Auf das starke Russland setzen



14:07 09.02.12

Ein Bonus-Zertifikat mit Cap und zweijähriger Laufzeit glänzt mit
attraktiver Renditechance

Noch nicht einmal 14 Jahre ist es her, dass Russland in einer tiefen Krise
steckte. Das Riesenreich konnte damals einen Teil seiner Schulden nicht mehr
bezahlen und stand unmittelbar vor der Staatspleite. Rettung brachte
ausgerechnet Wladimir Putin, der im Jahr 2000 zum Präsidenten gewählt wurde
und für politische Stabilität sorgte. Zu Hilfe eilten ihm die haussierenden
Öl- und Gas-Preise, die dem 140-Millionen-Einwohner-Staat milliardenschwere
Deviseneinnahmen verschafften.

Eine Demokratie nach westlichem Vorbild findet man in Russland freilich noch
nicht. Aber es gibt Fortschritte. Dies zeigt auch das Ergebnis der
Parlamentswahlen. Denn Putins „Einiges Russland“ brachte es nur noch auf
49,7 Prozent der Stimmen. Vorher konnte die Partei noch mit einer
komfortablen Zwei-Drittel-Mehrheit regieren.

Die Wirtschaft des Riesen-Reichs zeigt sich aber wieder in starker
Verfassung. Im Jahr 2011 dürfte das BIP um rund 3,4 Prozent gewachsen sein
und auch für das laufende Jahr erwarten die Analysten im Durchschnitt ein
Wirtschaftswachstum von rund drei Prozent.

Russland leidet jedoch immer noch unter einer geringen wirtschaftlichen
Diversifikation. Dazu tragen die Rechtsunsicherheit und die hohe Zahl an
Korruptions-Vorwürfen bei. Sie verhindern größere Auslandsinvestitionen. So


macht der Energiesektor noch immer rund ein Viertel aller Exporte aus. Daher
verwundert es nicht, dass die großen russischen Energiekonzerne in den
Indices, die es für den russischen Aktienmarkt gibt, die Richtung vorgeben.

Ein Beispiel ist der RTS-Index, bei dem Lukoil und Gazprom rund 40 Prozent
auf sich vereinen. Insgesamt sind 50 Titel im Barometer der Moskauer
Handelsplattform „Russland Trading System“. Aufgrund der hohen Titelanzahl
eignet sich dieser Index für Langfristinvestments in Form eines Open
End-Zertifikats. Dieses ist bei der RBS (ISIN NL0000804243) im Angebot.
Anleger müssen dabei auf Dividendenanrechnungen verzichten, dafür wird keine
Managementgebühr in Abzug gebracht.

Da Russland aufgrund der Energie-Lastigkeit stark von der Weltwirtschaft
abhängt, sind im aktuellen Umfeld kurzfristigere Investments über
Bonus-Zertifikate die bessere Wahl. Dazu steht lediglich der von der Wiener
Börse berechnete RDX zur Verfügung. Er basiert auf in London gehandelten
ADRs und GDRs und wird in Euro berechnet. Freilich tragen Anleger trotzdem
indirekt das entsprechende Währungsrisiko zum Rubel.

Für Neuengagements bietet sich jetzt ein Bonus Cap der Société Générale
(ISIN DE000SG2VP32) an. Das erst kürzlich aufgelegte Papier wird im Februar
2014 zurückbezahlt. Sofern der RDX die Schwelle bei 1.050 Zählern (Abstand:
30,5 Prozent) nicht verletzt, wird das Zertifikat zu 18,28 Euro getilgt.
Daraus ergibt sich eine attraktive Bonus-Rendite von 21,5 Prozent oder 10,3
Prozent p.a.

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