Nach einem zunächst ruhigen Handelsverlauf mit zunächst nur leichter Abwärtstendenz gibt der Dax im Sog enttäuschender US-Arbeitsmarktdaten weiter nach. Am Vortag stand vor allem der Leitzinsentscheid der Europäischen Zentralbank im Fokus der Anleger. Die Europäische Zentralbank senkte den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent. Während der Dreh an der Zinsschraube im Vorfeld bereits erwartet und entsprechend eingepreist wurde, sorgte vor allem der für die Eurozone skeptische Konjunkturausblick seitens EZB-Chef Draghi für enormen Verkaufsdruck im weiteren Handelsverlauf.
Am Freitag ist es nun
der, mit Spannung erwartete, offizielle US-Arbeitsmarktbericht,
der für neue Unsicherheit sorgt. In den Vereinigten Staaten sind
im Juni mit einem Zuwachs von 80.000 Jobs (exklusive
Agrarsektor) weniger Stellen geschaffen worden als zuvor
prognostiziert. Der Konsens lag bei einem Anstieg von 100.000
neuen Jobs. Allerdings kletterten die Stundenlöhne kräftiger als
zuvor geschätzt. Doch das reißt es nicht wirklich raus. Am
späten Nachmittag geht es weiter abwärts und der deutsche
Leitindex sackt unter die Marke von 6.450 Zählern. Derart mäßige
Konjunkturdaten dürften nun den Druck auf die Fed erhöhen, der
schleppenden Konjunkturerholung ihrerseits mit weiteren
geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen unter die Arme zu greifen.
Und genau diese Hoffnung könnte der Markt recht bald schon
wieder spielen.
Zur aktuellen Stunde
notiert der Dax bei 6.436 Punkten 1,5 Prozent leichter. Der
EuroStoxx verliert 1,7 Prozent auf 2.247 Zähler. Die europäische
Gemeinschaftswährung verbilligt sich bei 1,2308 US-Dollar um 0,7
Prozent. Der US-Leitindex DowJones gibt 1,2 Prozent auf 12.746
Punkte ab. Die Goldunze sinkt um 1,0 Prozent auf 1.587
US-Dollar.
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