Experten - Goldpreisrückgang kein Grund zur Sorge



17:43 12.07.12

Das zweite Halbjahr hat begonnen, und das ist im Vergleich zur ersten Jahresh�lfte oftmals durch eine bessere Entwicklung des Goldpreises gepr�gt. Einige Experten rechnen mit deutlich h�heren Notierungen der Feinunze und verweisen unter anderem auf Notenbankma�nahmen. Hinzu kommt eine starke Unterst�tzung im Gold-Chart.

Der Goldpreis steht im Handel am Donnerstag zwar unter Druck, dennoch besteht nach Meinung vieler Experten kein Grund, sich gro�artig Sorgen um die weitere Entwicklung der Feinunze zu machen. Gerade erst hat die �sterreichische Erste Bank mit ihren Preisprognosen f�r Aufmerksamkeit gesorgt. Gold solle auf 2.300 Dollar je Unze steigen, so die Experten, die in dem Anstieg um rund 50 Prozent vom aktuellen Niveau aus ein konservatives Kursziel sehen. Auf Basis verschiedener Bewertungsaspekte kann sich die Erste Bank auch weitaus h�here Kurse vorstellen.

Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank, f�hrt den Kursr�ckgang auf eine tempor�re Schw�che zur�ck. Man sei hiervon �berzeugt, hei�t es von Seiten des Fachmanns. Die anhaltende europ�ische Staatsfinanzkrise sei ein klarer Hinweis, dass der Goldpreis deutlich h�her stehen m�sste. Weinbergs Kollege Francisco Blanch von Bank of America Merrill Lynch sieht die Feinunze bei 2.000 Dollar richtig bewertet. Er ist damit nicht ganz so optimistisch wie die Erste Bank, rechnet aber immer noch mit fast 30 Prozent Kursgewinn vom aktuellen Niveau aus.



Was den Goldpreis derzeit unter Druck bringt, scheint unter anderem die Entt�uschung am Markt �ber die j�ngsten Ma�nahmen der US-Notenbank Fed zu sein. Blanch rechnet damit, dass die US-W�hrungsh�ter bis Ende des Jahres weitere Ma�nahmen im Rahmen des sogenannten „Quantitative Easing" im Volumen von 500 Milliarden Dollar folgen lassen, wahrscheinlich im Laufe des Septembers. Dass die Fed j�ngst die „Operation Twist" verl�ngert hat, hat man am Markt zwar begr��t, aber auch als zu verhaltene Ma�nahme kritisiert. B�rsianer hatten sich insgesamt st�rkere Ma�nahmen zur Unterst�tzung der Wirtschaft gew�nscht, zumal die Notenbanken in China und Europa j�ngst zu Zinssenkungen gegriffen haben. Bei den Fed-Verantwortlichen allerdings besteht weiter gro�e Uneinigkeit �ber das Ausma� zus�tzlicher „Easing"-Ma�nahmen im Vorfeld der Pr�sidentenwahlen in den USA - man will sich nicht politische Einflussnahme vorwerfen lassen.

Der Blick auf die charttechnische Lage des Goldpreises zeigt neben den fundamentalen Nachrichten noch einen ganz anderen Grund, warum die Schw�che der Feinunze nur tempor�rer Natur sein k�nnte: Die Markttechnik. Mit Preisen um 1.556 Dollar, die am Donnerstagnachmittag zu sehen sind, notiert die Feinunze an einer wichtigen und vor allem sehr massiven charttechnischen Unterst�tzung. Diese besteht aus einem breiten Korridor, der bei 1.523/1.533 Dollar und 1.548/1.558 Dollar begrenzt wird und am Donnerstag in den Fokus r�ckt.

Und so hoffen die Gold-Bullen auf das gerade gestartete zweite Halbjahr. Die Statistik zeigt, dass der Goldpreis sich in der zweiten Jahresh�lfte sehr oft besser entwickelt als in den ersten sechs Monaten des Jahres. Zinssenkungen und andere Ma�nahmen der Notenbanken, die die Zinsen niedrig halten und die Wirtschaft st�tzen, k�nnten neben einer im zweiten Halbjahr typischen Nachfragebelebung f�r eine Aufw�rtsbewegung des Feinunzenpreises einen wichtigen Faktor darstellen.

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Über den Autor
 
Autor: Björn Junker Björn Junker,
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verfügt über langjährige Erfahrung im Rohstoffsektor. Von seinem analytischen Einschätzungsvermögen sowie seinem Gespür für erstklassige Investments will GOLDINVEST.de vor allem profitieren. Durch seine Erfahrung im Bereich Corporate Communications versteht Herr Junker auch die Sprache der Unternehmen, die er beobachtet und analysiert. GOLDINVEST.de bietet Hintergrundberichte und aktuelle Kommentare zum Geschehen an den Rohstoffmärkten und verfolgt die Entwicklung ausgewählter Minengesellschaften aus dem Bereich der Edelmetalle, Basismetalle und sonstiger Rohstoffe. Weitere Informationen finden Sie unter: www.goldinvest.de

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