Börsenwoche DAX: Entscheidung fällt bei 7000 Zählern



10:02 12.02.12

nachdem der DAX im Oktober bereits mit dem viertbesten Monat der DAX-Geschichte aufwartete, konnte auch der Januar mehr als überzeugen. Unter dem Strich sattelte das Leitbarometer 560 Punkte auf, was absolut betrachtet dem sechsten Platz im Monats-Ranking entspricht. Nach 7 ½ Wochen im Erholungsmodus und einem Plus von rund 16% wurde dabei sogar schon die durchschnittliche Performance überboten, die der DAX eigentlich innerhalb eines Jahres vorweisen kann.

Doch es kommt noch besser: Mit dem GD20, dem GD100 und dem GD200 wurden alle relevanten Trendfilter zurückerobert, womit die Börsenampeln wieder vollends auf „grün“ geschaltet haben. Im gleichen Zeitraum ist das Angstbarometer, der VDAX, um 20,53% gefallen und die zuvor so gewaltigen Tagesschwankungen, die zeitweise mehr als 190 Punkte betragen haben, sind auf Monatsbasis mit knapp 100 Punkten auf ein gesundes Maß zurückgekehrt. Kurzum, an allen Ecken und Enden ist nun eine deutliche Entspannung zu verzeichnen.

Die Börsen kehren damit nicht nur auf das Ausgangsniveau der Krise zurück, sondern auch ein Stück weit zurück zur Normalität. Die neuen Aufwärtstrends sind aus technischer Sicht dabei als solide und intakt einzustufen. D.h. neue signifikante Verkaufssignale würden jetzt erst unterhalb von 6.300 Punkten, also rund 500 Zähler tiefer, drohen. Neue Kaufsignale
könnten jedoch innerhalb von nur 200 Punkten unmittelbar in Schlagdistanz rücken, denn dann wird für den DAX bereits die 7.000-Punkte-Marke greifbar.

Dax Tageschart

1


Die langfristige Entscheidung fällt bei 7.000 Zählern

Diese Zone hat einen besonders hohen Stellenwert. Gelingt dort der Break und können sich die Kurse dort in Form einer Konsolidierung etablieren, darf sogar schon von der magischen Marke von 10.000 Punkten geträumt werden. Ganz so schnell geht es natürlich nicht, aber dennoch wäre eine Rückkehr auf das Ausgangsniveau der EU-Krise ein weiteres klares Entspannungsindiz.



Im ersten Anlauf ist allerdings nicht mit einem direkten Durchmarsch zu rechnen, zumal auf diesem Niveau aufgrund der Volumenverteilung vermehrt Verkaufstransaktionen auf dem Programm stehen dürften. Versetzen Sie sich doch nur in die Lage eines Anlegers, der im vergangenen Jahr auf diesem Niveau aktiv geworden ist. Seine Positionen waren  zwischenzeitlich mit 30% im Minus. Nun kehren die Kurse auf das Ausgangsniveau zurück. Was würden Sie tun?

Fazit: Wir sehen einen starken Markt, mit intakten Trends, in einem mittel bis schwer überkauften Terrain – jedenfalls in der kurzfristigen Perspektive. So gerne wie wir Ihnen an dieser Stelle neue Kaufempfehlungen aussprechen würden, müssen wir dennoch vorerst davon Abstand nehmen. Denn wir rechnen fest damit, dass der Aktienmarkt in den kommenden Sitzungen etwas zurückkommt, um dann richtig lukrative Einstiegsgelegenheiten zu eröffnen. Etwas Geduld ist daher jetzt Trumpf.


Gute Trades wünscht
Ihr  Stefan Hofmann

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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.

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Über den Autor
 
Autor: Stefan Hofmann Stefan Hofmann,
Chefredakteur STOCK-WORLD WEEKLY

Stefan Hofmann beschäftigt sich bereits seit 1998 mit der Börse und handelt seit dieser Zeit auch aktiv an den verschiedenen Märkten. Während seiner beruflichen Tätigkeit bei einem großen Online-Broker sowie im Vertrieb / Marketing bei einem Börsenverlag eignete er sich profundes Wissen über die Aktien-, Rohstoff- und Devisenmärkte an. Als technischer Analyst bewegt er sich an der Börse in einem breiten Feld von Aktien und ihren Indizes bis hin zu Gold, Silber, Öl und dem Euro. Gehandelt werden bevorzugt Zertifikate und Hebelzertifikate sowie CFDs. Um das Risiko für das Depot niedrig zu halten, werden strikt feste Money- und Risikoparameter verwendet. Zielsetzung ist neben dem Kapitalerhalt ein langfristiger Kapitalaufbau.

Als Chefredakteur des Börsenbriefs Aktien-Trader.net sowie des STOCK-WORLD WEEKLY stellt Stefan Hofmann konkrete Positions- und Swingtrading-Möglichkeiten vor und erläutert in der Rubrik Trading Know How einfach verständliches Fachwissen rund um das Thema Börse und Trading. Mehr unter www.Aktien-Trader.net.

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