So das war es erst einmal mit der Rallye an den Börsen. George Karatzaferis, der Chef der Laos-Partei, einer der drei Unterstützer des Interims-Präsidenten Lucas Papademos, will das von der Troika geforderte Sparprogramm nicht unterstützen. Das erklärte er am Freitag. Damit ist eine Pleite Griechenlands wieder näher gerückt. Der Geduldsfaden der europäischen Regierungschefs und der Geldgeber insgesamt wird bald reißen, er ist ohnehin mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen. Jetzt werden wieder alle Optionen durchgespielt.
EUR/USD: Unterstützung bei 1,3050
USD beachten!
An den
Märkten heißt das nach der euphorischen Phase der letzten
Wochen: Es ist wieder
mehr Vorsicht angebracht. Kurzfristig orientierte Anleger nehmen
Gewinne mit,
so sie denn welche gemacht haben. Und der eine oder andere, der
schon immer an
eine Eskalation der Eurokrise geglaubt hat, nutzt die besseren
Kurse zum
Verkaufen. Auch am Devisenmarkt wurden die alten Reflexe
geweckt. Der Euro gab
nach, vor allem gegenüber dem US-Dollar. Der massive
charttechnische Widerstand
bei 1,3300 USD erwies sich damit als zu stark. Solange sich der
Wechselkurs
aber über der Unterstützung bei 1,3050 USD halten kann, bleibt
die Tendenz noch
aufwärts gerichtet. Der US-Dollar erfreut sich zudem zum
Wochenschluss als
Safe-Haven-Währung wieder gestiegener Beliebtheit.
Lira, Rand und Forint bleiben
attraktiv
Bei
Emerging-Markets-Währungen wie der Türkischen Lira, dem
Südafrikanischen Rand
und dem Ungarischen Forint, um nur einige der wichtigsten zu
nennen, gab es
Verkäufe. Auch hier wurden, wie an der Börse, nach der kräftigen
Aufwertung der
letzten Wochen Gewinne mitgenommen. Trotzdem ist der erneute
Anstieg der
Risikoaversion meiner Ansicht nur ein Intermezzo. Der
Kursanstieg an den Börsen
und auch die Aufwertung der riskanten „Hochzinswährungen“ waren
einfach zu
steil, um noch lange so weiterzugehen. Es gibt nun eine
Konsolidierung,
möglicherweise auch eine schärfere Korrektur – das hängt von den
weiteren Ereignissen
in Griechenland ab. Mittelfristig werden die Anleger aber ihre
Suche nach
Rendite und Risiko fortsetzen und das wird auch wieder zu
Aufwertungsdruck auf
die genannten Emerging-Markets-Währungen führen.
Charttechnischer Ausblick
Charttechnisch
sieht die Lage wie folgt aus: Die Lira ist fundamental besonders
interessant.
EUR/TRY kann bis auf 2,35 oder sogar 2,40 TRY steigen, dann
dürfte aber erneut
Abwärtsdruck aufkommen. Auch der Wechselkurs des Euros zum Rand
wird nach einem
Anstieg bis in den Bereich von 10,50 ZAR den Abwärtstrend wieder
aufnehmen. Der
Forint ist von den dreien der unsicherste Kantonist, weil die
Nähe zum Euro
besonders groß ist. EUR/HUF kann bis zur Marke von 300,00 HUF
steigen, dort ist
ein starker Widerstand. Auch EUR/HUF dürfte von diesem Niveau
aus wieder
fallen.
Ihre
Devisen-Trader
Redaktion
http://www.devisen-trader.de
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Herr Dr. Rettinger, Devisen-Trader |
Der Devisen-Trader ist der einzige reine Devisen-Börsenbrief, der zudem noch ein Musterdepot führt, welches ausschließlich mit Devisen geführt wird. Empfohlen werden sowohl Hebelzertifikate und (Turbo-) Optionsscheine auf Devisen, wie auch Direktinvestments. Gemanagt wird das Musterdepot von Dr. Detlef Rettinger. Der diplomierte Volkswirt verfügt über langjährige Erfahrung und ausgezeichnete Referenzen im Bereich Devisen und Derivate. Mehr Informationen unter www.devisen-trader.de.
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