Aktueller Wochenrückblick



09:55 12.02.12

Nach starken Kursgewinnen in der Vorwoche hat der DAX in der vergangenen Handelswoche etwas an Wert verloren. Der Wochenverlust beträgt 1,1 Prozent. Damit verbucht der Deutsche Aktienindex einen Kursverlust von 74 Punkten auf einen Wochenschlußkurs von 6.692,96 Punkte. Damit ist der DAX wieder unter die 6.700er Marke gerutscht, nachdem er im Wochenverlauf bei 6.838 Punkten einen neuen Jahreshochststand markierte.

Bestimmendes Thema auf dem Börsenparkett war die Euroschuldenkrise und die Rettung Griechenlands. Zunächst ist der Markt neutral in die Börsenwoche gestartet. Leichte Gewinne und Verlust hielten sich die Waage. Am Donenrstag ging es vor allem im Handelsverlauf deutlich nach oben, nachdem bekannt wurde, dass es in Griechenland zu einer Einigung kommen sollte. Doch bereits am Freitag ließen Zweifel die Kurse wieder deutlich einbrechen.

Neben der Belastung aus der Euro- und Griechenlandkrise sorgten gute Konjunkturdaten für positive Stimmung. Im Dezember legte der Auftragseingang der deutschen Industrie dank hoher Auslandsnachfrage nach Investitionsgütern kräftiger als erwartet zu. Die Auftragseingänge stiegen gegenüber dem Vormonat um 1,7 Prozent. Volkswirte hatten lediglich einen Zuwachs von nur 1,0 Prozent prognostiziert. Positiv aufgenommen wurden auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Sie gingen überraschend um 15.000 zurück. Erwartet worden war dagegen ein Anstieg um 3.000.



Unter den DAX-Aktien legten die Papiere der Commerzbank deutlich zu. Im Wochenverlauf war der Zuwachs aufgrund der erwarteten Einigung Griechenlands noch höher. Zum Wochenschluß bleibt jedoch ein Wochengewinn von 7,3 Prozent auf 2,06 Euro. Für Kursbewegung sorgten auch positive Analystenkommentare von Goldman Sachs. Die Analysten haben das Kursziel für das Bankinstitut von 1,70 Euro auf 2,20 Euro angehoben. Nach der gescheiterten Fusion mit der NYSE legte die Deutsche Börse deutlich zu. In der vergangenen Handelswoche beträgt der Gewinn 3,6 Prozent auf 48,84 Euro. Hervorragende Geschäftszahlen präsentierte der Automobilhersteller Daimler. Das Unternehmen plant demnach die Dividende zu erhöhen. Dem Kurs half dies auf die Sprünge. Daimler-Papiere legten 2 Prozent auf 46,36 Euro zu.

Den höchsten Wochenverlust von 5,3 Prozent gab es bei der Deutschen Lufthansa. Die Tochter Austrian Airlines schreibt weiter Verlust. Eine Geldspritze aus Deutschland wird immer wahrscheinlicher. Dies belastet den Aktienkurs der Konzernmutter. Die Lufthansa-Aktie verlor 60 Cent auf 10,72 Euro. Aktien von Metro verloren 4,9 Prozent, nachdem BNP Paribas die Aktie herabstufte. Die Kaufzurückhaltung in Europa dürfte dem Unternehmen zu schaffen machen. Der aktuelle Kurs notiert bei 29,25 Euro. Papiere des Energieversorgers E.on verloren 4,3 Prozent auf 16,38 Euro.

Auch in der kommenden Woche wird das Griechenland-Thema die Aktienmärkte fest in ihren Bann ziehen und das Marktgeschehen beeinflussen. Solange hier Unsicherheiten existieren, kommt es immer wieder zu unvorhersehbaren Kursentwicklungen. Falls größeres Störfeuer von dieser Seite ausbleibt, dürfte sich der Aktienmarkt positiv entwickeln.

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Über den Autor
 
Autor: Jürgen Schwenk Jürgen Schwenk,
Herausgeber Bullenbrief

Während seines Studiums mit dem Schwerpunkt Bank lernte Jürgen Schwenk verschiedene Abteilungen einer Großbank kennen. Nachdem es ihm gerade der Umgang im Privatkundengeschäft mit der Wertpapierberatung angetan hatte, wurde der Grundstein für sein umfangreiches Börsenwissen gelegt. Im Studium vertieft er die Fachrichtung rund um die Wertpapiere und schrieb schließlich in diesem Fach im Jahr 2000 seine Diplomarbeit über "Elektronische Handelsplattformen als Konkurrenz zu traditionellen Börsen". Heute ist dies mit dem außerbörslichen Handel bereits Realität geworden. Nachdem Jürgen Schwenk bei der ehemaligen Hypo Bank und der fusionierten HypoVereinsbank genügend Praxis gesammelt hatte, wechselte er beruflich direkt an den Puls der Börse und lies sich in Frankfurt am Main nieder. Dort analysierte er neben den Börsenentwicklungen für die Bullenbrief-Ausgaben die Entwicklungen und Risiken von Deka-Fonds. Inzwischen blickt der Autor auf professionelle Börsenerfahrung seit 1997 zurück, die geschickt und unterschwellig in die wöchentlichen Börsenbrief-Ausgaben einfließen.

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