Nordex uneinholbar an der Spitze



14:57 02.12.13

Neue Woche, gleiches Muster: Der DAX markiert am Vormitttag ein frisches Rekordhoch bei 9.424,83 Punkten. So richtig überzeugen kann der neue Gipfel aber offenbar nicht, Anschlusskäufe bleiben aus und bis zum Mittag fällt der Markt wieder leicht zurück. An vielen Anlegern dürfte die Rally ohnehin vorbeigegangen sein, denn selbst bei den Blue Chips stehen derzeit nur ein Drittel der Werte auf Rekordhoch oder knapp darunter. Zum erlesenen Kreis zählen Adidas, BASF, Bayer, Beiersdorf, BMW, Continental, Deutsche Post, Fresenius, Henkel, Merck und Volkswagen. Viele andere Titel notieren hingegen noch weit unter den ehemaligen Rekordhochs der vergangenen Jahre. Dazu zählen unter anderem Deutsche Telekom, E.ON, RWE, K+S und Infineon. Aber auch Indexschwergewichte wie Daimler, SAP und Siemens haben noch ein wenig Platz bis zu den alten Allzeithochs. Die Ausgangslage für den letzten Monat im Börsenjahr 2013 ist ohnehin klar – mehr im Wall Street Wake Up.

DAX hat keine Chance

Der DAX wird unter den deutschen Indizes nicht mehr den ersten Platz im Performance-Ranking erreichen, denn gerade in den vergangenen Wochen spielte die Musik in der zweiten Reihe. Knapp 40 Prozent legte seit Januar der TecDAX zu, dicht gefolgt vom MDAX, der um 37 Prozent höher notiert. Sogar der SDAX liegt aktuell knapp über der Schwelle von 30 Prozent, der DAX kommt als Viertplatzierter auf einen dennoch beeindruckenden Zuwachs von bisher 23 Prozent. In unseren Investmentideen finden Sie passende Produkte auf den deutschen Leitindex. Eine ähnliche Reihenfolge ergibt sich auch beim Wettlauf unter den Einzelwerten. TecDAX-Mitglied Nordex sticht mit einem Zuwachs von 255 Prozent hervor, während der beste MDAX-Wert Dürr auf einen Zuwachs von knapp 90 Prozent kommt. Bei den Blue Chips dürfte das Rennen ebenfalls entschieden sein. Die Aktien des Reifenherstellers Continental hatten in diesem Jahr einen beeindruckenden Lauf, stehen aktuell rund 77 Prozent höher. Auf den Plätzen folgen Deutsche Post mit rund 60 Prozent und Daimler mit 47 Prozent.

Continental

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Neue Kursziele für ThyssenKrupp

Um kräftige acht Prozent geht es zu Wochenbeginn für die Aktien von ThyssenKrupp abwärts. Nach den schwachen Zahlen und der Aussicht auf eine milliardenschwere Kapitalerhöhung reagieren nicht nur Anleger verschnupft, sondern auch einige Analysten. Equinet reduzierte das Kursziel von 18 Euro auf 16 Euro, die WGZ-Bank stufte die Papiere von “Halten” auf “Verkaufen” und senkte den fairen Wert von 20 Euro auf 16,50 Euro. Auch die jüngste Erholung bei Lanxess scheint beendet, nachdem die Deutsche Bank das Kursziel von 58 Euro auf 51 Euro anpasste. Die Aktie der Deutschen Telekom kann nicht von der Meldung über den geplanten Abbau von 6.000 Stellen bei T-Systems profitieren und reiht sich ebenfalls in die Reihe der Verlierer ein. Im Mittelfeld rangiert heute die Allianz, wir haben uns den Wert unter fundamentaler und charttechnischer Sicht genauer in unserem Adventskalender-Special angeschaut.

Gut läuft es hingegen für die Überflieger des laufenden Jahres, Continental und Deutsche Post. Von der Bundesnetzagentur kam grünes Licht für die geplante Portoerhöhung des Logistikers. Auch bei Zusatzleistungen rund um das Einschreiben und bei internationalen Briefsendungen müssen die Verbraucher künftig tiefer in die Taschen greifen. Die Aktie könnte noch  heute das 2007er-Rekordhoch bei 26,33 Euro erreichen. Wer kurzfristig noch auf eine Fortsetzung der Rally setzen möchte, kann auf Knock out Bull-Papiere setzen. Knock-out und Basispreis der WKN VZ046B liegen bei 23 Euro, der Hebel bei rund acht. Wer deutlich sportlicher mit dem Logistiker unterwegs sein möchte, greift zur WKN US0WPW mit einem Hebel von 20. Für fallende Kurse und somit eine antizyklische Strategie bietet sich die WKN DZP3W1 an, der Hebel liegt bei 13.

Deutsche Post

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Ben Bernanke spricht

Der Euro steht zu Wochenbeginn mehrheitlich unter Druck, sowohl gegenüber Rohstoffwährungen wie dem australischen Dollar aber auch dem englischen Pfund oder dem US-Dollar geht es abwärts. Die besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanagerindexindizes für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone verpufften, zumal die Konjunktur nach wie vor nur in Ländern wie Deutschland, den Niederlanden und Österreich rund läuft. Im Mittelpunkt stehen ohnehin die zahlreichen US-Konjunkturdaten in den kommenden Tagen, besonders der offizielle US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Bereits am Nachmittag könnte deutlich mehr Schwung in den Markt kommen, denn mit dem ISM-Index in den USA um 16 Uhr und einer Rede von Fed-Chef Ben Bernanke um 14.30 Uhr stehen bereits zwei potenzielle Kurstreiber auf der Agenda.

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Über den Autor
 
Autor: Feingold-Research Feingold-Research
Die beiden ehemaligen FTD- und Börse Online-Redakteure Benjamin Feingold und Daniel Saurenz haben zusammen das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort stellen die beiden Kapitalmarktexperten und Journalisten ihre Marktmeinung, Perspektiven und Strategien inklusive konkrete Produktempfehlungen vor. In zwei Musterdepots werden die eigenen Strategien mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert (feingold-research.com).

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