Dem Aufwärtstrend im Dax geht in Sichtweite der psychologisch signifikanten Marke von 7.000 Punkten die Puste aus. Der Markt scheint die imposante Kursrallye der letzten Wochen noch verdauen zu müssen und befindet sich im Wochenrückblick im Sägezahn-Modus. Dabei rangiert das Börsenbarometer, bis auf einen kurzfristigen Ausreißer nach unten, in Kursgefilde oberhalb der Preismarke von 6.900 Zählern. Nichts desto trotz markierte der Leitindex im Bereich von 6.980 Punkten ein neues 4-Monats-Hoch. Hier befindet sich ebenfalls der entscheidende Widerstand, den es zu überwinden gilt. Mehrere Angriffe hat die besagte Preismarke im Wochenverlauf bereits abgewehrt.
Nach einer
Performance von nunmehr 16 Prozent innerhalb von 4 Wochen kommen
Rücksetzer in Folge von Gewinnmitnahmen nicht allzu
überraschend, zumal letztere nur verhalten ausfallen. Auch aus
technischer Sicht befinden wir uns nun in Widerstandsregionen.
Der Markt ist kurzfristig überkauft. Eine Konsolidierung, zudem
auf derart hohem Niveau, ist vor diesem Hintergrund alles andere
als außergewöhnlich. Auf Konjunkturebene halten sich Kurstreiber
und Belastungsfaktoren die Waage und forcieren zusätzlich die
aktuelle Seitwärtslage. Zudem stabilisiert die Zuversicht, dass
die Europäische Zentralbank mittelfristig den Worten Mario
Draghis Taten folgen lässt und der kriselnden Euro-Peripherie
durch Anleihekäufe unter die Arme greift. Das Abwärtspotenzial
fällt also überschaubar aus. Eine Korrekturbewegung fände aus
technischer Sicht im Bereich von 6.850 und 6.600 Punkten solide
Auflagezonen. Oberhalb von 6.900 Punkten dominieren weiterhin
die Bullen das Chart-Revier.
Zum Wochenausklang
haben enttäuschende chinesische Konjunkturdaten dem Dax einen
schwachen Handelsstart beschert. Im Vergleich zum Vorjahr
verzeichnete das Reich der Mitte im Juli einen Exportzuwachs von
lediglich 1 Prozent, während Ökonomen im Vorfeld noch einen
Anstieg von 9 Prozent erwartet hatten. Damit dürften sich wieder
all jene Skeptiker bestätigt fühlen, die von einer weiteren
Abschwächung der globalen Konjunkturerholung ausgehen.
Außenhandelsdaten der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde
gelten als wichtiger Indikator für die weltweite
Wirtschaftsentwicklung. Dazu kommt eine schwacher Handelsstart
an der Wall Street. Der Dax weitet am Nachmittag seine Verluste
aus und pendelt im Tief um die Marke von 6.900 Zählern. Aktuell
kann der Deutsche Leitindex aber wieder Boden gutmachen. Als
Speerspitze unter den deutschen Blue Chips präsentieren sich
heute Aktientitel des Stahlkonzerns ThyssenKrupp, die im
bisherigen Handelsverlauf, auf Grund besser als erwartet
ausgefaller Quartalszahlen, bis zu 7 Prozent fester notieren.
Am späten Nachmittag
notiert der Deutsche Aktienindex bei 6.940 Punkten 0,4 Prozent
schwächer. Der EuroStoxx verliert 0,6 Prozent auf 2.423 Zähler.
Die Europäische Gemeinschaftswährung verzeichnet bei 1,2279
US-Dollar ein Minus von 0,2 Prozent. Der US-Leitindex DowJones
präsentiert bei 13.148 Zählern einen Abschlag von 0,1 Prozent.
Die Goldunze klettert um 0,3 Prozent auf 1.622 US-Dollar.
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