Leitplanken



13:56 08.08.12

Traditionell steht im August das politische Geschäft still. Die Eurokratie befindet sich im Urlaub. Deshalb lässt sich die August-Panik des vergangenen Jahres als eine der größten Spaßbremsen der letzten Jahrzehnte für urlaubende Politiker bezeichnen.

Die Stimmung erscheint entspannt. Wichtige Indizes streben in Richtung ihrer Jahreshochs. In einer solchen Situation sollte man nach Spaßbremsen Ausschau halten. In der gestrigen Tagesausgabe hatten wir aufgezeigt, dass sich in Wahljahren zwischen Mitte August und Anfang September durchaus Hochpunkte ergeben können.

Eine Spaßbremse ist der Dow Jones Transportation Index. Während der Dow Jones Industrial Index (der "Dow") nur etwa 100 Punkte von seinem Jahreshoch entfernt ist, zeigt der Transport-Index Schwäche.

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Diese Schwäche ist unbedingt zu beachten. Denn sollte der Dow ein neues Hoch erreichen, die Transports aber nicht nachziehen, so ergäbe sich gemäß Dow Theorie eine negative Divergenz. Diese wäre als Schwächezeichen für den Markt anzusehen.

Wie verhält sich das smarte Geld? Ende Mai/ Anfang Juni zeichnete sich der Smart Money Flow Index (SMFI) durch eine positive Divergenz zum Dow aus. Seit einigen Tagen wird das smarte Geld vorsichtiger.

2

Die US-Märkte steigen zwischen 15:30h und 16:00h an, nur um danach in Lethargie zu verfallen.

Auch nach 20:00h wird nicht gekauft. Dies besagt unser Late Day Index.



3

Angesichts der bevorstehenden Widerstände wird das smarte Geld vorsichtiger. Zudem bestehen an den Märkten negative Divergenzen, die einem Ausbruch auf neue Hochs im Dow und S&P 500 offen zutage treten würden.

In unserem Jahresausblick vermuteten wir für die Aktienmärkte ein schwaches zweites Quartal sowie steigende Märkte in Q3 und Q4. In einem Interview Anfang April http://tinyurl.com/bskq6xm bekräftigten wir unsere Vermutungen. Wir tippten auf den 7. April als Hochpunkt. Tatsächlich markierte der S&P 500 bereits am Tag des Interviews (2. April) sein Frühjahrshoch.

Ende Mai übertrieb das Sentiment nach unten. Es kam zu zwei Handelstagen mit einem Abwärtsvolumen von jeweils 93% vom Gesamtvolumen. Diese beiden Tage waren Paniktage. Wir haben Anfang Juni in diversen Interviews - hier http://tinyurl.com/c2k4z7z und auch hier http://tinyurl.com/7pdpn7q - begründet, warum der DAX - ausgehend vom damaligen Stand von 6.000 Punkten - die Jahreshochs erreichen kann.

Zu jenem Zeitpunkt erreichten uns E-Mails, die von Ängsten getrieben waren. In der Regel bestätigen solche Mails das vorherrschende, auch durch die Medien geschürte Sentiment. Die Bild-Zeitung schrieb Ende Mai: "Börsianer wetten auf Spanien-Pleite".

Es ist nicht so, dass Börsenbriefschreiber von solchen Ängsten frei sind. Dann muss man versuchen, seine Indikatoren aufmerksam zu betrachten. Man muss schauen, was das smarte Geld macht und ob es positive Divergenzen gibt. Unsere Aufgabe ist das Setzen von Leitplanken. In unserer Tagesausgabe vom 4. Juni schrieben wir: "Ein erstes Tief ist keine Frage von Monaten oder Wochen, sondern von Tagen." Die OEX-Put-Call-Ratio verhielt sich bullish, der McClellan Oszillator bildete eine positive Divergenz aus. Es war angerichtet. Seit dem 13. Juni halten wir unsere bullishe Einschätzung für die Aktienmärkte aufrecht.

Wir beachten das Wahljahresmuster, dem man in diesem Jahr recht gut folgen konnte. Verfolgen Sie in unserer handelstäglichen Frühausgabe, ob sich das Wahljahresmuster (folgender Chart) weiterhin durchsetzen kann und wie sich unsere Indikatoren entwickeln.

4

Für den Zeitraum Mitte August bis Anfang September rechnen wir mit der Ausbildung eines Hochpunktes, der zu einer mehrwöchigen Korrektur führen sollte. Antizipieren Sie die Entwicklung der Finanzmärkte mit Hilfe unserer handelstäglichen Frühausgabe.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest

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Über den Autor
 
Autor: Robert Rethfeld Robert Rethfeld,
Wellenreiter-Invest.de

Robert Rethfeld ist Wirtschaftsjournalist und betreibt die Website Wellenreiter-Invest, eine Onlinepublikation für wirtschaftliche, finanzielle und gesellschaftliche Entwicklungen. Er ist Recherchepartner und Gastautor für das Börsenmagazin "Smart Investor" und liefert Beiträge und Interviews für die Online-Seiten von ARD und ZDF. Rethfeld ist Mitglied der Vereinigung technischer Analysten (VTAD) und leitet dort den Vorsitz der Jury zur Vergabe des VTAD-Awards.

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