DAX-Analyse: Nein, nein und nochmals nein!



13:00 04.06.12

WGZ Cognitrend Report - das Marktgeschehen aus dem Blickwinkel der verhaltensorientierten Forschung

Nein, nein und nochmals nein!

Eines ist festzuhalten: Während der vergangenen beiden Wochen hat sich der DAX im Gegensatz zu anderen europäischen Indizes gut geschlagen und schaffte es, zumindest bis letzten Donnerstag in einer mittlerweile ausgebildeten Konsolidierungszone zu verbleiben. Es muss dann aber doch eine dieser typischen Mischungen aus Ökonomie und Politik gewesen sein, die zum Wochenende hin das Börsenbarometer deutlich unter Druck brachte. Und das weit vor Publizierung der schlechten US-Arbeitsmarktdaten. Zum einen kann man natürlich argumentieren, dass von der US-ökonomischen Seite ohnehin nicht viel Erbauliches kommt. Gerade in Anbetracht der jüngsten Entwicklungen der Einkaufsmanager-Indizes Chinas und der USA stehen die ökonomischen Signale global nicht auf Wachstum. Allerdings wird interessanterweise auch nicht allzu viel dafür getan. Vielleicht, weil gerade in den USA die Notenbank angesichts extrem niedriger Renditen von langfristigen Staatsanleihen mit ihrem Latein zu Ende zu sein scheint - jedenfalls was herkömmliche Anleihekaufprogramme angeht. Tatsächlich ist da nun die Politik gefordert.

In Europa gilt dies insbesondere für Deutschland, wo man den politischen Lenkern den Vorwurf machen muss, dass sie trotz der sich verschlimmernden Situation in Spanien nichts Wesentliches unternehmen. Ob nun Hilfsprogramme zur Diskussion stehen, Direkthilfen für Banken oder sogar Eurobonds - die Antwort aus Berlin lautet immer "Nein". Zumindest solange es um Transferleistungen geht. Lediglich bei Strukturreformen kommt ein zögerliches "Ja" zustande, wohl wissend, dass derartige Schritte nur sehr langfristig wirken. Bundeskanzlerin Angela Merkel könnte wohlwollend unterstellt werden, dass sie sich lediglich eine gewisse Zurückhaltung auferlegte, da in Irland gerade eine Volksabstimmung durchgeführt wurde und in Frankreich und Griechenland Wahlen anstehen. Die Börsianer würden ihr das auch sicherlich zugestehen, wenn nicht bereits Monate zuvor seitens der Politik immer wieder auf Zeit gespielt worden wäre. Mehr noch, den Akteuren ist vermutlich klar geworden, dass an den Sparprogrammen für die Eurozone nicht gerüttelt wird. Und der Vorstoß des unlängst zum französischen Staatspräsidenten gewählten François Hollande, etwas für das Wachstum zu tun, scheint ins Leere verlaufen zu sein.



Damit bleibt der DAX in einem ungünstigen Umfeld, wobei das Risiko an der Unterseite zunächst bis 5.930/35, darunter bis 5.635/40 reicht. Der Stabilitätspunkt ist nun mit 6.465/70 weit entfernt.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.

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Joachim Goldberg kommentiert regelmäßig das Marktgeschehen aus Sicht der Behavioral Finance, eine verhaltenswissenschaftliche Disziplin, die Psychologie und Ökonomie vereint. Jeden Montag gibt der WGZ Newsletter „Goldbergs Wochenausblick“ einen kurzen Ausblick auf die Themen der kommenden Handelswoche und wird sowohl den DAX® als auch den EURO STOXX 50® analysieren. An jedem 3. Donnerstag des Monats beleuchtet der WGZ Newsletter „Goldbergs Thema des Monats“ ein ausgewähltes Sonderthema. Die Publikationen werden unter wgz-zertifikate.de kostenlos bereitgestellt. Jetzt abonnieren!

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