EUR/USD Analyse: Der König ist gegangen, es lebe der König



13:09 11.01.17

Am heutigen Tag könnte die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm herrschen. Die möglicherweise zunächst abwartende Haltung der Trader vor Bekanntwerden der Ergebnisse des FOMC Minutes Meeting im Dezember könnte sich zu einem Orkan entwickeln, falls aus dem Protokoll nicht die erhofften Hinweise auf die nächste Zinserhöhung hervorgehen. Dann würde der ohnehin starke US-Dollar einen neuen, kräftigen Schub erhalten, dem der Euro wenig entgegensetzen kann. In der Zwischenzeit rückt der Beginn der Trump-Präsidentschaft immer näher. Einige der Wahlversprechen werden anscheinend bereits umgesetzt. So verwirft Ford Motor bisherige Investitionspläne in Mexico und investiert stattdessen 700 Millionen US-Dollar in die Produktion in Michigan. Der Jahresanfang könnte für die US-Wirtschaft wohl kaum besser sein.

Nun kommen wir zu unserer Technischen Analyse:

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Rückblick

Der EUR/USD bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums im Bereich der 1,0410/20. Er notierte damit leicht unter dem Niveau der fünf vorangegangenen Handelstage. Am Mittwoch ging es dann zunächst aufwärts. Der EUR/USD lief bis an die 1,0440, konsolidierte sich hier und lief bis zum Abend an die 1,0500 heran. Am Donnerstag ging es zunächst leicht zurück bis an die 1,0480. Anchließend kam es zu einem dynamischen Aufwärtsimpuls an die 1,0600. Allerdings wurde diese Marke kaum überschritten. Am Freitag schwankte der EUR/USD zunächst in einer engen Box. Im Rahmen der Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten kam es zu einem Spike an die 1,0620. Diese Impulsbewegung wurde zwar wieder abverkauft, der EUR/USD schaffte es jedoch, die 1,0500 zu überschreiten und sich dort zu etablieren. Diese Marke wurde auch zu Beginn dieser Handelswoche noch gehalten. Am Dienstag ging es dann im Rahmen der Frühbörse wieder über die 1,0600 bis an die 1,0627, allerdings gab der EUR/USD dies e Marke im Handelsverlauf wieder ab.

Der EUR/USD schaffte es nicht, dass Hoch der Vorperiode noch einmal anzulaufen, er kam nicht einmal in die Nähe dieser Marke. Allerdings lag auch das Tief knapp 50 Pips oberhalb der Marke des letzten Betrachtungszeitraums. Auch die Wochenrange hat sich um gut 30 Prozent auf 239 Pips reduziert, der EUR/USD ist in den vergangenen fünf Handelstagen seitwärts gelaufen. Die 1,0600 sind nach wie vor eine unüberwindbare Schwelle für den EUR/USD. Die Erholungen seit Mitte Dezember sind immer nur bis zu diesem Bereich gelaufen.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR/USD mit dem Überwinden der 1,0588 bis in den Bereich der 1,0605 laufen könnte, nahmen jedoch an, dass es nicht wesentlich über die 1,0588 gehen sollte. Diese Einschätzung war nicht ganz richtig. Der EUR/USD war etwas fester als erwartet. Er konnte sich einige Male über die 1,0600 schieben, dort allerdings nicht dauerhaft etablieren. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,0410 knapp unter unsere Anlaufmarke bei 1,0394.

*Betrachtungszeitraum 04.01.2017 bis 10.01.2017

Wie könnte es weitergehen?

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden

Euro-Chart

Der EUR/USD hat sich in den letzten Handelstagen über der Marke von 1,0500 stabilisieren können. Das ist ein Achtungserfolg, mehr im Augenblick jedoch nicht. Der EUR/USD konnte sich mittlerweile deutlich von der Unterkante seines Abwärtskanals entfernen. Zu dieser Marke bestehen aktuell gut 200 Pips Luft. Wesentlich wird aber im übergeordneten Zeitfenster sein, dass der EUR/USD möglichst rasch über die 1,0620/30 kommt und sich dort festsetzen kann. Der erneute Rücksetzer am Dienstag unter die 1,0600 hat bearishen Charakter. Es gibt derzeit wenig Anhaltspunkte dafür, dass in Kürze eine deutliche Erholung ansteht. Nach wie vor überwiegen die Risiken. Die Parität ist wahrscheinlicher als eine Erholung an der Marke von 1,0900/1,1000.

Die Geldpolitik wird in den kommenden Handelstagen keinen Einfluss auf die Notierungen haben. Denkbar ist, dass der EUR/USD seine Seitwärtsbewegung in den kommenden zwei bis drei Wochen beibehalten könnte. In weniger als zwei Wochen wird der neue US-Präsident vereidigt. In den hundert Tagen danach wird sich zeigen, ob sich die Erwartungen Donald Trump als Amtsinhaber erfüllen. Bereits in den letzten Updates hatten wird mehrfach auf die eine steigende Inflationstendenz hingewiesen, die sich auch eingestellt hat. Dennoch erwarten wir nicht, dass die EZB im Jahr 2017 die Zinsen erhöhen wird. Zu groß sind die Risiken für die Staatsfinanzierung – wobei die Probleme nicht in Griechenland liegen.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen: Der EUR/USD könnte zunächst versuchen, sich über der 1,0550 zu etablieren. Gelingt dies, so könnte er versuchen, die 1,0575/78 und dann die 1,0588/92 anzulaufen. Kann er sich erneut über die 1,0592 schieben, wäre der Weg an die 1,0603/05, die 1,0615/18 und die 1,0622/27 frei. An allen Marken können sich Rücksetzer einstellen. Schafft es der EUR/USD, die 1,0627 hinter sich zu lassen, wären die nächsten Anlaufmarken bei 1,0644/48, bei 1,0667/70 und bei 1,0690/95 zu suchen. Über der 1,0695 wären die 1,0705/07 und die 1,0718/25 als Anlaufmarken denkbar.



Kann sich der EUR/USD nicht über der 1,0550 halten, wäre mit erneuten Rücksetzern an die 1,0535/33, die 1,0525/22 und an die 1,0510/05 zu rechnen. Setzt der EUR/USD bis 1,0505 zurück, so könnten sich in diesem Bereich Erholungen einstellen. Rutscht der EUR/USD unter die 1,0505, wären die 1,0495/90, die 1,0477/74 und die 1,0469/66 die nächsten Anlaufmarken. Unter der 1,0466 könnte der EUR/USD dann die 1,0450/47, die 1,0438/33 und die 1,0415/08 anlaufen. Die 1,0388/85 und die 1,0365/58 wären weitere Anlaufmarken unter der 1,0408.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

Hinweise in eigener Sache:

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Im Namen von Admiral Markets wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Ihr Jens Chrzanowski

Geschäftsführer Admiral Markets Partner Deutschland, MT am Germany GmbH

RISIKOHINWEIS: Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert EUR/USD, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets UK ist Forex & CFD-Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Die Verluste können die Einlagen übersteigen! Lesen Sie den kompletten Warnhinweis über folgenden Link. DISCLAIMER: http://www.admiralmarkets.de/risikohinweis

Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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        Chranowski

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