Gold, Silber und EUR/USD - Märkte am Scheideweg!



14:46 03.02.16



Vielleicht musste es so kommen, manche werden sagen, es war unausweichlich, Gold und Silber, aber auch die Begleitmusik Euro, befinden sich am Scheideweg. Das Jahr 2015 konnte nicht mit einem großen Paukenschlag beschlossen werden, welcher den Boden in den Metallen eingeläutet hätte. Stattdessen befand sich vor allem Gold in einer Struktur, die sich am besten als Bermudadreieck beschreiben lies. Vieles ging rein, nichts kam raus. Sowohl die Bullen als auch die Bären schickten ihre Truppen ins Feld sich über die Marken von $1104 hinwegzusetzen und auf der anderen Seite die Marke von $1064 zu unterschreiten. Den Bären gelang es dabei ein Tief bei $1046 auszubauen und die Bullen sind momentan im Begriff die Gewässer oberhalb von $1104 auszuloten. Silber befindet sich stattdessen in einer etwas komfortableren Lage, wie es bereits im Jahr 2015 des Öfteren der Fall war. Während das gelbe Metall seine kritischen Grenzen auslotet und die Bären an den Rand von drastischen Umwegen zu zwingen versucht, liegt Silber ruhig vor Anker, mit den kritischen Marken in deutlicher Entfernung. Zwar wurde die erst Schwelle von $14.29 überschritten, was uns auch zu erhöhter Wachsamkeit zwingt, aber erst über $14.74, ja sogar erst mit einem nachhaltigen Ausbruch über $15.32 sind die Bären in wirklicher Gefahr, einen erheblichen Umweg einschlagen zu müssen, um ihre Mission finales Tief zu vervollständigen. Wie reiht der Euro sich nun in diese Entwicklung mit ein? Der Gleichklang Metalle runter Euro runter, den wir seit 2011 beobachten, wobei der Euro sich da bereits seit 3 Jahren in einer Korrektur befand, geht auch aktuell weiter. Der Euro hat sich dabei aber nochmals in den letzten Wochen am Ausbau einer Gegenbewegung versucht. Die aber bislang von den Bären an der letzten Ausfahrt bei $1.1025 verhindert wurde. Dennoch schwebt diese Option noch immer über dem Markt, daran konnten auch die Versuche den Markte wieder in sichere Regionen unter $1.0807 zu drücken nichts ändern. Die Bären sind noch nicht wieder fest im Sattel. Unbestritten bleibt für uns aber auch hier, dass der Euro seinen Boden nicht gefunden hat. Zu diesem Schluss bringt uns auch die Entwicklung des Dollar Index, welcher sich noch immer in einer klaren Aufwärtsstruktur befindet und die letzten Rücksetzer sich alle in einer klar korrektiven Natur etabliert haben. 


Was bedeutet diese Ausgangslage für den Verlauf innerhalb des ersten Quartals. Alle drei Märkte haben ihre Tiefs nicht gesehen, dass ist für uns ein unbestrittener Umstand. Wir müssen zwar speziell bei Gold den Spielraum einräumen, dass sich der Markt, sollte ein Ausbruch über die Marke von $1128.90 gelingen, in Richtung des letzten markanten Hochs bei $1192.70 vorarbeitet. Dazwischen liegt zwar mit $1153 nochmals eine Marke, welche die Bären wieder direkt ins Spiel bringen würde und die bisherige Zählung am Leben erhalten würde, wir halten dies aber über $1128.90 für eher unwahrscheinlich. Unsere Einschätzung würde sich dann deutlich zu Gunsten des Umweges über $1192.70 verschieben. Wenn es auch noch weit entfernt liegt, so muss man auch die Option eines Ausbruches über $1192.70 diskutieren. Es muss dabei klar gesagt sein, ein solcher Ausbruch würde keinen Boden erzwingen, im Gegenteil. Die Option auf einen Abschluss der Korrektur in 2016 wäre damit mehr oder minder zu Nichte gemacht. Oberhalb von $1192.70 eröffnen sich Regionen des Charts, von $1300 Plus. Dieser Ausflug lässt sich nicht binnen kurzer Zeit erledigen, noch kann er so schnell korrigiert werden. Wir sind in Anbetracht dieser Möglichkeiten über die Gebühr froh, so vehement unter $1100 zum Aufbau von langfristigen Longs aufgerufen zu haben. Das vermeintliche Risiko, in den noch fallenden Markt zu kaufen, zahlt sich nun aus. 


Für Silber etabliert sich eine ganz ähnlich Lage. Mit dem Unterschied, dass Silber sich noch nicht an seinen vergleichbaren Barrieren befindet, die das mittelfristige Bild drastisch verändern würden. Sollte aber hier eine Auflösung dieser Barrieren erfolgen, in Zahlen insbesondere $14.74 und $15.32, bekämen wir es mit einer vergleichen Entwicklung wie am Goldmarkt zu tun. Zunächst würde sich dort der obere Wiederstand bei $16 zu Wort melden und Ansprüche stellen angelaufen zu werden. Was vergleichbar mit einem Test von $1192.70 in Gold wäre. Wir sehen dies aber aktuell nicht als reale Option. Sollte es zu einem Überschreiten von $15.32 kommen, werden wir in den täglichen Updates die Entwicklung entsprechend hinterlegen. Silber kann also zu Beginn des Jahres 2016 immer noch als bärischer Primus bezeichnet werden. Der sich nicht wie gerne oft beschworen, 1 zu 1 an der Entwicklung von Gold orientiert. 




Der Euro geht seinen Weg weiter selbstbestimmt und wir sehen hier keinerlei Anlass von unseren langfristigen Prognosen abzusehen. Der Euro bleibt fest in seiner korrektiven Struktur und hat dies dabei innerhalb aller Anstiege deutlich gemacht. Es haben sich auch hier immer wieder Stimmen erhoben, die den Boden bereits gesehen haben wollen, ebenso aber auch übertriebene Einschätzungen die den Euro in der Bedeutungslosigkeit versinken sehen. Wir haben zur Genüge betont was wir von solchen Extremen Stimmen halten. Wenn gleich auch unsere Einschätzung des Euro als extrem wahrgenommen werden mag. So hat sie sich deutlich bewiesen. Es sollte an diesem Punkt auf für unsere Abonnenten klar sein, dass der Euro ein realer Markt ist, welcher sich nach den gleichen Gesetzen bewegt wie Gold, Silber oder ein Index. Setzen sich die Abwärtsbewegung wie erwartet fort, sehen wir den nächsten Pivot Punkt im Bereich der Parität. Von wo aus wir dann auch final Entscheiden werden, ob wir uns zu Gunsten des Alternativen Ziels festlegen, oder bereits einen Boden hinterlegen können. Wichtig ist dabei natürlich auch, in welcher Manier der Markt auf diese Schallmauer auftrifft. Umso impulsiver, begleitend mit der bisher beobachteten Entwicklung im Dollar Index, die auf tiefere Kurse als Parität hinweist, müssen wir uns auf einen Anlauf der Regionen $0.9 bis $0.85 einstellen. 


Alles in allem bleiben die drei Kandidaten eines der Highlights an den Finanzmärkten. Wenn gleich auch eine solch lange Korrekturphase an die Substanz geht, so zeigt sich anhand des Beispiels WTI und USO, wie diese dann am Ende belohnt werden kann. Gleichsam können diese Märkte auch als Paradebeispiel gelten mit welchen Reaktionen im Bereich eines Bodens zu rechnen ist. Starker Abverkauf gefolgt von stärkerem Reversal, ein Bild welches alle drei Märkte uns bislang schuldig geblieben sind.                                            

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© Philip Hopf

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Über den Autor
 
Autor: Philip Hopf Philip Hopf,
Hopf Klinkmüller Capital Management KG

Philip Hopf ist geschäftsführender Gesellschafter der Hopf Klinkmüller Capital Management KG. Die HKCM KG beschäftigt sich mit der Risikoabwägung bei Investitionsentscheidungen in die Rohstoffmärkte und richtet sich an Anleger die Fragen zum Kauf und Lagerung von Physischen Edelmetallen haben. Philip Hopf hat sich auf die Bereiche Marktpsychologie und Analyse via Elliott Wellen Theorie spezialisiert und befasst sich hiermit regelmäßig in seinen Artikeln.

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