Bulgarien-Anleihe: eine interessante Alternative



09:00 04.08.12

Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, h�lt die Anleihe (ISIN XS0802005289/ WKN A1G64Q) von Bulgarien f�r eine interessante Alternative f�r den europ�ischen Staatsanleihen-Sektor.

Die Staatsanleihe, emittiert von der Republik Bulgarien, sei mit einem attraktiven Kupon von 4,25% ausgestattet, laufe noch bis zum 09.07.2017 und weise eine anlegerfreundliche St�ckelung von 1.000 EUR auf. Bei einem aktuellen Kurs von 103,00% biete das Papier eine j�hrliche Rendite von 3,58%. Der Emittent werde von der Ratingagentur Moody's mit der Note von "Baa2" bewertet, was im unteren Investment-Grade-Bereich liege. Damit bestehe nach Einsch�tzung von Moody's bez�glich der Verbindlichkeiten des Emittenten nur ein minimales Kreditrisiko.

Wie erwartet beschere die Euro-Schuldenkrise den M�rkten einen hei�en Sommer. Trotz des positiven Wahlausgangs stehe Griechenland kurz vor der Zahlungsunf�higkeit, dem Safe-haven Deutschland sei ein Downgrade seines Top-Ratings angedroht worden und die Renditen f�r italienische sowie spanische Staatsanleihen seien zwischenzeitlich auf neue Rekordhochs geklettert. Zwar habe Mario Draghi gestern nochmals betont, dass er alles tun werde, um den Euro zu retten, doch der Markt scheine an einer nachhaltigen L�sung zu zweifeln. Kurzfristig k�nnte sich die Lage aber etwas entspannen, da wohl die EZB wieder als K�ufer am Anleihenmarkt auftreten werde, langfristig k�nnten sich die angeschlagenen Euro-Staaten aber nur selbst retten.

F�r renditeorientierte Anleger gebe es immer die M�glichkeit, Geld �ber Tagesgeldniveau anzulegen, ohne dabei den Sicherheitsaspekt aus den Augen zu verlieren. Bulgarien, welches seit 2007 der EU angeh�re, sei relativ gut durch die j�ngsten Krisen gekommen. Die Wachstumsprognose f�r dieses Jahr liege zwischen 2% und 3% und Experten w�rden dem Land f�r 2013 ein BIP-Wachstum von bis zu 3,5% zutrauen. Vor dem Hintergrund der sich aktuell versch�rfenden Euro-Schuldenkrise seien diese Prognosen aber mit Vorsicht zu genie�en. Dennoch d�rfte sich Bulgarien weitaus besser als der europ�ische Durchschnitt entwickeln.

Der Importboom nach dem EU-Beitritt habe besonders in den Jahren 2007 und 2008 in Bulgarien zu einem hohen Leistungsbilanzdefizit und zu steigender Inflation gef�hrt. Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise habe die Inflation in Bulgarien 2009 auf 0,6% gedr�ckt. F�r 2011 sehe man die Inflationsrate bei 2,4%.

Das mit dem EU-Beitritt verfolgte Ziel, der Beitritt zum Wechselkursmechanismus II, sei zur�ckgestellt worden. Wenngleich Bulgarien die Voraussetzungen ("Maastricht-Kriterien") inzwischen erf�llen d�rfte, wolle die Regierung zun�chst abwarten, bis die Krise der Eurozone �berwunden sei.

Wie derzeit in vielen Staaten Europas, werde auch in Bulgarien der Sparkurs nochmals versch�rft. So habe man zu Beginn des Jahres das Renteneintrittsalter um ein Jahr angehoben. Beobachter seien der Meinung, dass sich in Bulgarien, anders als bei seinem s�dlichen Nachbarn Griechenland, Proteste und Demonstrationen gegen die Sparpolitik bisher in Grenzen halten w�rden.



Insgesamt sehen die Analysten von Anleihencheck Research in der o.a. Staatsanleihe von Bulgarien eine durchaus attraktive Alternative f�r den europ�ischen Staatsanleihen-Sektor mit vertretbarer Bonit�t. (Analyse vom 03.08.2012)


Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschlie�lich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinsch�tzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research beh�lt sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit �nderungen oder Erg�nzungen vorzunehmen. Die Vervielf�ltigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdr�cklich untersagt. Anleihencheck Research �bernimmt keine Haftung f�r die Richtigkeit, Vollst�ndigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder f�r das Eintreten der Prognosen.

Dieser Bericht richtet sich ausschlie�lich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenst�ndig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research st�tzen.
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Über den Autor
 
Autor: Sven Krupp Sven Krupp
Sven Krupp ist als Analyst und Wirtschaftsredakteur für das Anleger- und Finanzportal www.aktiencheck.de tätig. Regelmäßig verfasst er Analysen zu den Themen "Aktien", "Anleihen" und "Fonds". Der Börsenexperte verfügt inzwischen über eine Markterfahrung von zwei Jahrzehnten und stellt nun sein Wissen auch stock-world zur Verfügung.

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