DAX erholt sich am Nachmittag leicht – Volatilität auf Sechs-Monats-Hoch
Die jüngsten US-Konjunkturdaten zeigen, wie zerbrechlich die Konjunktur in den Vereinigten Staaten ist. Nachdem die Arbeitsmarktdaten am Freitag enttäuscht hatten, fielen die heute veröffentlichten Industrieaufträge ebenfalls schwach aus. Im April ergab sich ein Minus zum Vormonat von 0,6 Prozent. Analysten hatten mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet.
Die Reaktion an Wall Street fiel jedoch verhalten aus. Der Dow Jones liegt gut eine Stunde nach Handelsbeginn mit 0,1 Prozent im Minus. Der Nasdaq Index verzeichnet sogar ein Plus von 0,2 Prozent.
In Deutschland pendelt der DAX am Nachmittag um die Marke von 6000 Punkten, die er am Vormittag erstmals seit Januar nach unten durchbrochen hatte. Gegen 16.45 Uhr notiert der DAX bei 5992 Punkten, ein Minus von einem Prozent.
Größte Verlierer sind am Nachmittag Linde, Henkel Vz. und Metro, die jeweils gut drei Prozent abgeben. Unter den wenigen Gewinnnern finden sich Deutsche Bank und Deutsche Börse.
Wie sehr die Unsicherheit bezüglich konjunktureller Entwicklung und Eurozone an den Nerven der Anlegern zerrt, zeigt sich am Anstieg der Volatilität. Der VDAX, manchmal auch “Angst-DAX” genannt, stieg auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr.
Eine spürbare Erholung gab es beim Euro. Nachdem die Gemeinschaftswährung am Morgen noch unter die Marke von 1,24 US-Dollar gefallen war, stieg sie am Nachmittag zeitweise über 1,25 und notiert aktuell bei 1,2490.
Auch am Nachmittag bleibt es dabei, dass die Privatanleger an der Börse Stuttgart sich nicht wie sonst üblich antizyklisch zur jeweiligen Marktbewegung verhalten. Obwohl der DAX im Minus liegt, setzen die Euwax-Trader überwiegend auf DAX-Puts. Das Sentiment liegt daher im negativen Bereich.
Bei den Optionsscheinen kauften Anleger einen Put auf den TecDAX. Sie setzen damit auf Kursverluste bei den deutschen Technologiewerten.
Im Bereich der Knock-Out-Produkte ist ein Call auf den
Silberpreis stark gefragt. Anleger reagieren damit auf die
Kaufempfehlung eines Börsenbriefs. Sie kaufen ein Papier mit
Basispreis 20,31 US-Dollar. Ebenfalls gesucht ist ein Put auf
die Aktie der Deutschen Bank.
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Cornelia Frey, Börse Stuttgart AG |
Cornelia Frey und Holger Scholze informieren abwechselnd um das Geschehen im Derivatebereich der Stuttgarter Börse. Neben Fernsehinterviews beim Nachrichtensender n-tv, berichten sie in Radiointerviews und den Marktberichten EUWAX Trends über das Geschehen bei Optionsscheinen & Co.
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