Deutsche Bank – Cryan wird zum Albtraum für Anleger



08:30 20.02.18

Nur noch rund ein Drittel der DAX-Aktien liegt seit Jahresbeginn im Plus. Für vier Werte ging es hingegen bereits prozentual zweistellig nach unten: Deutsche Telekom, Eon, Deutsche Lufthansa und Deutsche Bank. Besonders die Deutsche Bank ist ähnlich wie der 1. FC Köln in der Liga mit minus 18 Prozent bereits deutlich abgeschlagen. Wir sehen vorerst keinen Turnaround und empfehlen eine clevere Alternative: Die WKN HW9KPL.

 

Der Vorteil des Inliners liegt auf der Hand: Während Anleger bei einem Direktinvestment nur auf eine Erholung hoffen können, profitiert der Inliner bereits von einer Seitwärtsbewegung. Wichtig ist natürlich, dass die Grenzen nicht zu eng gesetzt werden. Bei der HW9KPL sollte der Puffer ausreichen: Nach unten ist Platz bis 10,50 Euro, während auf der Oberseite Luft bis 16,50 Euro besteht. Charttechnisch verläuft um 12 Euro eine gute Auffangzone, knapp darüber drehte die Aktie vor wenigen Tagen. Hingegen stellt die Zone um 15 Euro eine massive Barriere dar. Bis Mitte Juni bietet der Scheine eine Rendite von 38 Prozent oder 117 Prozent p.a.



Wer deutlich weniger Risiko eingehen möchte, aber von der hohen Vola der Aktie verstärkt profitieren will, greift zum Discounter mit der WKN VL5UL3. Derzeit sind die Konditionen sehr attraktiv, bis zum Bewertungstag im März 2019 bietet das Papier eine Rendite von knapp sieben Prozent. Im Gegenzug steigen Anleger mit einem Discount von 22 Prozent ein.

Schlusslicht im Ranking

Bereits der Blick auf die europäische Konkurrenz zeigt, dass es auch wesentlich besser geht. So liegen die Aktien der Unicredit seit Jahresbeginn rund zwölf Prozent vorne, für die Societe Generale ging es um neun Prozent aufwärts. BNP Paribas, Credit Suisse, UBS und Commerzbank sind ebenfalls im grünen Bereich zu finden. Das schlechte Abschneiden der Deutschen Bank liegt also nicht an der Branchenstimmung.

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Strukturelle Probleme

Es wird somit höchste Zeit, dass Bank-Chef John Cryan den Turnaround schafft. Seine Bilanz fällt bisher miserabel aus. Unter Rolf Breuer legte die Aktie zwischen 1997 bis 2002 um rund 66 Prozent zu. Danach begann der Abstieg: In der Ära Josef Ackermann (2002 bis 2012) fiel der Kurs um 49 Prozent, mit dem Duo Jain/Fitschen (2012 bis 2015) ging es um neun Prozent nach oben. Seitdem Cryan am Ruder ist, fiel der Wert um 47 Prozent. Langsam wird die Luft für den Briten dünn, besonders die Großaktionäre wie Cerberus wollen Rendite sehen. Dafür sind weitere schmerzhafte Reformen nötig. Spätestens auf der Hauptversammlung am 24. Mai werden Antworten erwartet. Zumindest dürften sich die zuletzt stärkeren Schwankungen an den Finanzmärkten positiv auf die Ertragsentwicklung im Investmentbanking auswirken. Merrill Lynch passte daher das Kursziel von 12 auf 15 Euro. Die Deutsche Bank wird derzeit nur noch mit der Hälfte ihres bereinigten Buchwertes bewertet.

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Über den Autor
 
Autor: Feingold-Research Feingold-Research
Die beiden ehemaligen FTD- und Börse Online-Redakteure Benjamin Feingold und Daniel Saurenz haben zusammen das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort stellen die beiden Kapitalmarktexperten und Journalisten ihre Marktmeinung, Perspektiven und Strategien inklusive konkrete Produktempfehlungen vor. In zwei Musterdepots werden die eigenen Strategien mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert (feingold-research.com).

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