Aktueller Wochenrückblick



11:59 16.06.12

In der vergangenen Handelswoche legte der Deutsche Aktienindex 1,6 Prozent zu. Damit notiert der DAX bei einem Schlussstand von 6.229,41 Punkten fast 100 Punkte über dem Schlusskurs der Vorwoche. Nachdem zu Wochenbeginn zunächst die Bankenrettung in Spanien für steigende Kurse am Montag Vormittag sorgte, ging es bereits am Nachmittag wieder in den Keller. Die bevorstehenden Neuwahlen in Griechenland sowie der ungewisse Ausgang der Wahl haben die Aktienmärkte verunsichert. Selbst aus China kamen negative Nachrichten. Das Wirtschaftswachstum könnte in China unter die 7 Prozent rutschen. In diesem Umfeld gaben daraufhin vor allem konjunktursensible Aktien besonders stark nach. Die Abstufungen Spaniens von zwei Ratingagenturen belasteten die Märkte. Als nächster Kandidat, der unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen könnte, wurde Italien genannt. Entsprechend schwach entwickelte sich der italienische Aktienmarkt, der auch die anderen europäischen Aktienmärkte anstecke. Zum Wochenschluss sorgte am Freitag der Verfalltag für einen positiven Wochenausklang. Alleine am Freitag legte der DAX 1,5 Prozent zu.

Die Liste der Wochengewinner führen diesmal eher defensive Aktien an. Der Pharmahersteller Bayer verteuerte sich um 8,2 Prozent auf 53,51 Euro. Aktien des Gesundheitskonzerns Fresenius legten um 5,9 Prozent auf 81,33 Euro zu. Bei den Bad Homburgern laufen die Geschäfte hervorragend. Eine Verknappung auf dem US-amerikanischen Markt sorgt sogar für eine unerwartet positive Dynamik beim Tochterunternehmen FMC. Positive Analystenkommentare haben den Kurs von E.on beflügelt. Der Energieversorger legte 5,6 Prozent auf 15,22 Euro zu.

Nach unten ging es mit dem Kurs von MAN. Die Aktie gab 6 Prozent nach. Aufgrund des erhöhten Stimmrechtanteils von Volkswagen sinkt der für die Aktienindizes wichtige Streubesitz. MAN ist damit die am schwächsten im DAX vertretene Aktie. Die MAN-Papiere gingen bei einem Stand von 78,54 Euro aus dem Handel. Weitere konjunktursensible Aktien verloren ebenfalls deutlich. Aufgrund der Wachstumsverlangsamung in China entwickelten sich die Automobilaktien besonders schwach, da die deutschen Hersteller immer stärker in China engagiert sind. BMW gaben 4,9 Prozent auf 55,96 Euro nach und Daimler verloren 3,7 Prozent auf 34,03 Euro. Aktien des Speicherchiphersteller infineon gaben 4,4 PRozent auf 5,93 Euro nach.



Mit der Wahl in Griechenland am Sonntag werden die Karten endlich neu gemischt. Damit herrscht Sicherheit über die weitere Entwicklung in dem Land und es sollte die Entscheidung über die Fortführung des Sparkurses zu einem Ende der Spekulation führen. Je nachdem wie das Ergebnis ausfällt, dürfte sich daraufhin entsprechend nachhaltig der Aktienmarkt entwickeln. Bei der Zustimmung für eine Fortsetzung des Sparkurses und damit dem Verbleib in der Eurozone, dürfte eine nachhaltige Erholung an den Aktienmärkten einsetzen.






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Über den Autor
 
Autor: Jürgen Schwenk Jürgen Schwenk,
Herausgeber Bullenbrief

Während seines Studiums mit dem Schwerpunkt Bank lernte Jürgen Schwenk verschiedene Abteilungen einer Großbank kennen. Nachdem es ihm gerade der Umgang im Privatkundengeschäft mit der Wertpapierberatung angetan hatte, wurde der Grundstein für sein umfangreiches Börsenwissen gelegt. Im Studium vertieft er die Fachrichtung rund um die Wertpapiere und schrieb schließlich in diesem Fach im Jahr 2000 seine Diplomarbeit über "Elektronische Handelsplattformen als Konkurrenz zu traditionellen Börsen". Heute ist dies mit dem außerbörslichen Handel bereits Realität geworden. Nachdem Jürgen Schwenk bei der ehemaligen Hypo Bank und der fusionierten HypoVereinsbank genügend Praxis gesammelt hatte, wechselte er beruflich direkt an den Puls der Börse und lies sich in Frankfurt am Main nieder. Dort analysierte er neben den Börsenentwicklungen für die Bullenbrief-Ausgaben-Ausgaben die Entwicklungen und Risiken von Deka-Fonds. Inzwischen blickt der Autor auf professionelle Börsenerfahrung seit 1997 zurück, die geschickt und unterschwellig in die wöchentlichen Börsenbrief-Ausgaben einfließen. Der kostenlose Börsenbrief “Bullenbrief” kann unter www.bullenbrief.de abonniert werden.

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