Aktueller Wochenrückblick



08:00 11.03.12

Auf Wochensicht hat es trotz positiver Meldungen keine Gewinne gegeben. Der Deutsche Aktienindex verlor 0,6 Prozent und notiert damit bei aktuell 6.880 Punkten. Das ist ein Verlust von 41 Punkten gegenüber dem Schlußkurs der Vorwoche.

Zu Wochenbeginn ist der DAX negativ in die Handelswoche gestartet. In China macht man sich Sorgen über die Konjunkturentwicklung. Es wird nur noch ein Wachstum von rund 7,5 Prozent erwartet, nachdem das Wachstum bereits im Vorjahr auf 9 Prozent zurückging. Schwache Daten der Einkaufsmanager in Europa überraschten mit Ausnahme für Deutschland negativ. Und dann haben Befürchtungen, dass Griechenland der Schuldenschnitt nicht gelingen könnte, die Aktienkurse deutlich einbrechen lassen. Der DAX fiel um 3,4 Prozent oder 233 auf 6.633 Punkte. Das war der höchste Tagesverlust im laufenden Jahr. Als am Donnerstag erste Entwarnungen die Runde machten, setzte der DAX zu einem Kurssprung an. Ein Großteil der Verluste vom Vortag war damit wieder kompensiert.

Den höchsten Kursgewinn von 5,8 Prozent erzielten dabei die Papiere von Linde. Die Aktie notierte nach der Bekanntgabe hervorragender Geschäftszahlen auf einem Allzeithoch von 133,05 Euro. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden sowohl die Gewinn- als auch Umsatzprognosen übertroffen. Bei Henkel läuft es dagegen nicht ganz so gut. Die Quartalszahlen enttäuschten und der Ausblick für das laufende Jahr liegt lediglich im Rahmen der Erwartungen. Der Kurs der Aktie legte mit einem Wochengewinn von 3,7 Prozent auf 51,35 Euro dennoch deutlich zu. Mit 3,1 Prozent ging es mit den Papieren des LKW-Herstellers MAN ebenfalls deutlich nach oben. Zum Wochenschluß gingen die Papiere mit einem Kurs von 89,99 Euro aus dem Handel.



Weniger erfolgreich verlief dagegen der Kursverlauf für die Aktie der Lufthansa. Der Kurs verlor 6,1 Prozent auf 9,86 Euro. Die Fluggesellschaft überraschte mit einem Verlust, der auf das Konto der britischen Beteiligung bmi ging. Die Ankündigung über die Zahlung einer Dividende konnte den Kurs nicht positiv beeinflussen. Weiter zu schaffen macht der Airline der weiter steigende Kerosinpreis. Damit steigen die Kosten auf der Ausgabenseite weiter an. Obwohl der Schuldenschnitt gelungen ist, verloren die Papiere der Commerzbank mit 5,6 Prozent überraschend stark. Der Aktienkurs ging auf 1,85 Euro zurück. Auch Papiere des Stahlherstellers ThyssenKrupp konnten nicht überzeugen. Der Wochenverlust beträgt 5,1 Prozent auf 19,35 Euro.

Für die kommende Woche wird eine Fortsetzung des volatilen Handels erwartet. Die Griechenlandkrise ist damit noch nicht ausgestanden. Es wurde lediglich ein Meilenstein erreicht. Sollten hier negative Nachrichten die Märkte überraschen, hätte dies unmittelbar negative Folgen auf die Kursentwicklung beim DAX. Auch im Atomkonflikt mit dem Iran liegt negatives Potential, das zu einem Kurseinbruch an den Aktienmärkten führen kann. Beim Ausbleiben solcher belastenden Faktoren ist in den kommenden Handelswochen eine insgesamt positive Tendenz zu erwarten.

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Über den Autor
 
Autor: Jürgen Schwenk Jürgen Schwenk,
Herausgeber Bullenbrief

Während seines Studiums mit dem Schwerpunkt Bank lernte Jürgen Schwenk verschiedene Abteilungen einer Großbank kennen. Nachdem es ihm gerade der Umgang im Privatkundengeschäft mit der Wertpapierberatung angetan hatte, wurde der Grundstein für sein umfangreiches Börsenwissen gelegt. Im Studium vertieft er die Fachrichtung rund um die Wertpapiere und schrieb schließlich in diesem Fach im Jahr 2000 seine Diplomarbeit über "Elektronische Handelsplattformen als Konkurrenz zu traditionellen Börsen". Heute ist dies mit dem außerbörslichen Handel bereits Realität geworden. Nachdem Jürgen Schwenk bei der ehemaligen Hypo Bank und der fusionierten HypoVereinsbank genügend Praxis gesammelt hatte, wechselte er beruflich direkt an den Puls der Börse und lies sich in Frankfurt am Main nieder. Dort analysierte er neben den Börsenentwicklungen für die Bullenbrief-Ausgaben-Ausgaben die Entwicklungen und Risiken von Deka-Fonds. Inzwischen blickt der Autor auf professionelle Börsenerfahrung seit 1997 zurück, die geschickt und unterschwellig in die wöchentlichen Börsenbrief-Ausgaben einfließen. Der kostenlose Börsenbrief “Bullenbrief” kann unter www.bullenbrief.de abonniert werden.

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