Sky-Anleger fürchten Bietergefecht um Bundesliga-Live-Rechte
Die harten Verhandlungen um weitere Milliarden-Hilfen für Griechenland beherrschen heute einmal mehr das Handelsgeschehen. Nun sollen die internationalen Kreditgeber der Regierung von Lukas Papademos ein Ultimatum gestellt haben. Demnach müssen die Koalitionsparteien bis zum heutigen Mittag mitteilen, ob sie die Sparauflagen im Gegenzug für weitere Finanzhilfen akzeptieren. Dies brachte eine leichte Verunsicherung an die Aktienmärkte. Der DAX gab von seinem am Freitag erst erreichten Jahreshoch wieder etwas nach und lag am Vormittag bei 6.721 Punkten mit 0,7 Prozent im Minus.
Unter den kurzfristig orientierten Marktteilnehmern bildete
sich bisher kein klarer Trend in Bezug auf den DAX heraus. Der Euwax Sentiment Index
pendelte in dieser Phase im Bereich der Nulllinie.
Stärkster Gewinner im DAX ist heute die RWE-Aktie. Nachdem der künftige RWE-Chef Peter Terium zusätzliche Sparmaßnahmen in Aussicht stellte, äußerten sich zahlreiche Analysten positiv zum Papier des Versorgers. So hoben die Experten von HSBC das Kursziel von 28 auf 32 Euro an. Außerdem stuften die die Aktie von untergewichten auf neutral nach oben. Die Aktie kletterte heute um 2,0 Prozent auf 32,20 Euro. An der Euwax kam es zu einigen Gewinnmitnahmen bei Calls.
Schlusslicht im MDAX war heute die Aktie von Sky. Nachdem der Kurs in der vergangenen Woche wegen überraschend guter Zahlen und positiver Analystenkommentare um rund vierzig Prozent zugelegt hatte, brach er am heutigen Vormittag zeitweise um mehr als zehn Prozent ein. Im Tief lag die Aktie bei 2,20 Euro. Später notierte sie allerdings bei 2,42 Euro nur noch mit 1,9 Prozent im Minus. Die Anleger befürchten ein Bietergefecht zwischen Sky und der Deutschen Telekom um die Rechte für die Bundesliga-Live-Übertragung im Bezahl-Fernsehen. Händlern zufolge könnte dies für Sky sehr teuer werden.
Nach der Kaufempfehlung eines Börsenbriefes sind heute auch
Knock-out-Calls auf E.on gesucht. Außerdem gehören
Knock-out-Calls auf K+S weiter zu den Favouriten der
Privatanleger. Darüber hinaus wurden Call-Optionsscheine auf
die Jungheinrich-Vorzugsaktie von einem Börsenbrief zum Kauf
empfohlen. Und auch dieser Empfehlung können Anleger
offenbar einiges abgewinnen.
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Cornelia Frey, Börse Stuttgart AG |
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