Hohe Seitwärtschancen mit Gold-Inline-Optionsscheinen



11:27 24.11.17

In den vergangenen 12 Monaten legte der Goldpreis (ISIN: XC0009655157) auf USD-Basis um 9 Prozent zu. Diese Wertsteigerung sieht zwar nicht sehr spektakulär aus; allerdings ist es bemerkenswert, dass der Kursanstieg mit Kursschwankungen innerhalb einer relativ hohen 20-prozentigen Bandbreite von 1.130 USD bis 1.357 USD zustande kam. Bis auf einen kurzen Ausbruch nach oben hin notierte der Goldpreis in den vergangenen drei Monaten zumeist innerhalb einer Tradingrange von 1.270 bis 1.320 USD. Wer davon ausgeht, dass sich der Goldpreis auch in den nächsten drei Monaten keine allzu großen Sprünge erlauben wird, könnte die Investition in Inline-optionsscheine auf den Goldpreis in Erwägung ziehen.

Die Funktionsweise dieser exotischen Optionsscheine ist einfach nachvollziehbar: Inline-Optionsscheine sind mit einem unteren und einer oberen KO-Level ausgestattet. Wenn der Goldpreis bis zum Ende der Laufzeit des Optionsscheines  permanent innerhalb dieser beiden KO-Levels verbleibt, dann wird der Inline-Optionsschein am Laufzeitende mit 10 Euro zurückbezahlt.  Berührt oder überschreitet der Goldpreis eine der beiden Marken, dann verfällt der Schein praktisch wertlos, da Anleger in diesem Fall mit einem Betrag in Höhe von 0,001 Euro je Schein abgefertigt werden. Anders als bei vielen Goldpreisinvestments spielt die Entwicklung des Euro/US-Dollar-Kurses bei der Wertentwicklung der Inline-Optionsscheine keine Rolle.

Barrieren bei 1.100 und 1.400 USD

Der Société Générale-Inline-Optionsschein auf eine Feinunze Gold mit dem unteren KO-Level bei 1.100 USD und dem oberen KO-Level bei 1.400 USD, Bewertungstag, ISIN: DE000SC1GJL8, wurde beim Goldpreis von 1.289 USD mit 9,02 – 9,22 Euro zum Handel angeboten.



Wenn der Goldpreis bis zum Bewertungstag des Inline-Optionsscheines keines der beiden KO-Levels, die beide jenseits der Bandbreite der vergangenen 12 Monate liegen, berührt oder durchkreuzt, dann wird der Schein mit 10 Euro zurückbezahlt. Somit wird dieser Inline-Optionsscheine in weniger als drei Monaten einen Ertrag von 8,45 Prozent (=30% pro Jahr) abwerfen, wenn der Goldpreis nicht um 15 Prozent fällt oder um 9 Prozent ansteigt.

Barrieren bei 1.200 und 1.400 USD

Engt man die Bandbreite ein, dann erhöhen sich sowohl die Renditechance und auch das Risiko. Der Société Générale SG-Inline-Optionsschein mit den KO-Levels bei 1.200 und 1.400 USD, Bewertungstag 9.3.18, ISIN: DE000SC3LF00, wurde beim Goldpreis von 1.289 USD mit 6,93 – 7,13 Euro gehandelt. Die Renditechancen dieses Inline-Optionsscheines betragen demnach 40,25 Prozent (=197% pro Jahr.), wenn der Goldpreis bis zum 9.3.18 niemals um 7 Prozent nachgibt oder um 9 Prozent steigt.

Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Gold oder von Hebelprodukten auf Gold dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.

Walter Kozubek

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Über den Autor
 
Autor: Walter Kozubek Walter Kozubek
Walter Kozubek ist Betreiber der Internetportale www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de und Herausgeber der wöchentlich erscheinenden, kostenlos zum Download angebotenen pdf-Newsletter www.zertifikatereport.de und www.hebelproduktereport.de . Der ZertifikateReport wurde erstmals im Jahr 2004, der HebelprodukteReport erstmals im Jahr 2005 veröffentlicht.

In den Jahren davor war Walter Kozubek als Börsenhändler an der Wr. Börse, als Salestrader für Optionsscheine und Zertifikate im Team des „Global Warrants-Teams“ der Citibank in Wien und als Journalist für Wirtschaftsblatt-Online tätig.

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