Freundliche Konjunkturzahlen aus Deutschland und den USA halten den deutschen Leitindex bis zum späten Nachmittag über der Marke von 6.600 Zählern. Nach Angaben des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung fällt der, die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzanalysten repräsentierende, ZEW-Index im Juli um 2,7 Punkte zum Vormonat auf minus 19,6 Punkte. Zuvor war noch ein stärkerer Rückgang prognostiziert worden. Laut US-Arbeitsministerium kann sich wiederum der US-Verbraucherpreisindex im Juni auf Mai-Niveau stabilisieren, während er im Mai noch um 0,3 Prozent nachgegeben hatte. Im Vorfeld war dagegen mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet worden. Die Fed vermeldet ihrerseits für den Monat Juni einen Anstieg der US-Industrieproduktion um 0,4 Prozent zum Vormonat. Derweil geht auch die amerikanische Berichtssaison in vollen Zügen weiter. In diesem Kontext veröffentlichte die US-Großbank Goldman Sachs überraschend positive Quartalsergebnisse.
Ein Großkampftag also
an der Zahlenfront und ein durchaus hoffnungsvoller dazu! Doch
dann trat Fed-Chef Ben Bernanke vor den US-Senat und trieb den
Dax, mit wenig konkreten Aussagen zu einer möglichen, dritten
Runde von Anleihekäufen (QE3), auf Einstandskurs zurück. Der
Chef der US-Notenbank erwähnte lediglich, dass die Fed zu
weiteren Maßnahmen bereit sei, falls diese erforderlich seien
sowie zur Ankurbelung der Konjunktur geeignet wären. Da hatten
sich Anleger weltweit natürlich mehr erhofft. Selbiges gilt für
Investoren am deutschen Aktienmarkt: der hiesige Leitindex gibt
seinen kompletten Tagesgewinn innerhalb kürzester Zeit wieder
ab.
Am späten Nachmittag
notiert der Dax bei 6.562 Punkten nahezu unverändert. Der
EuroStoxx verliert bei 2.247 Zähler 0,2 Prozent. Die Europäische
Gemeinschaftswährung gibt 0,5 Prozent auf 1,2214 US-Dollar ab.
Der US-Leitindex DowJones präsentiert bei 12.660 Zähler einen
Abschlag von 0,5 Prozent. Die Goldunze verbilligt sich um 0,9
Prozent auf 1.576 US-Dollar.
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