DAX unter 10.000 Punkte: Schon Panik oder ist aussitzen angesagt?



08:09 10.01.16

Die Situation an den Börsen hat sich noch einmal zugespitzt nachdem die Börse in Shanghai am Donnerstag bereits nach einer halben Stunde wieder beendet war. Wie schon am Dienstag hat der neue Schutzmechanismus gegriffen, den die Chinesen bei einem Verlust von über sieben Prozent eingeführt haben. Der Handel wird bei einem so hohen Kursverlust am Tag ausgesetzt. Das war die Initialzündung für den DAX, der schlagartig unter die wichtige 10.000-Punkte-Marhe rutschte und die Stopp-Loss-Verkäufe haben dann den Rest übernommen. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass sich der Kurs über 9.900 Punkte hält, denn sonst droht der Absturz bis in den Bereich von 9.325 Punkten und das wäre ein herber Schlag.

Die Finanzwelt spielt verrückt – und alle spielen mit!

Die Nerven liegen jetzt blank bei den Anlegern und man wird geduldig mit ansehen müssen, wie es weitergeht. Folgen jetzt Panikverkäufe? Was machen die US-Börsen? Der DOW sieht angeschlagen aus und könnte schnell bis auf 16.250 Punkte zurückfallen. Für den S&P 500 kann man auch keine bessere Aussage machen. Der S&P Index hat den Aufwärtstrend bereits im August verlassen, sich dann wieder leicht erholt, aber konnte noch kein neues Hoch schreiben und steht jetzt wieder an einem gefährlichen Punkt. Die Unterstützung bei 1.990 Punkten wurde durchbrochen und es besteht die Gefahr, dass es mindestens bis 1.870 Punkte nach unten geht.¬† Sollte diese Unterstützung auch nicht halten, sind die nächsten Haltepunkte bei 1.815 und 1.730 Punkte. Hier können Sie die RuMaS Explosive Kurs-Raketen abrufen.



Die Chinesen, der Ölpreis, die geopolitischen Krisen – alles Gründe, aber nachvollziehbar?

Die schlechte Stimmung an den US-Börsen wird überwiegend auf den niedrigen Ölpreis geschoben, der seit über 10 Jahren nicht mehr so gering war. Im Juni 2014 zahlte man noch etwa 115 USD pro Barrel Rohöl – heute sind es noch gut 33 Dollar. Die niedrigen Ölpreise schaden zwangsläufig den Ölproduzenten, den Dienstleistern für die Ölwirtschaft und legen die Wirtschaft in den Hauptförderländern in weiten Teilen lahm. Auf der anderen Seite bringen die günstigen Energiepreise für die Industriebereiche mit hohem Energieanteil¬† Geld in die Kasse. Was stimmen muss, ist natürlich die Balance zwischen wirtschaftlichem Nutzen und dem Schaden, der durch geringere Exporte in die betroffenen Länder entsteht. Die Auslöser dieses Börsendebakels waren aber die Chinesen, die mit weniger Wachstum rechnen und damit die Börsen einstürzen lassen. Selbst wenn der chinesische Aktienmarkt überteuert ist und eine Korrektur erforderlich war, muss das aus unserer Sicht nicht die ganze Finanzwelt zusammenstürzen lassen. Die Chinesen und die ganze Finanzwelt konnten nicht davon ausgehen, dass zweistellige Zuwachsraten in China oder mindestens hohe einstellige Werte auf Dauer Bestand haben können. Vielleicht muss man sich an den Gedanken gewöhnen, dass auch fünf Prozent noch ein sehr starkes Wachstum ist. Auch die vielen geopolitischen Krisen gibt es nicht erst seit gestern und wenn eine neue Spannung zwischen dem Iran und Saudi Arabien hinzukommt, darf das eigentlich die Börsen nicht in einem so starken Maße treffen. Alles sicher Gründe, aber bei guten Konjunkturaussichten und in der Mehrzahl positiven Aussichten der Unternehmen, ist der Rücksetzer - bei allem Verständnis für eine kleine Korrektur – in dieser Höhe nicht nachvollziehbar.

Wir sind über 9.900 Punkte im DAX noch nicht in Panikstimmung. Es hat zwar einen herben, teils schmerzlichen Rücksetzer gegeben, aber wir glauben, dass man das jetzt aussitzen muss. Wer ausreichend liquide Mittel zur Verfügung hat, könnte sogar nach Kaufkursen Ausschau halten.

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