In der vergangenen Handelswoche legte der Deutsche Aktienindex 1,6
Prozent zu. Damit notiert der DAX bei einem Schlussstand von
6.229,41 Punkten fast 100 Punkte über dem Schlusskurs der Vorwoche.
Nachdem zu Wochenbeginn zunächst die Bankenrettung in Spanien für
steigende Kurse am Montag Vormittag sorgte, ging es bereits am
Nachmittag wieder in den Keller. Die bevorstehenden Neuwahlen in
Griechenland sowie der ungewisse Ausgang der Wahl haben die
Aktienmärkte verunsichert. Selbst aus China kamen negative
Nachrichten. Das Wirtschaftswachstum könnte in China unter die 7
Prozent rutschen. In diesem Umfeld gaben daraufhin vor allem
konjunktursensible Aktien besonders stark nach. Die Abstufungen
Spaniens von zwei Ratingagenturen belasteten die Märkte. Als
nächster Kandidat, der unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen
könnte, wurde Italien genannt. Entsprechend schwach entwickelte sich
der italienische Aktienmarkt, der auch die anderen europäischen
Aktienmärkte anstecke. Zum Wochenschluss sorgte am Freitag der
Verfalltag für einen positiven Wochenausklang. Alleine am Freitag
legte der DAX 1,5 Prozent zu.
Die Liste der Wochengewinner führen diesmal eher defensive Aktien
an. Der Pharmahersteller Bayer verteuerte sich um 8,2 Prozent auf
53,51 Euro. Aktien des Gesundheitskonzerns Fresenius legten um 5,9
Prozent auf 81,33 Euro zu. Bei den Bad Homburgern laufen die
Geschäfte hervorragend. Eine Verknappung auf dem US-amerikanischen
Markt sorgt sogar für eine unerwartet positive Dynamik beim
Tochterunternehmen FMC. Positive Analystenkommentare haben den Kurs
von E.on beflügelt. Der Energieversorger legte 5,6 Prozent auf 15,22
Euro zu.
Nach unten ging es mit dem Kurs von MAN. Die Aktie gab 6 Prozent
nach. Aufgrund des erhöhten Stimmrechtanteils von Volkswagen sinkt
der für die Aktienindizes wichtige Streubesitz. MAN ist damit die am
schwächsten im DAX vertretene Aktie. Die MAN-Papiere gingen bei
einem Stand von 78,54 Euro aus dem Handel. Weitere
konjunktursensible Aktien verloren ebenfalls deutlich. Aufgrund der
Wachstumsverlangsamung in China entwickelten sich die
Automobilaktien besonders schwach, da die deutschen Hersteller immer
stärker in China engagiert sind. BMW gaben 4,9 Prozent auf 55,96
Euro nach und Daimler verloren 3,7 Prozent auf 34,03 Euro. Aktien
des Speicherchiphersteller infineon gaben 4,4 PRozent auf 5,93 Euro
nach.
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Jürgen Schwenk, Herausgeber Bullenbrief |
Während seines Studiums mit dem Schwerpunkt Bank lernte Jürgen Schwenk verschiedene Abteilungen einer Großbank kennen. Nachdem es ihm gerade der Umgang im Privatkundengeschäft mit der Wertpapierberatung angetan hatte, wurde der Grundstein für sein umfangreiches Börsenwissen gelegt. Im Studium vertieft er die Fachrichtung rund um die Wertpapiere und schrieb schließlich in diesem Fach im Jahr 2000 seine Diplomarbeit über "Elektronische Handelsplattformen als Konkurrenz zu traditionellen Börsen". Heute ist dies mit dem außerbörslichen Handel bereits Realität geworden. Nachdem Jürgen Schwenk bei der ehemaligen Hypo Bank und der fusionierten HypoVereinsbank genügend Praxis gesammelt hatte, wechselte er beruflich direkt an den Puls der Börse und lies sich in Frankfurt am Main nieder. Dort analysierte er neben den Börsenentwicklungen für die Bullenbrief-Ausgaben die Entwicklungen und Risiken von Deka-Fonds. Inzwischen blickt der Autor auf professionelle Börsenerfahrung seit 1997 zurück, die geschickt und unterschwellig in die wöchentlichen Börsenbrief-Ausgaben einfließen.
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