Dividendengerüchte bei K+S, E.ON punktet gegen RWE



15:08 31.01.14

Meistens kommt es anders als man denkt – und vor allem die Mehrheit denkt. Nach der Euphorie in 2013 sahen zahlreiche Investoren den DAX schon zu Jahresbeginn mit Leichtigkeit über die 10.000 springen. Doch statt fünfstelliger Notierungen steht aktuell eher die Frage im Raum, ob der DAX bald unter 9000 Punkte zurückfällt. Auch zum Wochenschluss sieht es düster aus, der DAX testet das Wochentief von 9221. Das Fed-Duo Yellen – Bernanke erweist sich erstmals als Spaßbremse. Pikanterweise kommen die Verwerfungen in den Schwellenländern  als Auslöser für die Korrektur dazu – Verwerfungen die erst durch die FED-Politik der vergangenen Jahre so möglich wurden. Ohne Rückenwind von den Notenbanken zählen nun wieder harte fundamentale Konjunkturdaten und Unternehmensergebnisse. An diese Situation müssen sich viele Investoren erst einmal wieder gewöhnen. Die lange Rally der vergangenen Jahre führte nicht nur die Kurse in neue Höhen, sondern ließ auch die Aktienbewertungen deutlich steigen. Die Korrektur an den Aktienmärkten kann somit durchaus noch etwas länger anhalten. Letztlich eine gesunde Entwicklung, die eine Basis bildet für eine neue Aufwärtsbewegung in der Zukunft.

Dividende auf dem Prüfstand

Nach dem fulminanten Jahresauftakt ist bei K+S wieder etwas mehr Ernüchterung eingekehrt. Die Papiere bleiben ein heißes Eisen. Auch die Analysten sind geteilter Meinung, sprechen Kauf- und Verkaufsempfehlungen aus oder setzen einfach nur auf “Halten”. Gleiches gilt für die Kursziele, die Range reicht von 12 bis 30 Euro. Für einen DAX-Wert eine fast schon atemberaubende Spanne. Gemessen am aktuellen Kurs von knapp 22 Euro entspräche das auf der Südseite einem Rückschlagpotenzial von 45 Prozent. Nach oben wäre demnach allerdings deutlich mehr als ein Drittel Luft. Nun sorgen die Analysten der Citgroup mit einer Studie für Aufsehen, obwohl die Analyse mit einem lauen „Neutral“ für den DAX-Wert versehen ist. Grund: Die Experten gehen davon aus, dass der Kalihersteller in den kommenden drei Jahren jeweils die Dividende ausfallen lassen wird, um so das stramme Investitionsprogramm besser zu schultern. Selbst skeptische Beobachter wie die von Hauck & Aufhäuser, hatten in ihren Kalkulationen zumindest eine Basisdividende enthalten. Spätestens am 13. März 2014 werden die Anleger wissen, wie der Dividendenvorschlag für das abgelaufene Jahr aussieht. Anleger brauchen bei diesem Wert auch weiterhin gute Nerven und entweder einen langen Atem oder agieren sehr kurzfristig. Zumindest für Dividendenfans scheint das Papier aber nicht mehr die richtige Wahl zu sein.

Aber noch aus einem anderen Grund ist die K+S-Aktie derzeit interessant. Zusammen mit der Commerzbank weisen die Papiere eine hohe Volatilitätsbewertung auf. Gut für Discounterzertifikate, wie haben einige gute Papiere gefunden.

E.ON punktet gegenüber RWE

Die Gewinnerliste fällt zum Wochenschluss sehr knapp aus, vor allem die Versorger halten sich gut. Nachdem RWE kürzlich wegen der Energiewende erneut Milliardenabschreibungen bekannt gab, sieht man beim Düsseldorfer Konkurrenten derzeit keinen Bedarf. E.ON hat seine Ergebnisprognose für das vergangene Jahr offenbar erreicht, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen dürfte bei 9,2 bis 9,3 Mrd. Euro liegen. Zur Einordnung: Im vergangenen Jahr lieferte der Konzern noch einen Gewinn von 10,8 Mrd. Euro ab. Gewissheit werden Anleger aber erst mit der Präsentation der 2013er-Ergebnisse am 12. März haben. JPMorgan ist dennoch zuversichtlich und stufte die Aktie von “Underweight” auf “Neutral” und nahm das Kursziel von 12 auf 13 Euro. Wer mittelfristig bei der Aktie eine Bodenbildung erwartet und keinen Rücksetzer unter das 2013-Tief um 11,80 Euro, setzt auf einen Capped-Call. Die WKN PA13MB bietet eine Maximalrendite von 38 Prozent p.a., wenn die Aktie zum Stichtag im September über 11,80 Euro notiert.

E.ON



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Infineon erhält nach den guten Zahlen für das erste Quartal ebenfalls Rückenwind von Analysten. Jefferies erhöhte das Kursziel deutlich von 7,94 Euro auf 9,06 Euro. Für Commerzbank und Deutsche Bank geht es hingegen deutlich abwärts. Die spanische Großbank BBVA rutschte im vierten Quartal in die roten Zahlen. Zudem äußerte sich Barclays etwas skeptischer zur Deutschen Bank.

Grund zur Freude haben hingegen die Aktionäre von Bechtle. Der IT-Dienstleister lieferte ein Rekordergebnis ab, so etwas liest man gerne. Vor allem im vierten Quartal brummten die Geschäfte, und lassen das Management auch zuversichtlich in die Zukunft blicken. Die Aktie zählt heute zu den stärksten Papieren im TecDAX. Einen Blick wert ist aber auch Airbus. Nach der Namensänderung peilt man mittel- und langfristig hohe Ziele an. In unserer Analyse finden Sie passende Analageideen.

Entscheidungen stehen an

Wer wird der Nachfolger von Steve Ballmer, fragen sich seit Monaten die Anhänger von Microsoft. Auch rund 5 Monate nach der Ankündigung des Managers, sich nach 13 Jahren an der Spitze des Konzerns zurückziehen zu wollen, gibt es noch keinen Ersatz. Aber Spekulationen. Microsoft-Urgestein und Chef des Cloud Computing Satya Nadella ist der neue Favorit auf den obersten Posten. Auch Unternehmensgründer Bill Gates will offenbar künftig weniger Zeit für Microsoft aufwenden. Bedeutende Wechsel zeichnen sich ab. Ob die Personalveränderungen ausreichen werden, um der Aktie neuen Schwung zu verleihen, wird sich zeigen. Aktuell steht der Kurs bei 37 Dollar, genauso hoch wie Ende 2000 und 2007. Alles andere als hoch ist hingegen die Inflation in der Eurozone. Die Teuerungsrate hat sich im Januar wieder abgeschwächt, während Analysten mit einem Anstieg gerechnet hatten. Schwere Zeiten für die EZB, der Druck zu weiteren geldpolitischen Lockerungen steigt und belastet den Euro.

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Autor: Feingold-Research Feingold-Research
Die beiden ehemaligen FTD- und Börse Online-Redakteure Benjamin Feingold und Daniel Saurenz haben zusammen das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort stellen die beiden Kapitalmarktexperten und Journalisten ihre Marktmeinung, Perspektiven und Strategien inklusive konkrete Produktempfehlungen vor. In zwei Musterdepots werden die eigenen Strategien mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert (feingold-research.com).

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