Auch auf die US-Börsen ist die Eurokrise mittlerweile
übergeschwappt. So manche Aktie kann sich dem Trend aber
entziehen, etwa klettert Walt Disney auf ein Rekordhoch.
Griechenland ist überall. „Die Angst ist wieder da“, erklärt Walter
Vorhauser von Close Brothers Seydler. „Der Wahlausgang in
Griechenland belastet die Märkte, nicht nur in Europa, sondern auch
in den USA.“ Nachdem der Dow Jones-Index Anfang Mai noch den
höchsten Stand seit Ende 2007 erreicht hatte, geht es auch dort
abwärts.
„Die Volatilität, gemessen am Chicago Board Options Exchange
Volatility Index Vix, ist auf den höchsten Stand seit zwei Monaten
geklettert“, bemerkt Vorhauser. „Die Hängepartie bei der
griechischen Regierungsbildung, aber auch die Situation in Spanien
mit der Verstaatlichung der viertgrößten Bank des Landes sorgen für
Nervosität“, ergänzt Roland Stadler von der Baader Bank.
Avangers lässt Kassen klingen
Doch es gibt auch positive Meldungen: Überraschend gute
Quartalszahlen von Walt Disney haben den Aktienkurs des
Unterhaltungsriesen auf ein Allzeithoch klettern lassen, wie
Vorhauser meldet. „Der Gewinn stieg um 21 Prozent, der Umsatz um 6
Prozent.“ Sowohl im Fernsehgeschäft als auch im Bereich
Vergnügungsparks wurde mehr verdient als erwartet.
Darüber hinaus zeigte sich Vorstandschef Robert Iger für die Zukunft
optimistisch. „Der Kinofilm „The Avangers“, der noch nicht
eingerechnet ist, hat sich zum absoluten Kassenschlager entwickelt
und wird für einen weiteren Umsatzschub sorgen.“ Die Aktie (WKN
855686) notiert heute bei knapp 35 Euro, vor Veröffentlichung der
Zahlen am Dienstag waren es 33 Euro, im September vergangenen Jahres
nur 21 Euro.
Holcim mit rückläufigem Gewinn
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