüßen: Noch während die europäischen
Staats- und Regierungschefs am Montag in Brüssel dem neuen
Fiskalpakt zustimmten und sich verpflichteten, eine Schuldenbremse
einzuführen, wurde anderswo schon einmal ernst gemacht mit dem
Sparen. Spaniens Regierung setzte die Förderung für Photovoltaik und
andere erneuerbare Energien vorübergehend aus. Ab sofort gibt es
keine Zuschläge mehr – die Subventionen für bestehende Anlagen
scheinen aber immerhin von dem Moratorium ausgeschlossen. Italien
reduzierte schon letzte Woche sein Engagement und stoppte die
Förderung für Solaranlagen auf Ackerflächen. Dazu kommt das deutsche
Gezerre um eine mögliche Deckelung des Solarausbaus sowie eine
schnellere Kürzung der Subventionen – und die schlechte Laune der
Technologieanhänger ist nur allzu verständlich.
Entsprechend bleibt auch die Stimmung der mittelfristig orientierten
Anleger, die wöchentlich von der Börse Frankfurt befragt werden,
eher mau. Unser Sentiment-Barometer, der Bull/Bear-Index, kann sich
zwar wieder knapp über die markante 50-Prozent-Schwelle retten und
zeigt nun hauchdünnen Optimismus an. Doch die Laune der
Institutionellen bleibt weiterhin im Stimmungskeller. Hier hat das
Bärenlager fast in gleichem Maße neuen Zulauf erhalten wie das
bullishe Camp – das neutrale Lager hat sich dagegen dezimiert. Für
die leichte Stimmungsaufhellung sind einzig die Privat-Anleger
verantwortlich, die ihren jüngsten Exodus aus dem Optimisten-Camp
zumindest teilweise revidieren.
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