Nordex feiert Mini-Comeback



07:21 25.11.17

Nordex arbeitet an einem Mini-Comeback. In dieser Woche konnte die Aktie rund sieben Prozent an Boden gutmachen. Nach Goldman setzt auch die HSBC ihr Ziel für die Rostocker nach unten. Wir sehen bei der Aktie durchaus mittelfristiges Stabilisierungspotential, weshalb der Discounter DM62MK  den Weg in unser Favoritendepot gefunden hat. Die HSBC hat das Kursziel von 8,00 auf 6,40 Euro gesenkt und die Einstufung auf “Reduce” belassen.

Europäische Windkraftanlagenhersteller sähen sich mit zunehmenden Branchenturbulenzen und Preisdruck bei Turbinen konfrontiert, schrieb Analyst Sean McLoughlin in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Niedrigere Preisannahmen für 2018/19 seien die Haupttreiber seiner Kurszielsenkungen für Vestas, Siemens Gamesa und Nordex.  Ebenfalls interessant, aber deutlich spekulativer ist der Inliner HW4NG5 bei dem quasi nur die untere Barriere von sieben Euro zählt. Blicken wir ergänzend auf die Lage beim DAX und die “Relative-Stärke”

Nach der technischen Erholung in der ersten Wochenhälfte zogen sich die Marktteilnehmer am Mittwoch wieder zurück. Vorerst kann noch nicht Entwarnung gegeben werden, eine Fortsetzung der seit Anfang November laufenden Korrektur bleibt möglich. Wegen Thanksgiving blieben die Börsen in den USA geschlossen, am Freitag findet nur ein verkürzter Handel statt. Spannend wird es erst wieder ab Montag, wenn erste Ergebnisse zum Auftakt des US-Weihnachtsgeschäft vorliegen.

Die Tagesbilanz am Frankfurter Aktienmarkt wurde zuletzt auch vom Euro bestimmt. In den vergangenen Tagen reagierten Anleger jeweils mit Verkäufen, wenn sich der Kurs in Richtung der 1,19er-Marke bewegte. Jede Euro-Abwertung wurde hingegen mit steigenden Notierungen am Aktienmarkt gefeiert.

Fed-Neuzugänge und US-Steuerreform geben die Richtung vor

Börse_USA_NewYork_4Von geldpolitischer Seite sind bis Jahresende keine größeren Impulse mehr zu erwarten. Die US-Zinserhöhung Mitte Dezember ist eingepreist, auch das gestern veröffentlichte Protokoll der letzten Sitzung enthielt keine wesentlichen Neuigkeiten. Erneut zeigten sich die Währungshüter aber besorgt über die schwache Inflation.

Wichtig für den Dollar werden zwei andere Themen: die Steuerreform und die Neubesetzung der Fed-Posten. Wenn im Februar Jerome Powell den Staffelstab von Janet Yellen übernimmt, werden vier von sieben Plätzen frei sein. Je nachdem, für wen sich US-Präsident Donald Trump entscheidet, kann dies positive oder negativ für den Dollar sein. Auch das Thema Steuerreform könnte noch für Bewegung am Devisen- und somit Aktienmarkt sorgen. Eine Einigung im Senat scheint in den kommenden Tagen nun ebenfalls möglich, nachdem das Repräsentantenhaus seine Gesetzesversion bereits verabschiedete. Sollten die Senatoren nun ebenfalls grünes Licht geben, könnten beide Häuser mit der Arbeit an einer gemeinsamen Vorlage beginnen.

Nordex: Stabilisierung zeichnet sich noch nicht ab

Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen – lautet eine bekannte Börsenweisheit. Klingt zunächst einfach und recht logisch, in der Praxis sieht die Sache aber vielfach  anders aus. Denn es gilt zwei Herausforderungen zu meistern:

  1. Frühzeitig Aktien zu finden, bei denen sich ein neuer und vor allem nachhaltiger Trend abzeichnet. Die Schwierigkeit besteht darin, bei den unzähligen Papieren, die an deutschen Börsen gehandelt werden, den Überblick zu behalten.
  2. Meistens steigen Anleger zu früh aus, ein Großteil der Rally wird verpasst. Hier spielt vor allem die Psychologie den meisten Börsianern einen Strich durch die Rechnung.

Eine einfache Lösung stellt das System der Relativen Stärke dar, mit der Aktien ohne Emotionen und ausschließlich auf Basis von Berechnungen nach ihrer Trendstärke sortiert werden. Auf dieser Seite finden Sie jeden Tag aktualisiert die aussichtsreichsten Papiere aus dem 110 Aktien umfassenden HDAX, in dem die Unternehmen aus dem DAX, MDAX und TecDAX zusammengefasst sind. Die obere Tabelle zeigt die zehn trendstärksten Papiere an, in der unterenListe finden Sie die zehn schwächsten Werte, die sich derzeit eher auf der Short-Seite lohnen.

Die Berechnung der Relativen Stärke nach Levy – kurz RSL – erfolgt auf Basis von 55 Tagen und ist somit eher mittelfristig ausgerichtet. Wie das Konzept der Relativen Stärke aufgebaut ist und genutzt werden kann, können Sie unter der Rubrik Wissen: Mit Stärke zum Erfolg nachlesen. Zusätzlich ist in der Spalte DIX der Abstand der Aktie zur 200-Tage-Linie in Prozent angegeben.

 

Die aktuellen Top-10:
Name Kurs %Änd. DIX RSL
SLM SOLUTIONS GRP AG 44,405 -3,509 20,759 1,243
SILTRONIC AG NA O.N. 139,25 1,9 65,52 1,23
AIXTRON SE NA O.N. 14,655 0,618 102,461 1,227
PFEIFFER VACUUM TECH.O.N. 173,9 0,26 34,56 1,22
COMPUGROUP MED.SE O.N. 56,7 0,14 20,62 1,14
VOLKSWAGEN AG VZO O.N. 167,75 0,33 20,22 1,14
A.SPRINGER SE VNA 64,53 0,59 19,96 1,13
LUFTHANSA AG VNA O.N. 28,565 1,169 46,438 1,129
COVESTRO AG O.N. 84,34 0,95 20,49 1,12
WACKER CHEMIE O.N. 139,8 0,65 30,53 1,12
Die zehn Verlierer:
Name Kurs %Änd. DIX RSL
EVOTEC AG O.N. 13,31 1,178 -0,769 0,736
DRAEGERWERK VZO O.N. 74,62 -1,31 -19,59 0,83
NORDEX SE O.N. 7,652 -3,579 -36,173 0,838
GFT TECHNOLOGIES SE 12,23 -0,326 -28,689 0,844
FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N. 61,44 -1,06 -15,95 0,89
KION GROUP AG 65,84 1,89 -2,77 0,9
TELEFONICA DTLD HLDG NA 4,035 -1,176 -8,261 0,903
STEINHOFF INT.HLDG.EO-,50 3,392 -0,088 -22,016 0,912
HUGO BOSS AG NA O.N. 67,59 0,01 -1,88 0,92
PROSIEBENSAT.1 NA O.N. 26,23 -0,114 -24,233 0,928
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Autor: Feingold-Research Feingold-Research
Die beiden ehemaligen FTD- und Börse Online-Redakteure Benjamin Feingold und Daniel Saurenz haben zusammen das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort stellen die beiden Kapitalmarktexperten und Journalisten ihre Marktmeinung, Perspektiven und Strategien inklusive konkrete Produktempfehlungen vor. In zwei Musterdepots werden die eigenen Strategien mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert (feingold-research.com).

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