K+S – drei Jahre Dividendenausfall?



12:06 03.02.14

Der erste Jahresmonat ist vorbei und so ein Mini-Fazit kann man schon ziehen. Wie erwartet wird 2014 volatiler als 2013, nicht nur am Aktien-, sondern auch am Rohstoff- und Devisenmarkt. Der Einfluss der Notenbanken bleibt so stark wie er gewesen ist, jedoch kehrt er sich teilweise in die andere Richtung. War Bernanke 2013 noch der Kurstreiber könnte Janet Yellen 2014 die Spaßbremse werden. Vor allem aber sieht man nun ganz klar, wie weitreichend die Ausläufer der offensiven weltweiten Geldpolitik sind. Es sind eben nicht nur ein aufgepumpter Aktienmarkt und in vielen Großstädten weltweit aufgeblasene Immobilienmärkte, sondern auch Verwerfungen in den Schwellenländern, die als Kollateralschäden nun zum Vorschein kommen. Und mittelfristig wird die Notenbankpolitik auch in greifbarer Inflation bei den Bürgern ankommen sofern man sie ehrlich ausweist. 

 Einzeltitel fast alles beim Alten

Commerzbank, Cancan, Nordex oder K+S  - auf Seite der meist gehandelten Einzeltitel ist dagegen 2014 fast alles beim Alten. Aus den USA kommen mit Tesla, Facebook oder Apple noch die heißen Aktien der Quartalssaison dazu. Stichwort Quartalssaison in Deutschland stehen noch einige Titel an, danach folgt die Dividendenphase. Von K+S wird da wenig erwartet. Dafür bleibt es interessant. Denn zwischen 12 und 30 Euro schwanken derzeit die Kursziele für die Aktien von K+S für einen DAX-Wert eine fast schon atemberaubende Spanne. Gemessen am aktuellen Kurs von knapp 22 Euro entspräche das auf der Südseite einem Rückschlagpotenzial von 45 Prozent. Nach oben wäre demnach allerdings deutlich mehr als ein Drittel Luft. Nun sorgen die Analysten der Citgroup mit einer Studie für Aufsehen, obwohl die Analyse mit einem lauen Neutral für den DAX-Wert versehen ist.

Dividende fällt aus?

Grund: Die Experten gehen davon aus, dass der Kalihersteller in den kommenden drei Jahren jeweils die Dividende ausfallen lassen wird, um so das stramme Investitionsprogramm besser zu schultern. Selbst skeptische Beobachter wie die von Hauck & Aufhäuser, hatten in ihren Kalkulationen zumindest eine Basisdividende enthalten. So rechnet Hauck & Aufhäuser für 2013 mit einer halbierten Dividende von 0,70 Euro pro Anteilschein. Für 2014 und 2015 liegen ihre Prognosen für die Ausschüttung bei 0,25 und 0,30 Euro je Anteilschein. Spätestens am 13. März 2014 werden die Anleger wissen, wie der Dividendenvorschlag für das abgelaufene Jahr aussieht. An diesem Tag werden die Kasseler ihren Geschäftsbericht vorlegen.



Letzte Rille

Wie Gereon Kruse für www.boersengefluester.de meldet, hat die Hansa Group quasi in letzter Minute die erhoffte Einigung mit den Finanzierungspartnern hinbekommen. Demnach kann der Konsumchemiekonzern mit Sitz in Genthin (Sachsen-Anhalt) seine Schulden um mehr als die Hälfte reduzieren. Die Hauptaktionäre stehen im signifikanten Umfang für eine Kapitalerhöhung in insgesamt mittlerer zweistelliger Millionenhöhe gerade. Festgezurrt  werden sollen die Maßnahmen auf der nächsten Hauptversammlung, die bis Juni 2014 stattfinden soll. Bereits im laufenden Jahr will die Gesellschaft beim operativen Ergebnis aus der Verlustzone kommen. Für 2015 rechnet der Vorstand der Hansa Group dann mit einem deutlich positiven Ergebnis. Zuletzt türmten sich in der Bilanz Finanzschulden von nahezu 124 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote betrug 22,7 Prozent. Nach der wochenlangen Hängepartie um den Sanierungskurs, reagierten die Börsianer sehr erleichtert auf die Einigung mit den wichtigsten Finanzgläubigern. Der Kurs schoss um annähernd 30 Prozent auf 1,74 Euro in die Höhe. Damit bringt Hansa Group nun rund 90 Mio. Euro auf die Waagschale. Nach neuen Monaten 2013 erzielte das Unternehmen bei Erlösen von 251 Mio. Euro einen Verlust von 18 Mio. Euro. Für Gereon ist die Aktie eine super heiße Turnaroundstory.

Termine am Montag

Ruhig geht der DAX in die Woche, doch am Montag Nachmittag könnte frischer Schwung in den Markt kommen. Um 16 Uhr wird der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie veröffentlicht. Zuletzt wurde der Index für Dezember von 57 Punkte auf 56,5 Punkte nach unten korrigiert. Das ist das niedrigste Niveau seit Oktober. Offensichtlich haben die bis Ende 2013 gestiegenen Zinsen die Wirtschaft mehr belastet, als viele Volkswirte erwartet hatten. Für Januar prognostizieren sie einen Rückgang auf 56 Punkte aus. Werte oberhalb der 50er-Marke deuten ein Wachstum des Sektors an.

Gleichzeitig mit dem Einkaufsmanagerindex werden auch die Daten zu den Bauausgaben veröffentlicht. Im November waren sie um ein Prozent gegenüber dem Vormonat auf 934,4 Mrd. Dollar gestiegen. Das war das höchste Niveau seit März 2009. Im Dezember sollen die Ausgaben um 0,5 Prozent gestiegen sein.

Handwerkszeug

Auch diese Woche verspricht mit vielen Quartalszahlen und Konjunkturdaten also reichlich Spannung. Das passende Handwerkszeug darf da nicht fehlen. Wie angesprochen kann man bei Vola-Produkten wie den im Januar empfohlenen Discount-Calls auf den VSTOXX schon Gewinne kassieren, auf den DAX könnten nun Knock-outs wieder attraktiver sein, die Vola drängt sich nicht so richtig auf. Auf der Long-Seite ist mit Hebel 30 die WKN CF5HGJ eine passende Variante, Knock-out bei 9.015 Zählern. Auf der Bear-Seite bietet sich die DT2JE2 an, Hebel 17. Auf der Devisenseite greifen Euro-Anhänger zur DX9L5T mit Hebel 22 auf einen steigenden Euro zum US-Dollar, einen steigenden Dollar kann man mit DT1TX6 angehen.

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Über den Autor
 
Autor: Feingold-Research Feingold-Research
Die beiden ehemaligen FTD- und Börse Online-Redakteure Benjamin Feingold und Daniel Saurenz haben zusammen das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort stellen die beiden Kapitalmarktexperten und Journalisten ihre Marktmeinung, Perspektiven und Strategien inklusive konkrete Produktempfehlungen vor. In zwei Musterdepots werden die eigenen Strategien mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert (feingold-research.com).

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