Wie der Verstand leidet, weil man immer falsch liegt



11:54 02.09.17

Es gibt ein kleines Börsenmagazin, das ich hier nicht nennen möchte, weil ich mit niemandem eine Rechnung offen habe, über das ich jedoch schreiben möchte, weil meine Augen sperrangelweit offen stehen.

15 Jahre gibt es das Magazin bereits, ich kenne den Macher jedoch schon weit länger. Er war immer pessimistisch, hat immer an den Untergang geglaubt, zwischendurch aber auch mit vielem geglänzt. Doch seine Seele war immer rabenschwarz.

Ihm war der Untergang von Anfang an klar. Zuerst sollte es die Inflation sein, doch das hat ja nicht geklappt. Dann sollte es die Deflation richten, leider auch Fehlanzeige. Mittlerweile scheint er so in die Enge getrieben zu sein, dass ich in der aktuellen Ausgabe Dinge lese, von denen ich niemals für möglich gehalten hätte, dass jemand mit einem wachen Verstand sie äußert.

Doch vielleicht liegt ja gerade hier das Problem. Ich werde gleich ein paar Zitate bringen – und dann urteilen Sie selbst.

Warum ich das mache? Weil ich demonstrieren möchte, wie man sich festfressen kann. Wie der Ausgangspunkt der Suche den Endpunkt bereits determiniert. Und wie die unterdrückte Wut und der Hass auf ausgewählte Menschen sowie darauf, dass das, was doch aus eigener Sicht richtig wäre, nicht geschieht, einen wie das entscheidende Handzeichen des Ringrichters zum K.o. führt.

Das Magazin stellt folgende Frage über unser Land: „Warum wurde an den elementaren Weggabelungen jeweils die falsche Richtung eingeschlagen? Ist dahinter Unvermögen oder Absicht zu erkennen?“

Anschließend wird auf einen Interviewpartner eingegangen, der behauptet, unsere Kanzlerin Angela Merkel lege den Verdacht nahe, im Auftrag alter russischer Seilschaften auf die Zerstörung Deutschlands hinzuarbeiten.

Und dann im O-Ton: „Merkel soll im Auftrag Russlands handeln? Zwar deutet ihre Vergangenheit in diese Richtung, aber ihr heutiges Handeln lässt einen anderen Verdacht hochkommen. Die unter ihr durchgeführten Weichenstellungen für Deutschland sprechen eher dafür, dass sie als Agentin der USA und Englands fungiert, um Europa in Relation zu den angelsächsischen Ländern zu schwächen.“



Quintessenz ist damit: „Ist womöglich die mutmaßliche Ost-Agentin Merkel im Zuge der Wiedervereinigung in eine West-Agentin umgedreht worden?“

Ost-Agentin oder West-Agentin, tertium non datur. Sicher scheint nur eines zu sein, nämlich der Untergang Deutschlands und Europas. Und dass Frau Merkel uns dorthin führen wird.

Ein offener Blick auf die Dinge ist somit nicht mehr möglich.


Bernd Niquet



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Über den Autor
 
Autor: Bernd Niquet Bernd Niquet,
Autor

Bernd Niquet ist promovierter Volkswirt und schreibt Börsenkolumnen und Bücher


In tiefsten Schichten. Teil II der Reihe: Wichtige und bisher liegengebliebene Themen und Fragestellungen

Das neue Buch von Bernd Niquet:
IN TIEFSTEN SCHICHTEN, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2015, 327 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3-95744-926-9.

Hier bestellen:
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Beschreibung:
"Wenn ich mein Projekt, Entwicklungsprozesse einmal in Gänze und in allen Facetten darzustellen, tatsächlich erfolgreich abschließen will, darf ich jetzt nicht mehr haltmachen. Auch wenn es wehtut."

Bernd Niquet wurde 1956 in Berlin geboren und lebt noch immer dort. Im Rahmen der Serie »Wichtige und bisher liegengebliebene Themen und Fragestellungen« ist von ihm bereits als Band 1 »Die bewusst herbeigeführte Naivität« erschienen.

Warnung:
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Das Buch ist sehr speziell. Es ist kein Wirtschaftsbuch, sondern eher ein Versatzstück zu "Jenseits des Geldes". Wenn der Arzt oder der Apotheker ratlos sind, fragen Sie direkt beim Autor an:
berndniquet@t-online.de


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