Aktienhausse von EZB-Gnaden?



16:06 08.08.12

Obwohl Mario Draghi seiner Ank�ndigung vor zwei Wochen, unbegrenzte EZB-Mittel zum Ankauf von Staatsanleihen zur Verf�gung zu stellen, keine konkreten Schritte folgen lie�, setzten die internationalen Aktienm�rkte nach einer „Schrecksekunde“ zu einer neuerlichen Hausse-Bewegung an. Seit der Lehman-Krise 2008 wurden s�mtliche Aktienrallyes durch Stimulus-Aktionen der Zentralbanken ausgel�st. Wie so oft werden die sich verschlechternden Wirtschaftsdaten ins Positive umgedeutet, da die Wahrscheinlichkeit von EZB-Ma�nahmen in diesem Fall steigt. In der Tat flie�en dann offensichtlich sofort Gelder in die Aktienm�rkte. Erstaunlich, denn nachhaltig kann diese positive Aktienentwicklung bei einem sich verschlechternden wirtschaftlichen Umfeld nicht sein. In Europa scheint aus den s�dlichen Peripherie-L�ndern heraus eine Rezession aufzuziehen und wirkliche Fortschritte in der Bew�ltigung der EU-Schuldenkrise sind noch nicht erkennbar. Auch die Gelddruckmaschinen der Zentralbanken k�nnen nicht endlos beansprucht werden. Vielmehr muss in K�rze die Entscheidung dar�ber fallen, inwieweit die europ�ische Gemeinschaft bereit ist, Griechenland und in K�rze vielleicht auch andere EU-Staaten massiv mit Krediten beziehungsweise Staatsanleihenk�ufen zu unterst�tzen. Die Aktienm�rkte werden sich in den n�chsten Wochen wohl von tiefer Entt�uschung zu �berbordender Hoffnung hangeln.

Die internationalen Aktienm�rkte zeigen bereits erh�hte Volatilit�ten, wie die beiden Tage nach der letzten EZB-Sitzung gezeigt haben. Am Tag der Sitzung mussten Anleger ein Minus von knapp 4 Prozent im DAX und STOXX hinnehmen. Am darauffolgenden Tag zeigten dieselben Anleger die erstaunliche F�higkeit, die nicht erf�llten Erwartungen, die EZB-Pr�sident Draghi geweckt hatte, umzuinterpretieren. Zwar wird die EZB nicht sofort ihr gesamtes Arsenal auspacken, um die Staatsanleihenkrise zu bek�mpfen, aber sie hat ja immerhin ihre Bereitschaft dazu gezeigt. Sp�testens im September wird es nach Meinung vieler Marktteilnehmer dazu kommen. Was dann daran positiv sein soll, wenn ein Land wie Spanien unter den Rettungsschirm schl�pfen k�nnte, erschlie�t sich dem neutralen Beobachter nicht auf den ersten Blick. Immerhin werden die EZB-Hilfen dann nicht, wie bef�rchtet, zum Nulltarif ohne eigene Anstrengungen der Schuldnerstaaten gew�hrt. Die damit verbundenen Sparma�nahmen werden aber definitiv negative Wirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung haben. Und dies wird sich kaum positiv auf die Unternehmensgewinne auswirken k�nnen. Bis zum September und den darauf folgenden Ank�ndigungen der Zentralbanken werden uns die volatilen Marktentwicklungen erhalten bleiben. Zum Aufspringen auf den Kurszug ist es wohl zu sp�t, K�ufe sollten erst nach st�rkeren Kursr�ckg�ngen durchgef�hrt werden.



Bei den vorliegenden Informationen handelt es sich um allgemeine Informationen, nicht um eine Anlageberatung oder Empfehlung oder eine Finanzanalyse. F�r eine individuelle Anlageempfehlung oder Beratung stehen Ihnen unsere Berater gerne zur Verf�gung.


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Über den Autor
 
Autor: Michael Beck, Leiter Portfolio Management Michael Beck, Leiter Portfolio Management,
Bankhaus ELLWANGER & GEIGER KG

Michael Beck ist Leiter des Portfolio Managements bei ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers. Das Stuttgarter Bankhaus ist spezialisiert auf die Vermögensverwaltung für private und institutionelle Kunden sowie auf Immobilien im privaten und gewerblichen Bereich. Als Kapitalmarkt-Experte schätzt Michael Beck in der wöchentlichen Marktmeinung aus Stuttgart aktuelle Entwicklung und Chancen an den Aktienmärkten ein.

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