Palladium: Die 1000-Dollar-Hürde



16:04 19.10.17

Zuletzt scheiterte der Palladiumpreis zum zweiten Mal am Anstieg über 1000 US-Dollar. Anfang September und Mitte Oktober kamen die Notierungen im vierstelligen Bereich nicht voran. Löst das eine Abwärtsbewegung aus, könnte die Unterseite des langfristigen Aufwärtstrends ein Ziel nach unten darstellen.

Seit Anfang 2016 lässt sich bei Palladium ein Aufwärtstrend feststellen, der aktuell zwischen 800 und 985 US-Dollar beschrieben werden kann. Aus diesem versuchten die Notierungen in den letzten Wochen zweimal nach oben auszubrechen, doch hielt sie die Hürde bei 1000 US-Dollar auf. Anfang September und Mitte Oktober kam Palladium nicht im vierstelligen Bereich voran und fiel in den Aufwärtstrendkanal zurück. Dadurch entfernten sich die Notierungen wieder von ihrem Vorhaben, in den vierstellen Bereich vorzustoßen. Setzt sich die nach dem erneuten Scheitern um 1000 US-Dollar eingeleitete Abwärtstendenz fort, könnten die Notierungen sogar bis zur Unterseite der ansteigenden Tendenz durchrutschen, die in Kürze um 840 US-Dollar verlaufen könnte. Erst wenn der Palladiumpreis nachhaltig im vierstelligen Bereich notieren sollte, könnte sich daraus neue Dynamik für ansteigende Kurse ergeben. Deshalb bietet es sich an, den risikobegrenzenden Stoppkurs knapp über dem im Chart dargestellten Widerstand zu platzieren.

Palladium (Tageschart in US-Dollar) Tendenz:
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 1001,19 / 1009,09
Unterstützungen: 916,34 / 900,28
Strategie

Mit einem Mini Future Short (WKN SC61SR) können risikofreudige Anleger, die von einem fallenden Palladiumpreis ausgehen, mit einem Hebel von 5,6 überproportional profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt derzeit 12,0 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Dieser kann hier über dem im Chart dargestellten Widerstand im Basiswert bei 1010 US-Dollar platziert werden. Im Mini Future Short ergibt sich zum aktuellen Wechselkurs von Euro in US-Dollar ein Stoppkurs von 10,24 Euro. Nach unten könnte sich für einen fallenden Palladiumpreis ein Ziel um 840 US-Dollar ergeben. Das Chance-Risiko-Verhältnis der spekulativen Idee beträgt 2,5 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: SC61SR
Typ: Mini-Future Short
akt. Kurs: 14,33 -14,43 Euro
Emittent: Société Générale
Basispreis: 1.131,04 US-Dollar
Basiswert: Palladium
KO-Schwelle: 1.074,62 US-Dollar
akt. Kurs Basiswert: 960,59 US-Dollar
Laufzeit: Open end
Kursziel: 24,60 Euro
Hebel: 5,6
Kurschance: + 70 Prozent
Order über Börse Stuttgart
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Über den Autor
 
Autor: Jürgen Sterzbach Jürgen Sterzbach,
boerse-daily.de

Das Auf und Ab an den Finanzmärkten faszinierte Diplom-Volkswirt univ. Jürgen Sterzbach schon seit jeher. Mit der Charttechnik fand er ein geeignetes Instrument, die Veränderungen der Kurse erklären zu können. Fundamentale und volkswirtschaftliche Daten geben ihm dabei den passenden Analyserahmen. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler, der sich im Studium auf Geldpolitik und Ökonometrie fokussierte, schreibt als freier Journalist und ständiger Marktbeobachter seit mehreren Jahren über Aktien, Zertifikate, Hebelprodukte und weitere strukturierte Finanzanlagen. Analysen und Beobachtungen zur Wirtschaftslage und zum Börsengeschehen veröffentlicht er unter anderem im monatlich erscheinenden Finanz-Informationsdienst „Finanzen und Börse“ (www.finanzen-und-boerse.de). Sein Anliegen ist es, komplexe Sachverhalte einfach und für jedermann verständlich darzustellen. Mit Fachjargon Anschein zu schinden liegt ihm nicht – klare Worte dagegen umso mehr. Sein Wissen bringt er in den professionellen Trading-Diensten der Financial Services Group ein und veröffentlicht dort ebenso werthaltige Sonderpublikationen wie „Technische Analyse“ und „Schnellkurs Zertifikate“. Seine erfolgreichen Strategien zeigt er nun exklusiv im Expertenteam von Börse Daily im donnerstags erscheinenden Newsletter „Trends“, der unter anderem bereits von der australischen Investmentbank Macquarie an seine Kunden versendet wurde.

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