Die nächste Korrektur kommt bestimmt, der nächste Crash auch?



12:56 07.10.17

Liebe Leser,

da Korrekturen inzwischen sehr gerne als Crashs bezeichnet werden, ist es sinnvoll, zunächst eine Abgrenzung zwischen diesen beiden an sich recht ähnlichen aber doch grundverschiedenen Phänomen vorzunehmen. Korrekturen gehören zu jedem Trend dazu, auch wenn das den investierten Aktionären meist nicht so recht ins Konzept passt. Ihnen wäre es am liebsten, wenn die Aufwärts- oder Abwärtsbewegung, auf die sie setzen, ohne Unterbrechung fortgeführt werden.

Die Realität sieht aber so aus, dass der Markt nicht nur einatmen kann, sondern in regelmäßigen Abständen auch wieder ausatmen muss. Das Ausatmen selbst ist meist nicht das Problem, schon eher die Frage, wie schnell oder wie hektisch es erfolgt. Wir kennen dieses Phänomen von unserem eigenen Körper. Atmen wir ruhig ein und aus, können wir auch eine große Anstrengung ruhig und gelassen hinter uns bringen. Wird unsere Atmung flach und hektisch, kommen wir erstens nicht schnell voran und zweitens meist auch nicht sehr weit.

Auch wenn wir uns vornehmen, die ganze Zeit ruhig und ausgeglichen zu atmen, heißt das noch lange nicht, dass es uns auch gelingt. Es gibt viele Dinge, die uns aus dem Tritt bringen können. An der Börse ist es nicht anders. Besonders gefürchtet sind dort jene Korrekturen, die irgendwie aus dem Nichts zu kommen scheinen. Ein Blitz aus heiterem Himmel macht die schönsten Börsenträume über Nacht zunichte.

Aber wann ist diese plötzlich über die Anleger hereinbrechende Korrektur ein Crash? Man mag geneigt sein, diese Frage an den prozentualen Verlusten festzumachen und spricht dann beispielsweise bei einem Minus von über 20 oder 25 Prozent von einem Crash.

Nicht jeder Bärenmarkt beginnt mit einem Crash

Über die konkrete Zahl kann man sich streiten, denn ihre Wahl erfolgt vergleichsweise willkürlich, wenn man bedenkt, dass in der technischen Analyse eine Korrektur von 38 Prozent als Normal- und eine Reaktion von 66 Prozent als maximale Korrektur gilt. So bleibt die Frage, ab wann man berechtigterweise von einem Crash sprechen kann? Etwa erst bei Kursverlusten von über 70 Prozent? Wenn ja, dann wäre der Crash etwas so Seltenes, dass man ihn kaum ernsthaft fürchten muss.

Wir Anleger fürchten ihn aber dennoch, und zwar mehr oder weniger zu jeder Zeit, was darauf hindeutet, dass es sich bei ihm wohl eher um ein psychologisches als ein mathematisches Phänomen, das man in Prozentzahlen ausdrücken kann, handelt. In diesem Fall bleibt das Moment der Überraschung. Man wacht eines Morgens auf und bemerkt, dass sich die Börsenkurse über Nacht um mehr als zehn Prozent in die Tiefe verabschiedet haben. Oder der Crash kommt während des Handelstags, weil die Anleger mit einer Nachricht konfrontiert werden, auf die sie absolut nicht vorbereitet waren.

Beide Ereignisse sind relativ unwahrscheinlich, denn die Kurse fallen oder steigen zu keinem Zeitpunkt grundlos. Der Kurssturz über Nacht muss sich zuvor schon ein klein wenig angedeutet haben, etwa durch eine anhaltende fundamentale Überbewertung oder eine sich über Wochen langsam hochschaukelnde politische Krise. Selbst plötzlich auftauchende Terroranschläge haben eine Vorgeschichte. Die Frage ist bei all diesen Ereignissen nie die, ob es sie gibt, sondern allein die, ob die Anleger bereit waren, sie beizeiten zur Kenntnis zu nehmen.

Schaut man sich die großen Crashs der Börsengeschichte an, so sieht man oft bereits vor dem eigentlichen „Crashauslöser“ beachtliche Kursverluste. Als der Dow Jones am 19. Oktober 1987 an einem Tag 22 Prozent seines Werts verlor, waren alle schockiert, aber wirklich aus dem Nichts kam dieser Crash nicht, denn die Wall Street hatte schon in den beiden Monaten zuvor mit Abgaben zu kämpfen.

Das Gerede vom Crash, den keiner hat kommen sehen, ist oftmals nur eine willkommene Ausrede

Allein in den drei Tagen vor dem „Schwarzen Montag“ hatten die Kurse an der Wall Street jeweils um zehn Prozent nachgegeben. Drei so hohe Abschläge in so kurzer Zeit hintereinander bleiben auch dem trägsten Investor nicht verborgen und selbst die besonders euphorischen Anleger kommen an den Punkt, an dem sie ihre aus der Euphorie resultierenden Kaufentscheidungen hinterfragen und revidieren.

Das geschah am vierten Tag, nachdem man das ganze Wochenende Zeit hatte, die Ergebnisse der Vorwoche zu analysieren. Der Crash war nicht der nicht das Resultat einer neu entstandenen Verkaufsneigung, sondern eher der Tatsache geschuldet, dass alle mal wieder zur gleichen Zeit meinten, zum Ausgang stürmen zu müssen.

Am 11. September 2001 war es ähnlich. Die Nachricht vom Anschlag auf das World Trade Center kam in der Tat wie aus dem Nichts. Ihre damaligen Allzeithochs hatten die Börsen jedoch schon im Frühjahr 2000, also mehr als ein Jahr zuvor markiert und seitdem nicht mehr erreicht, sodass man auch in diesem Fall davon sprechen kann, dass der Anschlag den Kursrutsch nur beschleunigt hat, sein Auslöser war er nicht.

Heftige Kursentwicklungen kündigen sich im Vorfeld an. Dass wir diese Warnzeichen trotzdem leicht übersehen, liegt an den vielen Fehlsignalen, die der Markt sendet. Anleger, die auf diese Fehlsignale mit einem frühzeitigen Verkauf reagieren, verlieren leicht Performance, denn sie verpassen ein gutes Stück der Aufwärtsbewegung. Wenn man diese Erfahrung zwei-, dreimal gemacht hat, wird man vorsichtig. Nicht vorsichtig mit oder wegen des möglichen Crashs, sondern vorsichtig mit dem frühzeitigen Verkaufen seiner Positionen.



Die Krux mit den vielen berechtigten Warnungen

Aktuell sind wir in einer Situation, in der diese Gefahr besonders groß ausgeprägt ist, denn die vergangenen Jahre haben uns „gelehrt“, dass Korrekturen Kaufgelegenheiten sind. Soll man diese geschichtliche Lektion jetzt plötzlich ignorieren, nur weil irgendein kluger Kopf gerade wieder einen Crash kommen sieht und zu einem rechtzeitigen Ausstieg mahnt?

Es wäre einfach, wenn diese Warnungen nur die Schwarzmalerei einiger notorischer Pessimisten wären. Das sind sie aber meist nicht, denn es gibt schon gewichtige Gründe, die den Markt als überbewertet und damit korrektur- und/oder crashanfällig erscheinen lassen. Was also tun?

Man kann auf den Rat der Experten hören. Nur sind die selten einer Meinung, und wenn sie doch einmal mal einer Meinung sein sollten, wird es gleich besonders gefährlich – aber vermutlich eher in Gegenrichtung, denn wir wissen, was an der Börse passiert, wenn alle der gleichen Meinung sind: in der Regel das Gegenteil.

Man könnte sich absichern, etwa durch den Kauf von Put-Optionen. Aber diese kosten Geld, das später in der Gesamtperformance fehlen wird. Dabei steigen die Kosten, je umfangreicher das eigene Sicherheitsbedürfnis ist. Wer zu jeder Zeit abgesichert sein will, zahlt am meisten.

Eine andere Möglichkeit ist, nie zu hundert Prozent investiert zu sein. Man verpasst dann zwar im Aufschwung die eine oder andere Gelegenheit noch mehr Rendite zu erwirtschaften, hat aber im Crash noch genügend Kapital, um das eine oder andere Schnäppchen günstig einzusammeln oder gar gehebelt auf einen Trendwechsel zu setzen.

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Ein Beitrag von Dr. Bernd Heim


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Autor: Volker Gelfarth Volker Gelfarth
Volker Gelfarth ist unabhängig beratender Unternehmensanalyst und renommierter Chefredakteur. Seine Publikationen „Die Aktien-Analyse“, Strategisches Investieren“, „Gelfarths Dividenden-Letter“ und „Gelfarths Premium-Depot“ sind seit vielen Jahren unentbehrliches Handwerkszeug privater und institutioneller Aktienanleger.
Der Diplom-Produktions-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich mit seinem Researchunternehmen voll und ganz der Value-Analyse widmete. Mit unermüdlichen Willen analysierte er als einer der ersten systematisch das Anlage-Verhalten der weltweit erfolgreichsten Investoren und machte dieses seinen Lesern zugänglich.

Erfolgsstrategien für Groß- und Kleinanleger Den gelernten Ingenieur interessieren als Grundlage seiner Bewertungen und Empfehlungen vor allem harte Fakten, solide Daten und seriös überprüfte Zahlen.
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