Modische Renditechance mit Hugo Boss



11:31 28.06.12

Das internationale Umfeld ist mehr als kritisch. So rutschten auch die
Konjunkturerwartungen auf ein neues Jahrestief. Die Deutschen lassen sich
davon aber kaum irritieren - zumindest, wenn es um das Konsumverhalten geht.
So erwarten die Bürger weiter steigende Einkommen und planen auch höhere
Ausgaben.

Entsprechend positiv können deutsche Konsum-Gesellschaften nach vorne
schauen. Ein Beispiel dafür ist das Bekleidungs-Unternehmen Hugo Boss. Der
Konzern legte sehr gute Zahlen für das erste Quartal vor. Die Umsatzerlöse
kletterten um rund zehn Prozent auf währungsbereinigter Basis. Erfreulich
dabei: Das Geschäft zog rund um den Erdball an.

Auch die Produktivität verbesserte sich. So stieg die Rohertragsmarge weiter
an. Dies ist etwas überraschend, da Hugo Boss zuletzt seinen eigenen
Einzelhandel ausgebaut hatte, was meist mit Einführungsangeboten und
Sonderrabatten verbunden ist. Durch Effizienzsteigerungen konnte dies aber
mehr als ausgeglichen werden.

Auch der Ausblick für das Gesamtjahr wurde vom Management bestätigt. So
erwartet die Unternehmensführung ein währungsbereinigtes Umsatzplus von rund
zehn Prozent und einen leicht überproportionalen Anstieg des operativen
Ergebnisses, trotz weiterhin hoher Investitionen.

Schon im März hat der Konzern mitgeteilt, dass er bei seinen ausstehenden


Aktien eine Umwandlung plant. Die Hauptversammlung im Mai hat dem
stattgegeben. Und seit dem 18. Juni ist die Transaktion auch vollständig
abgeschlossen. Es erfolgte dabei eine Umstellung der Inhabervorzugs- auf
Namensstamm-Aktien.

Die bisherigen Vorzugsaktionäre erhalten also ab sofort ein Stimmrecht. Sinn
der Transaktion ist einerseits eine Vereinfachung, anderseits soll die
Handelbarkeit der Aktie erhöht werden. Dies soll dabei auch zu einer höheren
Gewichtung im MDAX führen, weil der Titel für Fondsmanager und
institutionelle Anleger damit interessanter geworden ist.

Doch es gibt noch einen weiteren Grund für die Umstellung: So ist mit
Namensaktien einfacher zu erkennen, wer die Papiere besitzt. Großaktionär
Permira hält aktuell direkt rund 65,6 Prozent des stimmberechtigten
Kapitals. Ihm sind aber noch weitere ein bis zwei Prozent zuzurechnen, die
sich derzeit im Besitz der Gesellschaft befinden.

Die neue Aktie glänzte in den ersten Handelstagen mit Volatilität. Diese
dürfte sich aber im Laufe der Zeit wieder nachgeben. Bei Bonus-Zertifikaten
mit Cap sind aber jetzt sehr gute Konditionen möglich. Dies zeigt ein Papier
der Commerzbank (ISIN DE000CK7B1L6), welches im Juni 2013 fällig ist. Hält
bis dahin die bei 48,00 Euro platzierte Schwelle (Abstand: 39,6 Prozent),
fahren Anleger eine Bonus Rendite von 14,3 Prozent oder 14,4 Prozent p.a.
ein.

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Über den Autor
 
Autor: Wolfgang Raum Wolfgang Raum,
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