Aluminium: Diese Party ist vorbei



12:05 19.08.15

Bei Industriemetallen wie Aluminium, Kupfer oder Nickel zeigt die Tendenz in eine Richtung. Es geht nach unten. Notierungen erreichen ein Mehrjahrestief nach dem anderen. Aluminium befindet sich auf dem tiefsten Stand seit sechs Jahren und ein Ende dieser Talfahrt scheint noch nicht in Sicht.

Seit Ende 2014 geht es übergeordnet mit nur einer nennenswerten Erholung abwärts. Das brachte Aluminium auf den tiefsten Stand seit Mitte 2009. Damals erreichten die Notierungen im Februar auch ein markantes Tief um 1260 US-Dollar. Während seit Monaten die Bestände an der London Metal Exchange zurückgehen und derzeit rund 3,3 Millionen Tonnen betragen, wird am globalen Markt mit einem Überschuss beim Angebot gerechnet, da die hohen Preise der letzten Jahre zu einem Aufbau von Kapazitäten führten. Der norwegische Alu-Produzent Norsk Hydro beziffert diesen gegenwärtig auf 14 Millionen Tonnen. Da auch China mehr produziert als verbraucht, stiegen die Exporte im ersten Halbjahr um zwei Drittel an. Für zusätzlichen Druck auf die Industriemetalle sorgt die Annahme, dass Chinas Wachstum an Dynamik verlieren könnte. Die Abwertung der Landeswährung Yuan schürte ebenso wie eine Reihe schwächerer Wirtschaftsdaten diese Befürchtung. Denn am globalen Rohstoffmarkt steht Hauptdarsteller China für eine Nachfrage von rund 40 Prozent. Verwendet wird Aluminium unter anderem im Automobil- und Maschinenbau, in der Bauwirtschaft und Elektrotechnik.

Aluminium (Tageschart in US-Dollar):

Aluminium (Wochenchart in US-Dollar):
Strategie

Mit einem Mini Future Short (WKN SG8ZZM) können risikobereite Anleger, die von einem fallenden Aluminiumpreis ausgehen, mit einem Hebel von 3,5 überproportional davon profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt aktuell 23,7 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Dieser kann hier über dem im Chart dargestellten Widerstand im Basiswert bei 1650 US-Dollar platziert werden. Im Mini Future Short ergibt sich daraus zum aktuellen Wechselkurs von Euro in US-Dollar ein Stoppkurs von 2,95 Euro. Fällt Aluminium bis zum Tief von Februar 2009 um 1260 US Dollar, beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dieser Strategie 2,6 zu 1.

Fallende Kurse
Kennzahlen
WKN: SG8ZZM
Akt. Kurs: 3,85 - 3,95 Euro
Basispreis: 1974,25 US-Dollar
KO-Schwelle: 1915,18 US-Dollar
Laufzeit: Open End
Typ: Mini Future Short
Emittent: Société Générale
Basiswert Aluminium Future
Kursziel: 6,50 Euro
Kurschance: 65 Prozent
Quelle: Börse Stuttgart

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Über den Autor
 
Autor: Jürgen Sterzbach Jürgen Sterzbach,
boerse-daily.de

Das Auf und Ab an den Finanzmärkten faszinierte Diplom-Volkswirt univ. Jürgen Sterzbach schon seit jeher. Mit der Charttechnik fand er ein geeignetes Instrument, die Veränderungen der Kurse erklären zu können. Fundamentale und volkswirtschaftliche Daten geben ihm dabei den passenden Analyserahmen. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler, der sich im Studium auf Geldpolitik und Ökonometrie fokussierte, schreibt als freier Journalist und ständiger Marktbeobachter seit mehreren Jahren über Aktien, Zertifikate, Hebelprodukte und weitere strukturierte Finanzanlagen. Analysen und Beobachtungen zur Wirtschaftslage und zum Börsengeschehen veröffentlicht er unter anderem im monatlich erscheinenden Finanz-Informationsdienst „Finanzen und Börse“ (www.finanzen-und-boerse.de). Sein Anliegen ist es, komplexe Sachverhalte einfach und für jedermann verständlich darzustellen. Mit Fachjargon Anschein zu schinden liegt ihm nicht – klare Worte dagegen umso mehr. Sein Wissen bringt er in den professionellen Trading-Diensten der Financial Services Group ein und veröffentlicht dort ebenso werthaltige Sonderpublikationen wie „Technische Analyse“ und „Schnellkurs Zertifikate“. Seine erfolgreichen Strategien zeigt er nun exklusiv im Expertenteam von Börse Daily im donnerstags erscheinenden Newsletter „Trends“, der unter anderem bereits von der australischen Investmentbank Macquarie an seine Kunden versendet wurde.

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