Aktie größter Verlierer im DAX – ZEW-Index besser als erwartet
ThyssenKrupp macht das Stahlgeschäft weiter zu schaffen. Sowohl eine schwächere Nachfrage als auch Schwierigkeiten in den neuen Werken in den USA sorgten im ersten Quartal des Geschäftsjahres für einen Verlust vor Steuern und Zinsen in Höhe von 357 Mio. EUR nach einem Gewinn von 273 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die Aktie verliert 3,2 Prozent.
Der DAX pendelt dagegen um den gestrigen Schlussstand und liegt kurz nach 11.00 Uhr 0,2 Prozent im Plus bei 6744 Punkten. Geholfen hat der ZEW-Index, der mit einem Wert von 5,4 Punkten besser ausgefallen ist als erwartet. Er liegt somit zum ersten Mal seit Mai 2011 wieder im positiven Bereich.
Kaum Beachtung findet die Tatsache, dass die Ratingagentur Moody´s sechs europäische Staaten, darunter Spanien, Italien und Portugal, heruntergestuft hat. Zudem wurde der Ausblick für Frankreich und Großbritannien gesenkt, beide Staaten behalten aber vorerst die Bestnote AAA. Im wesentlichen vollzieht Moody´s damit jene Veränderungen nach, die die Konkurrenten S&P und Fitch bereits vor einigen Wochen vorgenommen haben.
Die Deutsche Börse zeigt sich nach der geplatzten Fusion mit der NYSE Euronext spendabel und möchte die Aktionäre durch eine Sonderausschüttung bei Laune halten. Neben der regulären Dividende von 2,30 Euro plant das Unternehmen eine Sonderdividende von einem Euro. Damit ergibt sich für das laufende Jahr eine stolze Dividendenrendite von fast sieben Prozent. Dies überdeckt, dass die operativen Ergebnisse der Deutschen Börse im vierten Quartal hinter den Erwartungen zurück blieben. Mit 228 Mio. EUR blieb der Gewinn fast 15 Prozent unter den Erwartungen. Die Aktie steigt trotzdem um 3,4 Prozent.
Bei einem ThyssenKrupp Call werden die Anleger heute morgen
auf dem falschen Fuß erwischt. Durch die schwachen Zahlen des
Unternehmens werden sie aus dem Papier ausgestoppt. Besser
läuft es dagegen bei Apple. Dort setzten die Anleger bereits
seit einigen Tagen auf steigende Kurse. Gestern nun hat die
Apple-Aktie zum ersten Mal die Marke von 500 US-Dollar
durchbrochen. Der Kursaufschwung hat sich zuletzt sogar noch
beschleunigt.
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Cornelia Frey, Börse Stuttgart AG |
Cornelia Frey und Holger Scholze informieren abwechselnd um das Geschehen im Derivatebereich der Stuttgarter Börse. Neben Fernsehinterviews beim Nachrichtensender n-tv, berichten sie in Radiointerviews und den Marktberichten EUWAX Trends über das Geschehen bei Optionsscheinen & Co.
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