Nikkei: In Japan bahnt sich eine Kaufgelegenheit an



15:14 12.01.18

Liebe Leser,

der japanische Aktienmarkt befand sich Ende der 1980er Jahre in einer für damalige Verhältnisse riesigen Spekulationsblase – ganz ähnlich wie die US-Börse heute. In Japan herrschte damals grenzenlose Euphorie, während sich in den USA und in Europa Angst breit machte vor der scheinbaren Überlegenheit der japanischen Wirtschaft. Es gab nur wenige Analysten, die dieses angebliche japanische Wirtschaftswunder als das erkannten, was es war, nämlich eine völlig aus den Fugen geratene Blasen-Ökonomie, und klar vor den unangenehmen langfristigen Folgen warnten.


Mein Kollege Roland Leuschel gehörte damals zu dieser kleinen Gruppe weitsichtiger Analysten. Er wurde dafür nicht nur in Japan angefeindet, wo er im Sommer 1989 bei der damals größten japanischen Bank, die gleichzeitig die größte Bank der Welt gewesen ist, die Gelegenheit hatte, seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor institutionellen japanischen Investoren vorzustellen.


Die fundamentale Überbewertung spiele in Japan keine Rolle, wurde ihm sehr höflich beschieden. Aufgrund der Überlegenheit der japanischen Wirtschaft sollten hier andere Regeln gelten als im Rest der Welt.

Der Nikkei Index notiert 40% unter seinem Allzeit-Hoch

Wie Sie auf dem folgenden Chart sehen, erreichte der japanische Aktienindex Nikkei 225 zum Jahreswechsel 1989/90 ein Allzeithoch von rund 39.000 Punkten. Dann platzte die Blase. Die Aktienkurse und die Immobilienpreise stürzten ab, und in der Wirtschaft begann eine sehr lange Durststrecke.


Tatsächlich fiel der Nikkei Index in den folgenden 19 Jahren von 39.000 Zählern auf ein Tief von 7.000 Punkten, ein Kursverfall von minus 82%. Das sehen Sie auf dem folgenden Chart. Heute, das heißt 28 lange Jahre später, notiert der Index immer noch rund 40% unter seinem Allzeit-Hoch.

Nikkei Index, Monatschart, 1987 bis 2018

Der Nikkei Index notiert noch immer 40% unter seinem Allzeithoch von 1989!

Quelle: StockCharts.com

Weist Japan Amerika den Weg?

Aufgrund der großen Parallelen zu den aktuellen Vorgängen an der US-Börse drängt sich an dieser Stelle die Frage auf, ob dem US-Aktienmarkt in den kommenden Jahren ein ähnliches Schicksal bevorsteht. In unserer Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Analyse „Hohe Überbewertung garantiert langfristige Vermögensverluste“ vom Oktober 2017 beantworten Leuschel und ich diese Frage mit einem klaren und gut begründeten Ja. Doch das soll hier nicht Thema sein. Heute geht es mir vielmehr um die Frage, ob sich an den japanischen Aktienmärkten jetzt eine Kaufgelegenheit anbahnt.

Charttechnisches Kaufsignal des Nikkei Index



Auf dem Chart des Nikkei Index erkennen Sie die deutliche Widerstandszone im Bereich von 21.000 Punkten (blaue Linie). Sie sehen auch, dass die Kurse in den vergangenen Wochen über diese Hürde gesprungen sind. Aus charttechnischer Sicht liegt damit ein scheinbar klares Kaufsignal vor.


Ganz so klar ist die Lage am japanischen Aktienmarkt allerdings nicht, wie ich in der Dezember-Ausgabe 2017 meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren bereits ausgeführt habe. Auf die Details kann ich hier nicht eingehen. Deshalb muss der Hinweis genügen, dass zur Klärung der Situation eine wichtige technische Bestätigung des hier beschriebenen charttechnischen Signals erfolgen muss. Mit diesem Signal rechnen wir jetzt täglich und werden unsere Leser gegebenenfalls per Ad-hoc-Meldung informieren.

Jetzt kommt es darauf an

Deshalb stehen wir Gewehr bei Fuß und beobachten das spannende Geschehen in Japan sehr genau. Kaufen werden wir japanische Aktien, sobald das Kaufsignal des Nikkei Index bestätigt wird. In diesem analytischen Sinne sind die kommenden Wochen für die Zukunft der japanischen Börse von großer Bedeutung.


Wenn Sie nicht solange warten wollen, investieren Sie in der Zwischenzeit in einen Markt, der gleich 27 Kaufsignale gegeben hat und ein exzellentes Chance-Risiko-Verhältnis aufweist: Der Edelmetallmarkt! Genau aus diesem Grund habe ich für meine Leser meine 7 Top-Goldminen-Favoriten in der aktuellen Themenschwerpunkt-Ausgabe zusammengestellt. Auch Sie können diese 7 Top-Favoriten erhalten, wenn Sie jetzt meine Börsenpublikation Krisensicher Investieren zum 30 Tage-Test anfordern.


Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,



Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren


P.S.: Im Unterschied zu den europäischen Finanzmärkten folgt die japanische Börse nicht sklavisch den Vorgaben aus den USA. Schon aus diesem Grund sollten Sie die Entwicklung in Japan mit mir unbedingt verfolgen

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und konträren Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch "Das Greenspan Dossier" und die „Inflationsfalle“. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.


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Über den Autor
 
Autor: Claus Vogt Claus Vogt
Claus Vogt ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des Börsenbriefes Krisensicher Investieren. Er hat die langfristige Goldhausse 2001 richtig vorhergesagt. Gemeinsam mit Roland Leuschel hat er in den Jahren 2000 und 2007 nicht nur rechtzeitig vor dem Platzen der Spekulationsblasen an den weltweiten Aktien- und Immobilienmärkten gewarnt, sondern auch jetzt wieder die aktuelle Krise 2016 richtig prognostiziert. Bereits im Dezember 2015 hat er in Krisensicher Investieren auf den Beginn der Goldhausse hingewiesen und insbesondere den Goldminenaktien atemberaubende Chancen prognostiziert. Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle) und ehemaliger Finanzanalyst einer internationalen Großbank. Weitere Informationen unter: www.krisensicherinvestieren.com

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