K+S, Silber oder den DAX zum Valentinstag



07:22 14.02.14

Herzlichen Glückwunsch der Blumenindustrie, der Valentinstag steht an. Viele Männer und  Frauen überlegen nun, was sie dem Liebsten wohl am 14. Februar schenken können. Mit durchschnittlich 44 Euro – ermittelt von der Comdirect-Bank – sind die Schenkenden dabei sehr spendabel. Aber mal ehrlich – Blumen verwelken, Schokolade ist schnell weggegessen und macht in zu großen Mengen zu dick, eine vernünftige Hotelübernachtung in Paris gibt es für 44 Euro auch nicht und Fußballkarten sind ebenfalls nicht das Wahre – am Ende erwischen Sie noch ein Heimspiel gegen die Bayern, kriegen 1-5 die Hütte voll und ärgern sich. Deshalb haben wir uns einmal umgesehen, womit Sie ihrem Partner langfristig eine Freude machen könnten. Welche Investments und Anlageideen gibt es denn so für 44 Euro? Aktien, Zertifikate, Edelmetalle – es ist für jeden etwas dabei;-)

Los geht es mit dem Blick auf das reine Aktieninvestment für 44 Euro. Im DAX ist es da etwas schwierig, doch immerhin – es gibt für den Preis gleich 2 Aktien von K+S. Der Vorteil – Ihre Partnerin wird im nächsten Winter erfreut dreinschauen wenn draußen der Schnee fällt und ans Salzgeschäft bei K+S denken. Zweite Alternative – Aktien aus dem MDAX. Mag Ihr Partner fremde Kulturen oder vielleicht Unternehmen, die ein bisschen unter die Räder gekommen sind? Dann legen Sie am Valentinstag doch mal 2 Aktien von DMG Mori Seiki auf den Tisch oder gleich 4 Papiere von Klöckner. Und wenn es die exakten 44 Euro für eine Aktie sein sollen – Osram kennt jeder Mann und jede Frau vom Glühbirnen wechseln und wird in Zukunft gleich doppelt erfreut Nachschub kaufen.

WMF mal anders?

Schlechte Nachrichten gibt es dagegen, wenn man in den TecDAX schaut. Nicht eine Aktie notiert um 44 Euro, also lieber gleich weitersuchen im SDAX. Dort ist die Valentinsauswahl groß. Cewe, GfK und Schaltbau gibt es fast exakt zur Durchschnittssumme der Schenkenden. Oder mag Ihre Partnerin lieber etwas Kleines? Dann ab zu den Small Caps – GK Schaltbau, Edding, CytoTools und WMF Vorzüge (mal die Aktie statt immer wieder Besteck und Co…) passen exakt ins Budget. Sollten Sie dagegen in Ihrer Partnerschaft international ausgerichtet sein, so hilft ein Blick über internationale Grenzen. DuPont aus dem Dow Jones, Total aus Frankreich (Ihre Frau oder Freundin wird ab sofort begeistert zum Tanken fahren…) oder mit etwas Großzügigkeit Danone sind für 44 Euro im Angebot.

Eine Douglas-Aktie ist übrigens nach dem Squeeze-Out 2013 nicht mehr verfügbar – sie war nah an den 44 Euro dran – und in den Läden gibt es für 44 Euro das Parfüm Eau de Lacoste Sensuelle – aber wer will das schon? Lacoste trägt man wenn überhaupt dann doch als Kleidungsstück…

Warum nicht ein Zerti für den Partner?

Nun werden Sie mit Recht sagen, dass eine Partnerschaft auch immer eine Art Konstruktion ist und da konstruierte Produkte nicht fehlen dürfen. Richtig. Deshalb darf es zum Valentinstag natürlich auch etwas aus der Kategorie Zertifikate und Fonds sein – für 44 Euro, logo. Machbar ist da zum Beispiel ein Lanxess-Discounter mit WKN CZ58HS. Das schöne daran – Sie können angesichts der Laufzeit von gut 12 Monaten im Februar 2015 womöglich erklären, was man unter 12 Prozent Seitwärtsrendite versteht und warum aus 44 Euro bis dahin 50 Euro werden könnten.

Vielleicht ist Ihre bessere Hälfte aber auch fleissiger TV-Seher und Zeitungsleser und hat ein Faible für Axel Springer. Dann könnte der attraktive Discounter DZU0C2 etwas sein – zum 44 Euro-Budget gibt es noch eine gute Tafel Schokolade oben drauf.



Frankreich oder den DAX für die Lieben?

Nun kann es aber sein, dass Ihr Partner momentan etwas schlecht drauf ist oder ein bisschen pessimistisch in die Lande schaut – und Sie alle Aufmunterungsversuche aufgegeben haben. Aber selbst für die besseren Hälften mit schlechter Laune lässt sich etwas finden – ein DAX-Reverse-Bonuszertifikat bei dem es am Aktienmarkt auch eher seitwärts bis schlechter laufen sollte. Der Preis für das Papier mit Laufzeit September und Bonusbarriere bei 10.100 Punkten, WKN BP77V5, beträgt – Sie ahnen es – 44 Euro. Und wer statt eines engen Hotelzimmers in Paris für den Lieben doch ein Stückchen Frankreich auswählen möchte – einen ETF auf die Franzosen gibt es mit Perspektive auf eine Wirtschaftserholung im Nachbarland zu – genau – 44 Euro….

Und zu guter Letzt – wenn Sie es doch edel und glitzern und physisch lieferbar haben möchten – beim Edelmetallanbieter Ophirum kosten zwei Silbermünzen Kookaburra zusammen rund 42 Euro und der Silberpreis hat schließlich verglichen zu den letzten Jahren reichlich Luft nach oben. Also – es müssen nicht immer Lilien, Rosen oder bunte Sträuße sein, auch Kinokarten kann jeder. Schenken Sie doch mal was anderes – auch auf die Gefahr hin, dass Sie in der Hitliste der romantischsten Geschenke das Treppchen kann verfehlen. Langfristig wird Ihr Partner es Ihnen danken – bestimmt;-)

Nun aber einen schönen Valentinstag  - und nehmen Sie nicht alles so ernst, unsere Produktideen aber schon….

Und für alle, die den Beleg für die 44-Euro-Grenze noch einmal nachlesen möchten – hier die kleine Studie der Comdirect:

Ob Blumen oder Pralinen – 35 Prozent der Deutschen wollen ihren Partner zum Valentinstag am 14. Februar beschenken. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage von comdirect. Im Schnitt investieren die Paare insgesamt rund 44 Euro. Männer kaufen dabei wesentlich häufiger Präsente als Frauen: 39 Prozent von ihnen geben an, etwas für die Liebste – oder den Liebsten – besorgen zu wollen. Unter den weiblichen Befragten sind es 30 Prozent, die ein Geschenk kaufen wollen. „Offenbar nehmen viele Männer den Valentinstag zum Anlass für Aufmerksamkeiten“, sagt Sabine Münster, Leiterin Banking bei comdirect. „Sie schenken nicht nur häufiger, sie geben auch mehr Geld für die Geschenke aus.“ Im Schnitt investiert ein Mann rund 29 Euro, Frauen knapp 15 Euro.

Allerdings ist die Bereitschaft, die Partnerin oder den Partner zum traditionellen Tag der Liebenden zu beschenken, altersabhängig. Während unter den 18- bis 29-Jährigen noch fast die Hälfte (46 Prozent) angibt, an diesem Tag etwas schenken zu wollen, ist der Anteil mit 23 Prozent bei den älteren Paaren ab 60 Jahren halb so groß.

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Über den Autor
 
Autor: Feingold-Research Feingold-Research
Die beiden ehemaligen FTD- und Börse Online-Redakteure Benjamin Feingold und Daniel Saurenz haben zusammen das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort stellen die beiden Kapitalmarktexperten und Journalisten ihre Marktmeinung, Perspektiven und Strategien inklusive konkrete Produktempfehlungen vor. In zwei Musterdepots werden die eigenen Strategien mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert (feingold-research.com).

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