US-Einzelhandel wächst schwächer als gedacht – ThyssenKrupp kämpft mit Stahlgeschäft
Schwächer als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA haben die Aktienmärkte am Nachmittag in die Knie gezwungen. Der Einzelhandelsumsatz legte im Januar nur um 0,4 Prozent zu, die Erwartungen lagen bei einem Plus von 0,7 Prozent. Der DAX gab darauf hin seine Gewinne, die ihn in der Spitze bis 6788 Punkte geführt hatten, wieder vollständig ab. Er notierte gegen 15.40 Uhr bei 6720 Punkten, ein Minus von 0,2 Prozent. Auch ein besser als erwartet ausgefallener ZEW-Index half nur kurzzeitig. Das Konjunkturbarometer war zum ersten Mal seit Mai 2011 wieder in den positiven Bereich gestiegen. Der Dow Jones Index begann den Handelstag mit einem Abschlag von 0,2 Prozent.
Kaum Beachtung findet die Tatsache, dass die Ratingagentur Moody´s sechs europäische Staaten, darunter Spanien, Italien und Portugal, heruntergestuft hat. Zudem wurde der Ausblick für Frankreich und Großbritannien gesenkt, beide Staaten behalten aber vorerst die Bestnote AAA. Im wesentlichen vollzieht Moody´s damit jene Veränderungen nach, die die Konkurrenten S&P und Fitch bereits vor einigen Wochen vorgenommen haben.
Größter Verlierer im DAX war auch am Nachmittag ThyssenKrupp. Dem Unternehmen macht das Stahlgeschäft weiter zu schaffen. Sowohl eine schwächere Nachfrage als auch Schwierigkeiten in den neuen Werken in Amerika sorgten im ersten Quartal des Geschäftsjahres für einen Verlust vor Steuern und Zinsen in Höhe von 357 Mio. EUR nach einem Gewinn von 273 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die Aktie verliert 3,7 Prozent.
Größter Gewinner unter den Standardwerten ist die Deutsche Börse. Die Frankfurter hatten zwar im 4. Quartal die Erwartungen der Experten verfehlt, konnten die Anleger jedoch mit der Ankündigung einer Sonderdividende besänftigen.
Der Euwax Sentiment Index zeigte sich heute wechselhaft. Nach
anfänglicher Skepsis stieg der Index am Nachmittag in den
positiven Bereich. Bei den Knock-Out-Produkten gab es hohe
Umsätze bei einem EUR/USD-Put.
Anleger folgten hier einer Kaufempfehlung und setzen auf einen
schwächeren Euro. Bei den klassischen Optionsscheinen wurden
Calls auf die Aktie der Allianz gekauft.
Wenn auch Sie
demnächst rechtzeitig über neue Trading-Chancen informiert
werden möchten, dann können Sie hier den Börsenbrief
Aktien-Trader.net auf Herz und Nieren testen.
|
Cornelia Frey, Börse Stuttgart AG |
Cornelia Frey und Holger Scholze informieren abwechselnd um das Geschehen im Derivatebereich der Stuttgarter Börse. Neben Fernsehinterviews beim Nachrichtensender n-tv, berichten sie in Radiointerviews und den Marktberichten EUWAX Trends über das Geschehen bei Optionsscheinen & Co.
Die Beiträge stellen keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten da. Unter dem Link https://www.boerse-stuttgart.de/rd/de/register können Sie Ihre E-Mail Adresse für den Versand der Marktberichte registrieren lassen. Die Berichte werden dann automatisch per E-Mail an Sie versandt.
Alle Artikel dieses Autors anzeigen |
|
Devin Sage TXA ... Devin Sage, Technische-X-Analyse.de (26.05.12) |
|
|
Erfolgreicher Börsengang !!! Bernd Niquet, Autor (26.05.12) |
|
|
DAX & Facebook ... Frank Sterzbach, Finanzen & Börse (26.05.12) |
|
|
Dow Jones alles auf ... Jochen Steffens, Stockstreet GmbH (26.05.12) |
|
|
GOLD: Baldiges Ende ... Günther Artner, CFA - Erste Group B. (26.05.12) |
|
|
Hüfners ... Redaktion boerse-frank., Deutsche Börse AG (26.05.12) |
|
|
Ungarn-Anleihe: Mögliche ... Sven Krupp, (26.05.12) |
|
|
DAX: Weiterer ... S. Böhm, DaxVestor (26.05.12) |
|
|
US-Dollar: Vorläufiges ... Herr Dr. Rettinger, Devisen-Trader (26.05.12) |
|
|
Nullzins-Anleihe ... Sabine Traub, Börse Stuttgart AG (26.05.12) |
|
|
Bellhaven Copper & ... Stefan Bender, silbernews (25.05.12) |
|
|
Euro-BTP-Futures: Forza ... Dirk Friczewsky, Tradingstrategien (25.05.12) |
|