Der große Wurf gelang den Bullen nicht. Trotz der Ergebnisse aus
Athen kam es zu keinem starken Anstieg, die Aktienmärkte blieben
überraschend schwankungsarm. Dennoch konnte nach dem Verlusttag vom
Freitag wieder die Erfolgsspur betreten werden. Die Börsianer
bleiben auffällig gelassen, auch wenn die Stimmen immer lauter
werden, dass wohl auch Portugal ein weiteres Mal einen kräftigen
Schluck aus der Hilfsgelder-Pulle benötigt. Auch Ratingagenturen
melden sich wieder zu Wort. Moody´s beäugt Deutschland, Österreich
und Großbritannien ganz genau, deren Tripple A-Rating ist gefährdet.
Die Ratings für Italien und Spanien wurden gesenkt. Dem Euro setzte
dies dann doch zu. Er entfernt sich deutlich vom gestrigen
Tageshoch.
Unglaubliche viele Events am Vormittag, könnten diesen sehr
abwechslungsreich gestalten (ZEW-Daten, Anleihenauktionen,
BIP-Daten).
EUR/USD: Ratingagentur-Aktivitäten belasten Euro
Seit dem morgendlichen Hoch kennt die europäische
Gemeinschaftswährung nur noch den Weg gen Süden. War es zuerst das
verloren gegangene Vertrauen in Griechenland – ob diese jetzt auch
die vorgestellten Maßnahmen wirklich umsetzen -, dann setzen die
Aktivitäten der Ratingagentur Moody´s dem Euro zu. Eben wurde sogar
die Unterstützung um 1,3140 unterschritten. Erst mit einem Bruch der
abwärts gerichteten Trendlinie (rot) sowie einer Rückkehr über die
Kurshürde bei 1,3165, sieht es für die Gemeinschaftswährung wieder
etwas rosiger aus und zumindest die 1,32er-Marke sollte dann wieder
angesteuert werden können.
Auf der Unterseite sollte ein Fall unter die 1,31er-Marke verhindert
werden. Vor dem Erreichen der magischen 1,30er-Marke stellen sich
den Bären dann noch die Unterstützungen bei 1,3065, 1,3040 und
1,3025 in den Weg.
Widerstände: 1,3140, 1,3165, 1,32
Unterstützungen: 1,31, 1,3065, 1,3040, 1,3025
EUR/USD – 30-Minuten-Chart – CFX Trader
EUR/USD: Abwärtstrendlinie sollte bald wieder durchbrochen werden.
Wirtschaftsdaten
(darauf sollten Sie heute achten)
10:30 UK: Verbraucherpreise Januar
Prognose: -0,7% gg Vm/+3,5% gg Vj; zuvor: +0,4% gg Vm/+4,2% gg Vj
10:30 ES: Auktion 12- und 18-monatiger Schwatzwechsel im Volumen von
4,5 - 5,5 Mrd EUR
11:00 DE: ZEW, Index Konjunkturerwartungen Februar
Prognose: -11,6 Punkte; zuvor: -21,6 Punkte
11:00 DE: ZEW, Konjunkturlage
Prognose: +30,0 Punkte; zuvor: +28,4 Punkte
11:00 EWU: Industrieproduktion Dezember Eurozone
Prognose: -1,2% gg Vm/-1,0% gg Vj; zuvor: -0,1% gg Vm/-0,3% gg Vj
11:00 PT: BIP 4Q (1. Veröffentlichung)
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Till Kleinlein, Chefredakteur, CFX Trader Kolumne |
Till Kleinlein zeigt, wie auch in schweren Börsen-Zeiten, kurzfristig orientierte Trader Gewinne machen können. Er gewährt im Devisen Monitor Einblick in seine Handelsvorbereitung, die neben einem Überblick über die Marktlage auch Trading-Ideen für den bevorstehenden Handelstag beinhalten. Zusätzlich berichtet er in einem separaten Dienst, dem Instinkt Trader, über seinen Trading-Alltag und kann so noch aktueller auf Marktgeschehnisse hinweisen und weitere Trading-Ideen vorstellen.
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