Sollte der Nachrichtensender Bloomberg, der sich auf zwei mit der Sache anvertraute Personen beruft recht behalten, kann die Rohstoffbranche bereits in den nächsten Tagen mit der größten Fusion zweier Rohstoffgiganten, seit der Übernahme des Aluminiumproduzenten Alcan durch Rio Tinto im Jahr 2007 rechnen.
Das weltweit größte Rohstoffunternehmen Glencore, welches auch das größte Unternehmen der Schweiz ist, soll nun den Minenbetreiber Xstrata schlucken und dafür bis zu 25 Milliarden USD zahlen. Auf diese Zahl kommt man, wenn man den Anteil, den Glencore bereits an Xstrata besitzt (34 Prozent), vom Marktwert der Xstrata-Aktien abzieht. Beide Aktien werden in London gehandelt und haben ihren Firmensitz aus steuerlichen Gründen in der Schweiz. Zusammen würden die beiden Unternehmen auf einen Marktwert von 52 Milliarden Britische Pfund kommen.
Glencore ist erst seit vergangenem Mai an der Börse gelistet und war davor knapp vier Jahrzehnte in Privatbesitz. Seit dem Börsengang häufen sich Spekulationen um einen Zusammenschluss der beiden immer noch eng verzahnten Unternehmen. Wenn man sich die Entwicklung und die Marktpositionen beider Konzerne anschaut, macht eine Fusion großen Sinn. Analysten rechnen bei einer Fusion mit Einsparungen von über 700 Millionen USD, da sich die Minenkompetenz und Handelskompetenz perfekt vereinen können.
So äußerten sich auch die beiden Chefs der Konzerne Ivan Glasenberg (Glencore) und CEO MickDavis (Xstrata) in Gesprächen zu Fusionsgerüchten mit Aussagen wie, dass der Zusammenschluss einen erheblichen Mehrwert schaffen würde und dass die Aussicht auf eine weitere Unabhängigkeit beider Gesellschaften „unhaltbar“ sei.
Sicher ist der Deal aber noch nicht. Es bleibt schlussendlich abzuwarten ob Glencore ein konkretes Angebot für Xstrata abgeben wird oder sich zögerlich zeigt. Den beiden Aktienkursen reichen jedenfalls die in den Medien bereits anzutreffenden Fusionsmeldungen um sich ordentlich vom Durchschnittsverlauf ihrer in den Sektoren befindlichen Konkurrenten abzuheben. Die Papiere von Xstrata legten vorgestern im frühen Handel um mehr als zehn Prozent zu. Die Glencore-Aktien stiegen knapp vier Prozent.
Wir werden die Entwicklung von Glencore weiterhin im Auge behalten und darauf warten, dass die Preise nach der abgeschlossenen Fusion wieder ihren Mittelwert finden. Hiernach werden wir uns über einen längerfristigen Kauf der Glencore Aktie Gedanken machen. Sollte sich eine gute Kaufgelegenheit ergeben ist eine Aufnahme in unser Aktien-Depot nicht ausgeschlossen.
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Rohstoff-Trades
wünscht
Ihre
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Marc Nitzsche, Rohstoff-Trader |
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