Tesla mit hohem Anziehungsfaktor



08:09 04.02.14

Er sorgt noch immer für Aufsehen, wenn an der alten Oper in Frankfurt
potenzielle Kunden mit dem roten Tesla losfahren oder am Schauraum unter
dem UBS-Turm ein neues Fahrzeug anhält. Tesla ist zwar vielen Menschen
bekannt, so richtig greifbar ist die Elektro-Edelschmiede aus den USA
aber noch nicht. Die Aktie war 2013 ein richtig heißes Eisen, wurde
zunächst nach oben geschossen, im Spätherbst dann kurzzeitig hart
abgebremst. Zuletzt konnte der US-amerikanische Elektroautohersteller
positive Nachrichten für seine Investoren verkünden. Mitte Januar hat
das Unternehmen bekanntgegeben, dass mit dem Verkauf von 6.900
Elektroautos im vierten Quartal 2013, das Ziel für 2013 von insgesamt
20.000 verkauften Fahrzeugen übertroffen wurde. Dem Unternehmen zufolge,
konnte man in dem letzten Quartal 20% mehr absetzen als zuvor geplant.
Die nächste große Vision von Unternehmens-Mitgründer und CEO, Elon Musk,
ist die Etablierung der Marke in China. Der chinesische Markt ist der
größte Automarkt der Welt und könnte dem Elektroautohersteller damit
gleichzeitig ein hohes Absatzpotential bieten. Nach den USA soll China
in Zukunft der zweitgrößten Absatzmarkt für das kalifornische
Unternehmen werden. Elon Musk schätzt aufgrund der hohen Nachfrage, dass
die Anzahl der abgesetzten Fahrzeuge des Flagships, Model S, in China,
bis 2015 das selbe Level erreichen könnte wie in den USA. In diesem
Zusammenhang tauchten in den Medien Spekulationen über ein Statement des
CEO auf, dass das Unternehmen bereits dieses Jahr eine eigene
Produktionsstätte in China eröffnen könnte. Unternehmenssprecherin
Veronica Wu hat dies in einem Interview mit Reuters aber zurückgewiesen.

Das Ziel des Konzern sei es demnach den chinesischen Konsumenten
zunächst durch guten Service und einer intelligenten Preisstrategie zu
überzeugen. Einem Interview mit Sfgate zufolge, steht ein Preis von US-$
122.280 für das Model S im Raum. Laut John Lovallo, Aktienanalyst der
Bank of America, liegt der Preis unterhalb der Erwartungen und das,
obwohl das Elektroauto 50% teurer wäre im Vergleich zu einem Kauf in den
USA. Die Gründe dafür seien Steuern, hohe Transportkosten und sonstige
Ausgaben. Ob es aufgrund der zusätzlichen Kosten auf lange Sicht zu
eigenen Produktionsstätten in China kommen wird, bleibt zu diesem


Zeitpunkt abzuwarten.

So mancher Skeptiker hat sich bezüglich Tesla sicherlich Gedanken
gemacht und die Frage gestellt, wie sich eine Marktkapitalisierung in
Höhe von aktuell über US-$ 21 Milliarden rechtfertigen lässt, wenn das
Unternehmen gerade einmal 2.300 Autos im Monat absetzt. Die Antwort
darauf könnte darin liegen, dass es nicht das Ziel des Unternehmens sei,
diese relativ geringe Menge an Autos für die Ewigkeit abzusetzen.
Während der Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal hatte
Elon Musk über die Ziele des Unternehmens in den kommenden Jahren
gesprochen.

Daraus geht hervor, dass es bezüglich des Model S das Ziel sei auf
Jahresbasis 20.000 Modelle in den USA, 10.000 in Europa und 20.000 in
den übrigen Verkaufsländern abzusetzen. Zusammen mit dem für Ende 2014,
Anfang 2015 angekündigten Modell Tesla Model X würde man demnach von
einer Gesamtabsatzmenge von ca. 100,000 Auto pro Jahr rechnen.
Allerdings handelt es sich hierbei um Zukunftsmusik, denn noch ist das
Model X, eine Kombination aus Van und SUV, noch nicht auf dem Markt. Von
daher ist es nicht vorhersehbar, wie die Absatzzahlen des Unternehmens
in Zukunft aussehen werden.

Für das laufende Jahr jedenfalls hat sich der Autobauer ebenfalls
ehrgeizige Ziele gesetzt. Im Interview mit Reuters hatte Wu außerdem
verkündet, dass es das Ziel des Unternehmens sei, die Absätze in 2014 im
Vergleich zu 2013 zu verdoppeln. Seit dem Geschäftsjahr 2009 ist es dem
Autobauer gelungen seine Umsatzerlöse auf Jahresbasis zu verdoppeln. Ob
es den Kaliforniern erneut gelingen wird, bleibt zu diesem Zeitpunkt offen.

Keineswegs offen sind dagegen Fragen nach Investmentmöglichkeiten bei
Tesla. Aktienanleihen, Knock-outs oder Optionsscheine sind verfügbar.
Aufgrund der hohen Volatilität würden wir im Hebelbereich aber CFDs oder
Knock-outs mit weitem Puffer den Scheinen mit teurer Prämie vorziehen.
Im AnlagebereichVZ00M7

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Über den Autor
 
Autor: Feingold-Research Feingold-Research
Die beiden ehemaligen FTD- und Börse Online-Redakteure Benjamin Feingold und Daniel Saurenz haben zusammen das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort stellen die beiden Kapitalmarktexperten und Journalisten ihre Marktmeinung, Perspektiven und Strategien inklusive konkrete Produktempfehlungen vor. In zwei Musterdepots werden die eigenen Strategien mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert (feingold-research.com).

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