Nachdem es am Freitag in der Vorwoche zu einem kleinen Ausverkauf
kam, setzte sich der negative Trend zunächst auch zu Beginn der
letzten Handelswoche fort. Der DAX kämpfte mit der 6.000er Marke und
rutschte nahezu ungebremst durch diese Widerstandslinie. Schwache
Konjunkturdaten aus den USA und China verstärkten diesen Trend. Am
Mittwoch kam es dann erstmals zu leichten Kursgewinnen, die von der
Hoffnung lebten, dass die Zentralbanken die Märkte positiv
unterstützten. Ungemach droht inzwischen jedoch auch aus Spanien.
Hier hat der Bankensektor einen immensen Kapitalbedarf, den das Land
selbst nicht decken kann. Ein Eingreifen des Euro-Rettungsschirms
wird daher von den Marktteilnehmern unmittelbar erwartet und ist in
den Aktienkursen bereits eingepreist. Am Freitag überraschte die
Deutsche Bundesbank mit einer Veröffentlichung, wonach sich die
Deutsche Wirtschaft stärker entwickelt als bislang angenommen. Am
Freitag kam es nach der starken Kursentwicklung vom Mittwoch und den
leichten Kursgewinnen vom Donnerstag dennoch zu leichten Verlusten.
Nach den starken Einbrüchen bei den Finanzwerten in der Vorwoche kam
es in der letzten Handelswoche zu einer leichten Kurserholung.
Aktien der Commerzbank stellen mit einem Wochengewinn von 6,1
Prozent den Wochengewinner. Die Aktien des Frankfurter
Kreditinstitutes notieren damit bei 1,39 Euro. Aktien von MAN
profitieren davon, dass Volkswagen den Anteil an dem Münchener
LKW-Hersteller weiter ausbaut. Selbst bei dem negativen
Handelsumfeld legte die Aktie deutlich gegen den Trend zu und
verteuerte sich im Wochenverlauf um 5,6 Prozent auf 83,53 Euro.
Aktien der Deutschen Börse und Deutschen Bank legten ebenfalls mehr
als 5 Prozent zu.
Gegen den Trend nach unten ging es mit den Aktien von ThyssenKrupp.
Dem Stahlhersteller wachsen die Schulden über den Kopf und ein
geplanter Verkauf des Werkes in Brasilien und den USA scheint sich
schwieriger zu gestalten als zunächst geplant. Die Aktie von
ThyssenKrupp gab 6,2 Prozent auf 12,04 Euro nach. Kursverluste von
weniger als 2 Prozent hatten Aktionäre von Linde, Volkswagen und
Metro zu verdauen.
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Jürgen Schwenk, Herausgeber Bullenbrief |
Während seines Studiums mit dem Schwerpunkt Bank lernte Jürgen Schwenk verschiedene Abteilungen einer Großbank kennen. Nachdem es ihm gerade der Umgang im Privatkundengeschäft mit der Wertpapierberatung angetan hatte, wurde der Grundstein für sein umfangreiches Börsenwissen gelegt. Im Studium vertieft er die Fachrichtung rund um die Wertpapiere und schrieb schließlich in diesem Fach im Jahr 2000 seine Diplomarbeit über "Elektronische Handelsplattformen als Konkurrenz zu traditionellen Börsen". Heute ist dies mit dem außerbörslichen Handel bereits Realität geworden. Nachdem Jürgen Schwenk bei der ehemaligen Hypo Bank und der fusionierten HypoVereinsbank genügend Praxis gesammelt hatte, wechselte er beruflich direkt an den Puls der Börse und lies sich in Frankfurt am Main nieder. Dort analysierte er neben den Börsenentwicklungen für die Bullenbrief-Ausgaben die Entwicklungen und Risiken von Deka-Fonds. Inzwischen blickt der Autor auf professionelle Börsenerfahrung seit 1997 zurück, die geschickt und unterschwellig in die wöchentlichen Börsenbrief-Ausgaben einfließen.
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